Eine ganz besondere Stadt

Neues Werderbuch erschienen

Werder (Havel), 16. Dezember 2020 – Zu den zahlreichen Veranstaltungen aus Anlass des 700-jährigen Stadtjubiläums von Werder im Jahre 2017 gehörte auch eine Tagung von Landeshistorikern auf der Bismarckhöhe. Die Tagung wurde von der Brandenburgischen Historischen Kommission, dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg im Zusammenwirken mit der Stadt veranstaltet. 

Von vornherein war geplant, diese Vorträge in überarbeiteter und erweiterter Form als Buch zu veröffentlichen. Anderweitige Beanspruchungen einzelner Beteiligter haben dazu geführt, dass der Band, anders als zunächst geplant, erst jetzt, drei Jahre nach dem Jubiläum, erscheint. An Aktualität hat er freilich nichts eingebüßt; für viele Jahre wird er die maßgebliche Darstellung zur Geschichte Werders auf wissenschaftlicher Grundlage bleiben.

Fünf Beiträge behandeln in zeitlicher Abfolge die Entwicklung Werders von der urkundlichen Ersterwähnung im Jahre 1317 bis zum Ende der DDR. Die Einleitung des Herausgebers Klaus Neitmann führt in die Thematik ein, ein Anhang mit historischen Karten von Werder aus dem 19. und 20. Jahrhundert beschließt den Band. 

Von besonderem Interesse für viele Werderaner, die diese Zeit noch bewusst erlebt haben, dürfte die umfangreiche Darstellung von Burghard Ciesla über Werder im Sozialismus sein. Mit 139 Seiten (!) nimmt sie allein mehr Raum ein als die übrigen vier Beiträge – eine bewusste Entscheidung von Herausgeber und Autor.

Die Stadt hat den Druck des Bandes finanziell gefördert, die Bürgermeisterin ein Geleitwort beigesteuert. Seit Anfang Dezember liegt es vor und ist über den Buchhandel zu beziehen. Der Lukas Verlag hat das Buch in gewohnter Qualität ausgestattet, Festeinband, Fadenheftung, Kunstdruckpapier und hervorragende Qualität der insgesamt 96 Farb- und Schwarzweißabbildungen. (h.r.)

Klaus Neitmann (Hg.), Eine ganz besondere Stadt. 700 Jahre Werder (Havel) im Rahmen der brandenburgischen Landesgeschichte. (Studien zur brandenburgischen und vergleichen- den Landesgeschichte 22) Berlin (Lukas Verlag) 2020, 309 S., 25 Euro.