Ein Besuch in der Welt der analogen und digitalen Medien 

Wer auf der Suche nach einem Buch, einer DVD oder einem Hörspiel ist, wird in der Stadtbibliothek von Werder garantiert fündig.

Birgit Mücke ist die Leiterin der Stadtbibliothek Werder (Havel), Foto: wsw

Werder (Havel), 1. Februar 2019 – Wir kennen alle unsere Stadtbibliothek, die 1917 von Dr. Rietz, einem ehemaligen Lehrer der Carl von Ossietzky Oberschule, gegründet wurde. Alles begann damit, dass er in der Oberschule ein Bücherregal „gegen die Verrohung der heranwachsenden Jugend“ aufstellte und die Schüler sich dort gegen Geld eine bestimmte Anzahl von Büchern ausleihen konnten. 

„Heute besitzt die Bibliothek ungefähr 27.695 Medien insgesamt. Dazu zählen allein 22.310 Bücher und Zeitschriften sowie 170 Brettspiele. 5.215 digitale Medien kann man sich ebenfalls ausleihen“, verrät uns Bibliotheksleiterin Birgit Mücke. Was ganz modern ist, ist das sogenannte „Onleihe“. Das bedeutet, dass man sich bequem von zu Hause E-Books usw. ausleihen kann. 

Jedes Jahr bekommt die Bibliothek rund 3.000 neue Bücher. Letztes Jahr waren es 2.733. Die Bücher kaufen, einfolieren, in die Datenbank eintragen, prüfen, ob alle ausgeliehenen Medien pünktlich zurückgegeben wurden und diese dann wieder einsortieren, Veranstaltungen organisieren etc. sind alles Aufgaben, die auch außerhalb der Öffnungszeiten getan werden müssen. Das muss aber Birgit Mücke nicht alles alleine machen, da sie noch zwei Kolleginnen hat. 

Insgesamt finden in der Bibliothek 135 Veranstaltungen im Jahr statt, von denen nur wenige für Erwachsene sind, wie z.B. Lesungen. Aber welche Veranstaltungen finden im Jahr am häufigsten statt? „Natürlich sind es die Bibfit-Veranstaltungen, wo die Kinder aus den Kitas alles Wissenswerte über die Bibliothek auf spielerische Art und Weise lernen und nach ihrer ‚Abschlussprüfung‘ die Chance auf einen richtigen Bibliotheksausweis haben“, antwortet Birgit Mücke.

Solch einen Ausweis kann man für Kinder unter 18 Jahren und Empfänger von Sozialleistungen, kostenlos beantragt werden. Für  Auszubildende kostet der Ausweis drei Euro und für Erwachsene sechs Euro. Ein Sonderangebot bekommen Paare, die eine Paarkarte für nur 10 Euro bekommen können. Aber diese Einnahmen reichen noch lang nicht, um die Bibliothek zu finanzieren. Die Stadt übernimmt mehr als den Großteil der Finanzierung und kümmert sich auch um die Miete und die Nebenkosten. 

Die Uhrzeit, an der die meisten Besucher kommen, ist um 15 Uhr, da da die Schulen und Kitas zu Ende sind. Am ersten Samstag im Monat hat die Bibliothek ebenfalls geöffnet und da kommen sehr viele Familien. (Carolina und Yannick)