Eine Ruderfahrt, die ist lustig …

Die Wanderfahrt der Ruder AG der Fichtenwald Schule Berlin ging bereits zum achten Mal nach Werder.

Werder (Havel), 16. August 2019 – Als wir gestern früh um 9.30 Uhr auf dem Gelände des Ruder-Klub Werder (Havel) ankommen, ist das Frühstück schon in vollem Gange. 20 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Fichtenberg Oberschule – Gymnasium in Steglitz-Zehlendorf sitzen gemeinsam mit drei Lehrerinnen und zwei Oberschülern auf den Bänken und lassen sich ihre Brötchen schmecken. Sie sind alle Mitglieder der Ruder-AG und haben einen Tag zuvor die 25 Kilometer lange Strecke vom Kleinen Wannsee bis in unsere Blütenstadt auf dem Wasser zurückgelegt. Vier Gigruderboote vom Typ B liegen auf dem Rasen und warten auf ihren nächsten Einsatz, der die Truppe heute wieder zurück nach Berlin führt. “Bereits zum achten Mal führt uns unsere Ruder-Wanderfahrt nach Werder”, erklärte uns Edelgard Reifner.

Edelgard Reifner (Mitte) mit ihren zwei Nachfolgerinnen

20 Jahre lang hat Edelgard Reifner die Ruder AG der Fichtenberg Oberschule – Gymnasium in Steglitz-Zehlendorf geleitet und die beliebten Schülerfahrten ins Leben gerufen. Heute ist sie nur noch “zum Spaß” dabei und übergibt die Verantwortung peu à peu an ihre zwei Nachfolgerinnen. Was mit fünf aktiven Schülerinnen und Schülern begann, ist heute eine 60-Mann-starke AG, die bereits zahlreiche Erfolge bei Regatten einfahren konnte. Der Stützpunkt der AG befindet sich am Kleinen Wannsee. Der SRVaW – Schülerinnen Ruderverband am kleinen Wannsee e.V ist ein Verein für Schülerinnen und Schüler der Berliner Schulen und dort trainiert auch die AG der “Fichte”. Immer samstags von 10 bis 14 Uhr geht es von hier aus raus aufs Wasser. “Wir fahren auch bei Regen, nur gewittern sollte es nicht”, so Edelgard Reifner.

Ein Highlight im AG-Kalender ist auch immer die gemeinsame Wanderfahrt, an der die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse teilnehmen. Die 25 Kilometer lange Fahrt von Berlin nach Werder dauerte etwa sechs Stunden und kostete die Schülerinnen und Schüler einiges an Kraft. Insgesamt finden sechs Personen in den Booten Platz: vier, die rudern, ein Steuermann und ein sogenanntes “Kielschwein”, das einspringt, wenn ein Ruderer ausgewechselt werden muss. Auf dem Gelände des Ruder-Klub Werder (Havel) bauten die Schüler ihre Zelte auf, während die Betreuer im Klubgebäude nächtigten. Neben Federballspielen und einem Grillabend, den die Schüler selbstständig organisierten, war der Ausflug gestern in den Kletterwald nach Klaistow ein toller Höhepunkt der kurzen Reise.

Zum Glück spielte das Wetter bei der Hinfahrt nach Werder mit. Die vier Boote, die alle jeweils über zehn Meter lang sind, tragen die klangvollen Namen Stechlin, Löcknitz, Sakrow und Paretz und sind eine echte Augenweide. Sie sind zwar schwerer und dadurch auf dem Wasser langsamer als die modernen Boote aus Kunststoff, aber laut Reifner “Boote für die Ewigkeit”. In dem AG-Bestand befinden sich sogar noch vier Boote aus dem Jahr 1923!

Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Betreuerinnen und Betreuer genossen den Aufenthalt hier in unserem idyllischen Werder sehr. Dass es im nächsten Jahr wieder nach Werder geht, steht jetzt schon fest! Wir wünschen der AG heute eine angenehme Rückfahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel. (wsw)