Endspurt ADFC Fahrradklima-Test 2018

Wie fahrradfreundlich ist Brandenburg? Noch bis Ende November 2018 findet zum achten Mal die bundesweite Zufriedenheits-Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) statt.

Werder (Havel), 12. November 2018 – Erst 19 Meldungen für den aktuellen ADFC Fahrradklima-Test 2018 gibt es aus der Blütenstadt. Damit fehlen noch mindestens 31 Teilnehmer. Das berichtet der ADFC Brandenburg e. V. in einer Mitteilung.

Wie fahrradfreundlich ist Brandenburg? Noch bis Ende November 2018 findet zum achten Mal die bundesweite Zufriedenheits-Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) statt. Der ADFC Brandenburg ruft alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die
Fahrradfreundlichkeit der Städte und Gemeinden im Land zu bewerten. Die Umfrage dauert ca. zehn Minuten, es kann online abgestimmt werden: www.fahrradklima-test.de .

Mitmachen kann jede Person, die Rad fährt, egal ob sie ADFC-Mitglied ist oder nicht. Die Bewertung besteht aus einem Fragebogen mit 32 Punkten, von der Wegequalität der Radwege bis zur Frage, ob das Radfahren in der Stadt eher als entspannt oder stressig empfunden wird.

ADFC-Landesvorsitzender Stefan Overkamp sagt: „Der Fahrradklima-Test gibt den Kommunen klare Rückmeldung darüber, wie die Menschen die Situationen auf dem Fahrrad wahrnehmen und was sie stresst. Wenn die Menschen das Radfahren als komfortabel und sicher empfinden, dann nutzen sie das Rad bei jeder Gelegenheit – das wissen wir aus Studien und Vorbildstädten. Besonders interessiert uns in diesem Jahr die
Generationenfrage: Können auch Familien mit Kindern oder Ältere problemlos mit dem Rad unterwegs sein? Deshalb haben wir einige Zusatzfragen zum Thema Familienfreundlichkeit gestellt.“

Die Umfrage

Bei der Online-Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2018 werden 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Familien mit Kindern sicher anfühlt. 2016 haben bundesweit mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Situation in 539 Städten und Gemeinden beurteilt.
2018 will der ADFC die Beteiligung noch einmal deutlich erhöhen. An der Umfrage teilnehmen können alle – egal, ob sie jung oder alt sind, viel oder wenig Rad fahren, mit dem Rad zum Job pendeln oder lieber veloflanieren. Besonders erwünscht sind auch die Rückmeldungen von Kindern und Jugendlichen – bei Bedarf gern mit Unterstützung von
Erwachsenen! Je vielfältiger die Teilnehmenden sind, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.

Aktuelle Zahlen aus Brandenburg

Der letzte Fahrradklima-Test des ADFC fand vor zwei Jahren statt. 2016 bewerteten insgesamt 3.869 Radfahrende das Radklima in Brandenburg
(bundesweit über 120.000).

Laut Zwischenstand vom 5. November haben 15 Kommunen in Brandenburg die Mindestzahl von 50 bzw. 75 Teilnehmern erreicht, die für eine Berücksichtigung bei der Auswertung notwendig ist. Darunter sind die Großstädte Potsdam und Cottbus (Zahlen unten). „Wir freuen uns, dass bereits über 3.000 Radfahrende in Brandenburg am Fahrradklima-Test teilgenommen haben. Um die Datenqualität zu verbessern, benötigen wir aber noch mehr Personen, die sich an der Umfrage beteiligen. Außerdem fehlen in 13 Städten, die 2016 in der Wertung waren, noch Teilnehmer, um auch in diesem Jahr in die Wertung zu kommen“, sagt Stefan Overkamp, Landesvorsitzender vom ADFC Brandenburg. Die große Befragung habe schon in der Vergangenheit bei vielen Verantwortlichen in der Kommunalpolitik und in den Stadtverwaltungen das Bewusstsein für den Radverkehr geschärft, so Overkamp weiter. (wsw)


Wie funktioniert der Fahrradklima-Test?
Der Online-Fragebogen kann mit dem PC, dem Tablet oder auf dem
Smartphone auf www.fahrradklima-test.de ausgefüllt werden. Die 32 Fragen lassen sich in zehn Minuten beantworten. Falls eine Frage auf die eigene Gemeinde nicht zutrifft – etwa, weil es keine Einbahnstraßen oder Ampeln gibt -, kann man die Frage auch unbeantwortet lassen. Am Schluss der Umfrage ist Platz, um Anmerkungen und Hinweise auf lokale Probleme einzutragen. Diese werden nach Abschluss des Projekts an die zuständige Stadtverwaltung weitergeleitet.
Wer in mehreren Städten und Gemeinden mit dem Rad unterwegs ist und eine gute Ortskenntnis besitzt, kann die Infrastruktur in mehr als nur einem Ort bewerten.
Die Umfrage läuft noch bis zum 30. November 2018. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.