Gedenkkonzept in die Ausschüsse verwiesen

Werder (Havel), 17. Dezember 2018 – „Erinnerungskultur heißt, sich zu erinnern, um Lehren für das Leben zu ziehen“, sagte Peter Hinze für seine Fraktion Die Linke in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Leider sei die Beteiligung an entsprechenden festen Gedenktagen in Werder (Havel) meist nicht so stark, resümierte Hinze. Für die Erarbeitung eines Konzeptes für eine demokratische Gedenk- und Erinnerungskultur sollte nach dem Willen der Linken auch ein Bürgerbeteiligungsprozess gestartet werden. Dessen Ergebnis solle in das von der Stadtverwaltung zu erarbeitende Konzept einfließen. „Es gilt die Gedenkkultur zu bewahren und vor allem die Jugend in diese Kultur einzubinden und dies mit den verschiedensten Möglichkeiten – von einer reinen Kranzniederlegung bis hin zu thematischen Gedenkveranstaltungen in verschiedensten Formen“, so Hinze. Er bat darum, den Antrag in die Ausschüsse zu überweisen – dem schlossen sich die Stadtverordneten mehrheitlich an.

Manuela Saß gab ihrer Befürchtung Ausdruck, dass es auch mit einem Konzept nicht gelänge, die Werderaner zu bewegen, beispielsweise am Volkstrauertag in die Kirche zu gehen. Wichtiger sei es, die vorhandene Erinnerungskultur zu bewahren und zu stärken. Insbesondere seien die Kinder und Jugendlichen einzubeziehen. Da sei man bereits auf einem guten Weg. (wsw)