Ferienjobs: Was müssen Unternehmen beachten?

Potsdam, 26. Juni 2018 – Die Sommerferien rücken näher und in vielen Betrieben wird die Frage aktuell, was bei der Beschäftigung von Schülern und Studenten als Aushilfen im Betrieb zu beachten ist. Um Jugendliche und Kinder vor übermäßigen Belastungen zu schützen, müssen Arbeitgeber in erster Linie die Vorschriften zum Arbeitsschutz berücksichtigen.

Jugendliche ab 15 Jahren dürfen zwar mit Erlaubnis der Eltern in den Schulferien bis zu 20 Arbeitstage arbeiten. Es gelten jedoch einige Rahmenbedingungen, zum Beispiel dürfen Schüler bestimmte gefährliche und schwere Tätigkeiten nicht übernehmen. Die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit ist, von Ausnahmen abgesehen, von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr, höchstens 8 Stunden am Tag. Ausnahmen hinsichtlich der erlaubten Arbeitszeit können zum Beispiel für Gaststätten und Bäckereien gelten.

Um Probleme und Ärger zu vermeiden, müssen auch solche vorübergehenden Beschäftigungsverhältnisse korrekt angemeldet und abgerechnet werden. Schüler, die einen „echten“ Ferienjob (nur während der Ferien) ausüben, sind in der Regel sogenannte „kurzfristig Beschäftigte“. Die kurzfristigen Beschäftigungen sind sozialversicherungsfrei. Ein Steuerabzug erfolgt meistens ebenfalls nicht. Jeder Ferienjob muss vom Arbeitgeber bei der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an- und abgemeldet werden. (t.b./wsw)


Weitere praktische Hinweise und Hilfestellungen finden interessierte Arbeitgeber im aktuellen Merkblatt „Ferienjobs / Beschäftigung von Schülern und Studenten“ der IHK Potsdam auf www.ihk-potsdam.de.