Ende der Gerhard-Gisevius-Ausstellung 

Werder (Havel), OT Glindow, 22. Juni 2018 – Die Ausstellung über den Maler Gerhard Gisevius (1879–1962) im Heimatmuseum Glindow ist nur noch kurze Zeit zu sehen. Der Heimatverein hat ihn damit in Glindow, wo er von 1912 bis zu seinem Tod 1962 lebte und wirkte, geehrt und in Erinnerung gebracht. Viele Besucher nahmen sich Zeit für die Präsentation, für Gespräche und zum Blättern in den ausgelegten Handouts mit Dokumenten aus seinem Leben. Überraschend war, dass immer wieder Leihgaben für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Es kamen nicht nur Bilder zurück, sondern auch die Geschichten, wie die Bilder zu ihren Besitzern kamen: als Auftragsarbeit, als Zahlungsmittel für Handwerker und Rechnungen, als Dank, Freundschaftsdienst oder Geschenk … Manch einer erfuhr erst durch die Ausstellung, was für ein Bild bei ihm zu Hause hängt. Gisevius hat besonders mit seinen Arbeiten über Glindow Zeitzeugnisse hinterlassen und ein Stück Heimatgeschichte konserviert. Aber auch mit seinen Werken von der Nordsee oder mit den Gebirgsbildern hat er sich einen Namen gemacht. Unzählige Zeichnungen fanden sich in seinem Nachlass, die erstmals öffentlich gezeigt wurden. Gerhard Gisevius Name ist endlich präsent und nicht länger vergessen. 


Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Juli, jeweils samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr oder auf Anmeldung im Heimatmuseum Glindow zu sehen. Bei der Finissage am Sonntag, den 1. Juli, können einige Zeichnungen in der Zeit von 11 bis 17 Uhr käuflich erworben werden. Zum Kirsch- und Ziegelfest (6. bis 8. Juli) werden die Ausstellungsräume des Heimatmuseums umgestaltet. Die zweigeteilte Folgeausstellung beinhaltet die Geschichte des Hauses und des Heimatvereines sowie die Fotoausstellung „Natur im Fokus“, u. a. mit den Siegern des Fotowettbewerbes zum Kirsch- und Ziegelfest. Abgabetermin ist ab sofort bis zum 30. Juni im Heimatmuseum. (b.w./wsw)