Express-Start ins Berufsleben

Gleich zwei regiobus-Azubis schlossen vorzeitig die Lehre ab

v.l.: Hans-Jürgen Hennig (Geschäftsführer regiobus), Maik Wiewiorra und Jan-Lucas Müller

Potsdam-Mittelmark – Jan-Lucas Müller und Maik Wiewiorra sind glücklich: Ein halbes Jahr eher als regulär haben sie den Facharbeiter in der Tasche, den vollen Lohn auf dem Konto und keine Klassenarbeiten mehr, für die gebüffelt werden muss. 

„Ja, die anderen sind schon etwas neidisch“, schmunzelt der frisch gebackene regiobus-Fahrer Müller. Stolz kann er nun sagen, dass er mit seinen 19 Jahren der jüngste Fahrer der regiobus ist. Hinter ihm und seinem Kollegen liegt eine monatelange Fleißarbeit. Sie hat sich gelohnt. 

Zum Facharbeitergehalt gibt es nun auch noch eine satte Prämie für die geleistete Arbeit und nicht zuletzt den herzlichen Dank des regiobus-Geschäftsführers Hans-Jürgen Hennig: „Respekt vor dieser Leistung! Meinen herzlichen Glückwunsch und Dank sowie viel Spaß bei der Arbeit.“ Das Strahlen der beiden jungen Mitarbeiter lässt hier keine Zweifel aufkommen: Sie freuen sich auf ihren Traumberuf.

Schon seit der 9. Klasse ist für Jan-Lucas Müller klar – er will Busfahrer werden. Nach Schülerpraktikum und Lehre auf seinem Heimatbetriebshof in Werder (Havel) freut er sich jetzt aufs Fahren. Seine Lieblingslinie? Natürlich die 580er, eine der längsten Überlandlinien der regiobus und eine der ersten PlusBus-Linien. Sie durchquert fast den ganzen Landkreis auf ihrer Tour zwischen Potsdam und Bad Belzig.

Maik Wiewiorras Weg war nicht so gradlinig. Nach einem Umweg über die Lehre zum Lokführer packte ihn dann doch sein Ursprungstraum – Busfahrer. „Ich wollte mit Technik und Menschen arbeiten. Zu regiobus zu gehen, habe ich nicht bereut. Die Lehre ist toll und die Kollegen sind einfach super. Egal auf welchen Betriebshof man kommt – man hilft sich. Das ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, schwärmt der 21-jährige. Seine praktische Ausbildung absolvierte er auf dem Betriebshof in Stahnsdorf. Seine Kollegen freuen sich, ihn nun fest im Team zu haben. Wiewiorras Lieblingslinie ist die 625. Sie führt am Haus seiner Eltern vorbei.

Letztlich kann er den Dank des Geschäftsführers nur an diesen zurückgeben: Nicht jedes Unternehmen unterstützt seine Azubis darin, eher auszulernen, weiß er aus den Gesprächen in der Berufsschule. Perspektivisch kann sich der Teltower auch vorstellen, sich innerhalb des Unternehmens weiter zu qualifizieren. So mancher Einsatz- oder Betriebshofleiter begann als Fahrer im Unternehmen. Aber das sind Zukunftsgedanken. Jetzt genießen die beiden Express-Azubis erst einmal ihre neu gewonnene Freiheit ohne Büffeln am Nachmittag. (a.l.)