Fahrradbrücke ab 6. September gesperrt

Grund sind die laufenden Bauarbeiten für eine neue, breitere und bodengleiche Fahrradbrücke

Werder (Havel) / Potsdam, 3. September 2021 – Ab dem kommenden Montag ist die Fahrradbrücke zwischen Werder (Havel) und Potsdam für den Fahrrad- und Fußverkehr gesperrt. Grund hierfür sind notwendige Arbeiten, die für den Bau der neuen Fuß- und Radwegbrücke über den Großen Zernsee zwischen Potsdam und Werder erforderlich sind.

Auf der Potsdamer Seite werden ab 7. September 2021 Baugruben ausgehoben und das alte Brückenwiderlager der Bahnbrücke abgerissen. Ab dem 20. September 2021 finden auf der Werderaner Seite Erdbauarbeiten statt, bei denen auch Großbohrgeräte zum Einsatz kommen.

Ab Montag, 6. September 2021, bis mindestens zum Ferienende am 24. Oktober 2021, ist daher die Überquerung der Bahnbrücke für den Fuß- und Radverkehr nicht möglich. Zum gesperrten Bereich gehören auch die Zuwegungen zur Brücke. Von Werder kommend ist der Weg ab Adolf-Damaschke-Straße am Parkhaus gesperrt; aus Richtung Potsdam, OT Golm, ist der Zugang ab der Werft am Galliner Damm nicht begehbar. Der Weg von Wildpark-West kommend ist ab dem Seesteig gesperrt. Eine Querung unter der Bahnbrücke hindurch ist ebenfalls nicht möglich.

Je nach Baufortschritt und Situation vor Ort wird nach den Herbstferien geprüft, ob eine Öffnung zu den Wochenenden im weiteren Verlauf bis Weihnachten möglich ist.
Die Landeshauptstadt bittet dringend darum, dass den Beschilderungen aus Sicherheitsgründen voll entsprochen wird. Bei den letzten Sperrungen der Zuwegungen im Juni und Juli dieses Jahr kam es zu gefährlichen Situationen auf der Baustelle, da sich Radfahrende und zu Fuß gehende nicht an die Absperrungen hielten.

Die Rad- und Fußwegbrücke über den Großen Zernsee ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt, der Stadt Werder (Havel) und der Gemeinde Schwielowsee. Die neue Brücke soll parallel und südlich zur vorhanden Brücke der Deutschen Bahn AG verlaufen. Sie wird den heute vorhandenen und viel zu schmalen Gangsteg auf der Bahnbrücke ersetzen. Auch die Treppentürme wird es zukünftig nicht mehr geben. Die Brücke wird als leichte Stahlkonstruktion aus einem dreifeldrigen Stahlüberbau mit einer Gesamtstutzweite von 110 Metern bestehen. Es ist geplant, die Geh- und Radwege zur Brücke im Zweirichtungsverkehr in drei Metern Breite mit Beleuchtung auszubauen.

Mit den Planungen für dieses umfangreiche Projekt wurde im September 2017 begonnen. Nach Abschluss der Entwurfsplanung konnte im Februar 2019 mit der Genehmigungsplanung begonnen werden. Die Genehmigung und damit das Baurecht liegen nach Klärung mit allen Beteiligten und den Lösungen für die vielfältigen Genehmigungserfordernisse seit September 2020 vor. Gefördert wird das Projekt als eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes (SUW) durch Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Förderprogramm für “Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR) – Infrastruktur“. Bei dem Förderprogramm sind bis zu 80% der förderfähigen Kosten zuwendungsfähig. Die übrigen Kosten sind anteilig durch Eigenmittel der beteiligten Kommunen zu decken. Derzeit wird von ca. 8,8 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen. In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Baukosten und Kosten für die Wegeanbindungen auch Kosten für Planung und Baugrunduntersuchungen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Die Fertigstellung ist derzeit für Mitte 2022 geplant.

(lp, wsw)