Es läuft wie am Schnürchen – Begehung der Thermen-Baustelle

Werder (Havel), 1. November – Am Mittwoch Abend trafen sich die Ausschussmitglieder des Badausschusses und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung an der Haveltherme um sich ein Bild über den derzeitigen Stand, den Fortschritt am Bau und die weiteren zeitlichen Planungen zu machen. Andreas Schauer begrüßte die Gäste, bevor er bei dem anschließenden Rundgang Frage und Antwort stand.

In den letzten Monaten wurde der Anbau für den zusätzlichen Familienbereich und der Außenbereich mit Saunengarten maßgeblich vorangetrieben. Außerdem wurden die Kapazitäten für den Umkleidebereich erweitert, wodurch eine weitere Sonnenterrasse mit Havelblick entstand.

Auch aus dem neu angebauten Familienbereich genießt man den Blick aufs Wasser. Als Highlight wird ein Cabrio-Dach eine Fläche von rund 80 Quadratmetern über einem Mehrzweckbecken freigeben, wenn das Wetter es im Sommer zulässt. Wildbach, Breitrutsche innen und zwei Rutschen, die außen am Gebäude entlang gehen und Kleinkinderbecken lassen keine Wünsche für Familien offen. Dieser Bereich gehört zum Sportbadbereich und bietet mit dem Mehrzweckbecken und dem Sportbecken Kapazitäten für das Schul- und Kitaschwimmen.

Auf Wunsch der Stadt wurden nun auch zum ersten Mal konkretisierte Bilder der Saunen-Landschaft vorgestellt. Insgesamt 14 Saunen werden sowohl im Innen- als auch Außenbereich das größte Angebot im Berliner und Brandenburger Umland schaffen. Eine Alhambra- Eventsauna bietet mit Showaufgüssen Platz für bis zu 150 Besuchern gleichzeitig. Wer lieber im kleineren Rahmen schwitzt, kann dies in den 13 anderen klassischen Saunen und Dampfbädern tun.

Besonders beeindruckend sind die technischen Anlagen, die rund ein Viertel des gesamten Gebäudes einnehmen. Die Pumpentechnik des Vorgängers wurde teilweise übernommen, jedoch ausgebaut, zur Generalüberholung an den Hersteller zurück gesendet und um weitere Technik ergänzt. Allein im Wildbach bewegen die Pumpen rund zwei Millionen Liter je Stunde und das ist nur ein Bruchteil des Volumens, das in der gesamten Therme zusammen kommt. 

Ein ausgeklügeltes Wärmerückgewinnungssystem sorgt dafür, dass keine Wärme ungenutzt entweicht. So werden beispielsweise die Böden in den Saunen durch kaltes Wasser gekühlt, welches dann in erhitzter Form dafür sorgt, die Wege in den Wintermonaten eisfrei zu halten. Auch das eigens erbaute Blockheizkraftwerk bietet ideale Grundvoraussetzungen für einen Energieeffizienten Betrieb und versorgt die Therme sowohl mit Wärme als auch Energie.Der Rutschenturm wird ebenfalls beheizt sein um sowohl kleinen als großen Rutschenfreunden im Winter einen warmen Aufstieg zu ermöglichen. 

Der Controlingbericht der Firma PST, der anschließend im Badausschuss ausgewertet wurde, ist durchweg positiv. Die Fortschritte bewegen sich im geplanten Zeitrahmen, alle vertraglich vereinbarten Komponenten befinden sich in Umsetzung und die Zusammenarbeit mit der schauer & co sei transparent. Damit es auch zukünftig so weiter geht, wurden bereits Zuschläge für die großen Gewerke, wie Fliesen, Sanitär, Elektrik, Saunen und viele weitere erfolgreich vergeben. Die Unternehmen sind getaktet, wie ein Uhrwerk und warten auf den Startschuss der einzelnen Baumaßnahmen. Der kürzlich eingetroffenen Baugenehmigung für den Parkplatz, folgt dann hoffentlich auch bald die positive Rückmeldung zum Thema Seesauna, für die noch im November die Beantragungsunterlagen eingereicht werden sollen. 

Die Zeichen für den vom Zeitplan gesetzten Eröffnungstermin im April 2021 stehen auf positiv. Bereits ab Februar 2021 sollen Regulierungsarbeiten und der anschließende einmonatige Probebetrieb beginnen, bei dem dann die circa 120 Vollzeit-Mitarbeiter mit den Abläufen vertraut gemacht werden, bevor die ersten Gäste Straßenschuhe gegen Badelatschen tauschen und eintauchen in die neue Entspannungs-Oase in Werders Havelauen.(wsw)