Ein Kurzinterview mit Pfarrerin Andrea Paetel

Werder (Havel), 1. März 2021 – Nach acht Jahren im Dienst verlässt Pfarrerin Andrea Paetel die evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel). Heute wird Andrea Paetel ihren Dienst in der Kirchengemeinde Konradshöhe-Tegelort antreten. Mit einem Gottesdienst um 14 Uhr wird sich die Werderaner Kirchengemeinde am Palmsonntag, dem 28. März, von ihrer Pfarrerin verabschieden. 

Frau Paetel, welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Zeit in Werder?
Werder ist eine deutlich erkennbar schnell wachsende und sich entwickelnde Stadt in den zurückliegenden Jahren. Und hier sind wir als Kirchengemeinde und hier war ich als Person und Pfarrerin ein Teil davon. Ich habe gern mitgestaltet z.B. in der Entwicklung unserer Liegenschaften, wo wir uns z.B. in Glindow über die Gestaltung der Ton-und Grubenlandschaft am Erdebergsee freuen. Die Gewässerlandschaft, die gute Anbindung an meine Heimatstadt Berlin, die Feste, die kulinarischen Genüsse. Und ich erinnere mich gerne daran, dass wir von hier aus als Frauen aus der Kirchengemeinde aufgebrochen sind zum Pilgern an verschiedene andere Orte, bis nach Wittenberg.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer neuen Tätigkeit besonders?
Besonders freue ich mich auf den kirchengemeindeeigenen Kindergarten.

Werden Sie Werder (Havel) vermissen?
Ich werde viele Menschen vermissen. Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, und mit denen wir unterwegs waren im Aufbau und der Weiterentwicklung von unserer Kirchengemeinde in Werder. Ich erinnere mich an viele Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. An die Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie an die vielfältigen Aufgaben in dieser großen Kirchengemeinde. Diese Erinnerungen sind sehr vielfältig in ihrer Fröhlichkeit, in der gemeinsamen Trauer und manchem kleinen Ärger. Zum Glück kann ich ja Ausflüge hierher unternehmen und manche Wege finden, ohne die Stadt als solche zu schmerzhaft zu vermissen.

Möchten Sie der evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel) noch etwas mitteilen?
Ich wünsche meiner Kirchengemeinde hier in Werder, dass sie immer für die Menschen da ist. Dabei fröhlich bleibt und dass sie als die Kirche in Jesu Christi mit ihren Aufträgen in der Verkündigung, im Amt, in der Mission und den seelsorgerlich-diakonischen Aufgaben beweglich bleibt und über ihre Visionen miteinander immer wieder neu ins Gespräch kommt. Des Weiteren wünsche ich der Gemeinde, dass sie sichtbar ist über die beiden Kirchtürme hinaus, hineinwirkt in die Stadt und dass sie ein selbstverständlicher Teil ist im Gemeinwesen. Das wünsche ich auch der Stadt.

Vielen Dank für das Gespräch!

Seit Mai 2020 teilt sich das Pfarrerpaar Linda und Nikolai Jünger eine Pfarrstelle in Werder (Havel). Zuvor besetzten sie für vier Jahre zwei volle Pfarrstellen in Wittstock. Dadurch war die Zeit für die gemeinsame Tochter sehr gering. Deshalb wechselten Linda und Nikolai Jünger im Frühjahr des vergangenen Jahres in die Blütenstadt und bezogen das Pfarrhaus auf der Insel. 

Ab März werden Linda und Nikolai Jünger zunächst für die Zeit der unbesetzten Stelle von Pfarrerin Andrea Paetel beide Pfarrstellen der Kirchengemeinde führen. 

Die evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel) umfasst 3200 Mitglieder mit zwei Predigtstellen. (wsw)