Erinnern und bewahren: Rundgang über die Insel

Werder (Havel), 4. September 2018 – Im Rahmen der Aktionswoche Weltoffenes Werder lädt die Werderaner Arbeitsgruppe „Erinnern und Bewahren“ am morgigen Mittwoch, 5. September, zu einem Rundgang über die Werderinsel ein. Besucht werden Häuser und Wohnungen ehemaliger jüdischer Einwohner Werders. Der Rundgang dauert, wie Joachim Thiele von der Arbeitsgruppe Erinnern und Bewahren mitteilte, nebst Erläuterungen rund eineinhalb Stunden. Treffpunkt ist um 19 Uhr am Stadtplan vor der Inselbrücke. (wsw)

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Die Arbeitsgruppe „Erinnern und Bewahren“ in Werder (Havel) hat über mehrere Jahre das Schicksal jüdischer Einwohner der Stadt Werder in der NS-Zeit recherchiert. Daraus ist im Lukas-Verlag ein Gedenkbuch für die Stadt Werder und ihre Ortsteile mit dem Titel  „Jüdische Schicksale“ entstanden, Herausgeber ist Prof. Hartmut Röhn.
Das Gedenkbuch rekonstruiert und dokumentiert die Schicksale der jüdischen Einwohner der Stadt Werder und ihrer Ortsteile in der Zeit der NS-Diktatur von 1933 bis 1945. In einer ausführlichen Einleitung werden die Grundzüge der NS-Judenverfolgung in Nazi-Deutschland und in Werder dargestellt. Der umfangreiche biographische Teil des Gedenkbuchs widmet sich den Schicksalen der mehr als hundert jüdischen Einwohner, die entweder deportiert und ermordet oder in die Emigration getrieben wurden. Ihm liegen umfangreiche Recherchen in staatlichen, kommunalen und privaten Archiven im In- und Ausland sowie zahlreiche Kontakte mit Spezialisten und Zeitzeugen zugrunde.