Gedenken an Opfer der Pogromnacht

Bürgermeisterin Manuela Saß hat am 9. November der verfolgten und ermordeten jüdischen Einwohner von Werder (Havel) gedacht.

Werder (Havel), 10. November 2020 – Bürgermeisterin Manuela Saß hat zum Jahrestag der Pogromnacht der verfolgten und ermordeten jüdischen Einwohner von Werder (Havel) gedacht:

„Repressionen gegen Juden hat es mit zunehmender Brutalität bereits seit dem Machtantritt der Nazis gegeben. Mit dem 9. November 1938 bekam der Terror eine neue Qualität, der Weg in den Holocaust war vorgezeichnet.

Auch in Werder (Havel) war es am 10. und 11. November 1938 zu massiven Ausschreitungen gegen jüdische Einwohner gekommen. Privathäuser und Geschäfte wurden geplündert und zerstört, die Bewohner verhöhnt, bedroht und eingeschüchtert.

Mehr als hundert jüdische Einwohner aus Werder sind in der Nazizeit in die Emigration getrieben, deportiert oder ermordet worden. Für viele von ihnen endete der Weg in Konzentrationslagern.

Die freiheitlichen Grundwerte, die wir heute leben, sind verletzlich. Auch in der Gegenwart müssen wir uns deshalb gegen Verunglimpfung, Ausgrenzung, Antisemitismus, Rassismus und Rechtsradikalismus zur Wehr setzten, und das nicht nur an einem Gedenktag wie diesem.“ (wh)