Ehrendes Gedenken und Bootstaufe

Blüten auf dem Zernsee: Mit einer Schweigeminute gedachten gestern Abend Vereinsfreunde des Ruderklubs Werder (Havel) und Freunde der verstorbenen Dr. Brigitte Ahrenholz. Die einstige Spitzensportlerin und Olympiasiegerin war langjährige Vereinsvorsitzende der Ruderer. Foto (8): wsw

Werder (Havel), 26. Mai 2018 – „Der Anlass unseres Treffens ist sehr traurig, aber wir können es nicht rückgängig machen – auch wenn wir es noch so sehr wollten. Es ist ein Verlust, der schwer in Worte zu fassen ist“, begrüßte der amtierende Vorsitzende des Ruderklubs Werder (Havel) e.V., Holger Scharf, gestern Abend am Zernsee die Vereinsmitglieder und Freunde von Brigitte Ahrenholz, die sich eingefunden hatten, um die Verstorbene mit einer Gedenkminute zu ehren.

„Schön, dass so viele unserer Einladung zu Lande und zu Wasser gefolgt sind und unsere langjährige Vorsitzende und gute Freundin Brigitte hier ehren, die sich so viele Jahre voller Liebe und Hingabe dem Rudersport und unserem Verein gewidmet hat“, sagte Scharf in Richtung der Menschen, die voller Anteilnahme am Ufer standen – auf dem Wasserweg gekommen waren die mit Vereinsfahne und einer Rose geschmückten Boote mit Ruderern des Klubs – zwei Achter, ein Sechser und drei Vierer. Er erinnerte auch an die sportlichen Erfolge von Brigitte Ahrenholz und ihre Arbeit für den Verein, in dem sie nicht nur ihre Erfahrungen an die Jugend weitergegeben hätte, sondern auch den Vorsitz mit großem Engagement ausführte. „Einen großen Teil der Vorbereitung der Ruderbundesliga in Werder und des 100-jährigen Vereinsjubiläums in diesem Jahr haben wir Brigitte zu verdanken“, so Scharf. „Brigitte, Du fehlst uns. Wir haben nicht nur unsere Vorsitzende verloren, sondern einen liebenswerten, hilfsbereiten und aufopferungsvollen Menschen, dem der Verein so viel zu verdanken hat”. Mit einer Schweigeminute wurde der Verstorbenen gedacht, zu klassischer Musik wurden schließlich viele Blumen und Blütenblätter ins Wasser des Zernsees gegeben.

Am Vereinshaus Werderwiesen wurde anschließend ein neues Boot für die Jugend getauft. Holger Scharf wünschte dem Boot eine pflegliche und würdevolle Behandlung und immer “eine Handbreit Wasser unterm Kiel”, bevor er das Boot mit Havelwasser auf den Namen „Rohrweihe“ taufte. „Den Namen hat unsere Brigitte ausgesucht“, so Scharf. Ahrenholz hat auch einen großen Teil des teuren Bootes finanziert. Mit dem dreifachen Schlachtruf der Ruderer “Hakemakuja – killewauwau“ wurden dem Boot viele sportliche Erfolge gewünscht. (wsw)


Hier haben wir über die kommenden Veranstaltungen der Ruderer berichtet – am 2. und 3. Juni findet das jährliche German Masters statt. Am Mittwoch, dem 6. Juni, wird das Landesfinale  zum Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ ausgetragen und das absolute Highlight wird schließlich der erste Besuch der Ruderbundesliga an der Regattastrecke am 9. Juni 2018 sein.