DIE THERME: Familienausrichtung stärker als bislang geplant

Visualisierung Gesamtansicht der Havel Therme. Bildquelle: schauer & co.
Andreas Schauer der Schauer & Co GmbH & Bürgermeisterin Saß

Für die geplante Investition von 28,3 Millionen Euro, die zur Fertigstellung der Therme bereits im Haushalt der Stadt festgeschrieben wurde, gibt es neue Komponenten, wie eine Seesauna und einen erheblich größeren Bereich für Familien in einem zusätzlichen Anbau. Eine hohe Summe – die jedoch einen zwei Millionen-Puffer für unerwartete Schäden im Bestand beinhaltet. Die Stadt Werder (Havel) wird keine jährlichen Betriebskostenzuschüsse leisten und sowohl Therme, Heizkraftwerk als auch das Grundstück bleiben städtisches Eigentum.

Werder (Havel) – Stärker als bislang geplant soll die Therme in den Havelauen für Familien ausgerichtet werden. Das Unternehmen Schauer & Co. aus Überlingen (Bodensee) will Partner der Stadt Werder (Havel) beim Bau und Betrieb der Havel-Therme werden und stellte seine Pläne am Donnerstagnachmittag der Presse und jetzt gerade bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung auf der Bismarckhöhe vor. Der Name BlütenTherme soll in Havel-Therme geändert werden.

Die Schauer & Co. GmbH ist aus dem Bieterverfahren zur Fertigstellung der Therme als Sieger hervorgegangen. Nach europaweiter Ausschreibung hat das Bäder-Unternehmen mit seinem Konzept den Badausschuss überzeugt. Für rund 28,3 Millionen Euro will Schauer & Co. die Therme am Zernsee mit einem erweiterten Angebot zu Ende bauen. Dazu gehören eine großes Familienbad mit hydraulischem Dach und eine Seesauna in der Havel, die nach Überzeugung von Andreas Schauer ein Highlight der Havel-Therme darstellen wird. „Wir würden uns freuen, wenn wir auch die Stadtverordneten am 4. Juli von unserem Konzept überzeugen können und unser Unternehmen Vertragspartner für die Havel-Therme Werder wird“, so Schauer. Die Unterzeichnung der Verträge soll im Juli oder August stattfinden, nach Vorliegen der Baugenehmigung für die Erweiterung ist der Baustart im Sommer 2019 mit einer Dauer von von ca. 1,5 Jahren geplant.

Die Havel-Therme soll den Plänen zufolge ein hochattraktives Bad vor allem für Erholungssuchende, Urlauber und Familien werden. Dabei sollen Genuss und Gesundheit im Mittelpunkt stehen: Mit zwölf Saunen inklusive der Seesauna und einem riesigen Spa mit Hamam soll der Wellnessbereich einer der größten in Berlin/Brandenburg werden. Die Therme soll zudem mit vielen Wasserattraktionen in mehreren Innen- und Außenbecken aufwarten. Ein Sportbecken mit vier Bahnen und das deutlich erweiterte Familienbad mit Rutschen und Wasserspielen für Kinder sollen das Angebot ergänzen. Hierauf und auf familienfreundliche Eintrittspreise für diesen Bereich hatten in den Diskussionen auch viele Werderaner bestanden – die Stadt Werder hat diesen Wunsch im Ausschreibungsverfahren festgeschrieben. Laut Schauer werden die Eintrittspreise für Kinder ab zwei und Erwachsene ab drei Euro aufwärts beginnen. „Das ist nur möglich, da der Familienbereich durch den Thermen- & Spabereich zu Teilen mitfinanziert wird“, erläutert der ehemalige Schwimmer. Ein Bad, das nur mit sozialverträglichen Angeboten arbeitet, sei schlicht nicht rentabel und müsste jährlich mit hohen städtischen Zuschüssen unterhalten werden. Bei der Havel-Therme wird dies nicht der Fall sein – jährliche Betriebskostenzuschüsse sind nicht Bestandteil des zu schließenden Vertrages.

Ferner verpflichtet sich der Vertragspartner in spe, eine jährliche Pacht an die Stadt zu zahlen und eine jährliche Rücklage für Folgeinvestitionen zur Erhaltung der Attraktivität der Therme, beides in sechstelliger Höhe, zu leisten.

Schauer, dem klar sei, dass im direkten Einzugsgebiet der Therme der Markt mit Freizeitbädern eigentlich übersättigt ist, betonte, dass die Therme sowohl vom Angebot als auch von der Ausrichtung her eine überregionale Bedeutung haben würde. „Wir sehen ganz klar Berlin als Quellmarkt an. Und natürlich den Tourismus. Standort und Konzept sind so gut, dass die Therme wirtschaftlich gut laufen wird“. Werder ist ein Staatlich anerkannter Erholungsort von großer Beliebtheit, Verweildauer und Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich, für die Blütenstadt nicht zuletzt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

 

Gastronomisch sollen drei Themenrestaurants und drei Poolbars den Besuch in der Havel-Therme zu einem Urlaubstag werden lassen. Schauer: „Die Therme wird nach unserem Konzept ein touristischer Magnet und mehr als nur ein gutes Schlechtwetterangebot für Werder“.

Das Unternehmen Schauer & Co. verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 20 Jahre Erfahrung beim Bau und Betrieb von Bädern.  Schauer betreibt u.a. das größte Bad der Schweiz, das „Aquabasilea“, die Solymar Therme in Bad Mergentheim, die Saarland Therme und seit zehn Jahren das Liquidrom in Berlin. Als größtes Projekt steht aktuell der Bau der Therme Lindau bevor. Das vorhandene Know How konnte das

Unternehmen mit circa 300 Mitarbeitern schon oft unter Beweis stellen.

„Wir sind ein kommunikatives Unternehmen und legen Wert auf Transparenz. Es wird Tage der offenen Baustelle geben, regelmäßige Presserundgänge, um über den Fortschritt zu berichten. Die Lage ist fantastisch, das Team war sofort begeistert und wir würden uns sehr freuen, den Werderanern eine  tolle Therme bauen zu dürfen“, sagt Andreas Schauer. Bislang wurden seine Projekte sowohl im Zeitplan als auch im Rahmen des gesteckten Budgets vollendet. (wsw)

Über Schauer & Co

Die Schauer & Co. GmbH ist aus dem Bieterverfahren zur Fertigstellung der Havel Therme als Sieger hervorgegangen. Nach europaweiter Ausschreibung durch die Stadt Werder hat das Bäder-Unternehmen aus Überlingen am Bodensee das beste Konzept vorgelegt und damit den Bäderausschuss überzeugt. Für rund 28,3 Millionen Euro will Schauer & Co. die Therme am Zernsee mit einem erweiterten Angebot zu Ende bauen. Dazu gehören eine großes Familienbad und eine Seesauna, die nach Überzeugung von Andreas Schauer ein Highlight der Havel Therme darstellen wird. „Wir würden uns freuen, wenn wir auch die Stadtverordneten von unserem Konzept überzeugen können und unser Unternehmen Vertragspartner für die Havel Therme Werder werden“ sagt der Geschäftsführer des Unternehmens. Nach Vorliegen der Baugenehmigung und dem Baustart im Sommer 2019 rechnet er mit einer Dauer von anderthalb Jahren bis zur Eröffnung im Frühjahr 2021.

Das Unternehmen Schauer & Co. verfügt über ein interdisziplinäres Team von mehr als 300 Mitarbei- tern und über 20 Jahre Erfahrung beim Bau und Betrieb von Bädern. Inhaber und Geschäftsführer ist Andreas Schauer. Mit jeweils eigenen Gesellschaften betreibt er unter anderem das größte Bad der Schweiz bei Basel, das „Aquabasilea“, die Solymar Therme in Bad Mergentheim, der größten Kurstadt Baden-Württembergs, die Saarland Therme in der Nähe von Saarbrücken und bereits seit zehn Jahren das Liquidrom in Berlin. Aktuell bereitet das Unternehmen den Neubau der Lindau Therme am Bodensee vor, das bisher größte Projekt von Schauer & Co.

 

Die Therme im Überblick

  • 12 Saunen inkl. Sauna auf einem Schwimmponton auf dem Zernsee
  • Großes Spa mit Hamam & Anwendungsbereich
  • Mehrere Innen- & Außenbecken
  • Sportbecken mit 4 Bahnen
  • erweitertes Familienbad mit Rutschen & Wasserspielen
  • 3 Themenrestaurants
  • 3 Poolbars