Geschwindigkeitsüberwachungen vor Schulen und Schulwegsicherung

Bad Belzig, 20. Oktober 2018 – Mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 hat der Landkreis über einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Vormittagsstunden Geschwindigkeitskontrollen vor Grundschulen und Gesamtschulen mit angegliederter Primarstufe durchgeführt. Ziel war es, die Kraftfahrer für die gebotene besondere Vorsicht und Rücksichtnahme insbesondere gegenüber den Schulanfängern zu sensibilisieren und damit die Schulwegsicherung vor allem für Schüler der unteren Klassen zu gewährleisten.

Insgesamt erfolgten, wie der Landkreis in einer Pressemitteilung informierte, 57 Kontrollen (2017: 54 Kontrollen) mit 135 Einsatzstunden (2017: 135 Einsatzstunden). Dabei wurden 10.090 Fahrzeuge (2017: 9.361 Fahrzeuge) gemessen, von denen 575 Kraftfahrer (2017: 517 Kraftfahrer) die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht einhielten. Dies entspricht einem Anteil von 5,7 Prozent (2017: 5,5 Prozent). 

Im Vergleich zu den Ergebnissen der Schulwegsicherung zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 ist eine leichte Steigerung des prozentualen Anteils der Verstöße an den Gesamtmessungen zu verzeichnen. Während im vergangenen Jahr 63 Kraftfahrer mit Geschwindigkeiten im Bußgeldbereich fuhren, waren es in diesem Jahr 53 Fahrzeugführer. Die Anzahl der Fahrverbote sank von zwei im Jahr 2017 auf eins im Jahr 2018.

Die Zahlen belegen, dass die Geschwindigkeitsmessungen notwendig sind und auch in den kommenden Jahren einer konsequenten Fortsetzung bedürfen.

Schulwegsicherung im Focus

Das Koordinierungsgremium Schulwegsicherung des Landkreises Potsdam-Mittelmark war in diesem Jahr wieder mit einer Präventionsaktion zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an einer Schule vertreten – diesmal an der Grundschule in Michendorf.

Den Schülern wurden an drei verschiedenen Stationen Einblicke in die Gefahren im Straßenverkehr vermittelt. Nach einführenden Erläuterungen durch eine Vertreterin der Abteilung Prävention der Polizei hatten die Kinder die Möglichkeit, selbst an einem Geschwindigkeitsmessgerät zu agieren.
Einem weiteren Thema widmeten sich der Vertreter der Unfallkasse Brandenburg und des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Dabei ging es um die anschauliche Darstellung der Problematik „toter Winkel“. Mit Hilfe des Blickwinkels eines LKW-Fahrers konnten die Schüler feststellen, dass der Radfahrer in einem bestimmten Bereich neben dem LKW nicht gesehen wird. So sollten die Kinder dafür sensibilisiert werden, einmal mehr anzuhalten, auch wenn sie nach der StVO Vorfahrt haben. Welche Folgen ein Unfall mit einem LKW haben kann,  wurde in einer Demonstration deutlich, als der LKW über einen mit Wasser gefüllten Kanister fuhr.

Eine Vertreterin des Netzwerkes Verkehrssicherheit erläuterte den Nutzen des Fahrradhelms. Anhand eines Experiments mit Eiern stellten die Schüler fest, wie stark der Helm im Falle eines Unfalls schützt und was passieren kann, wenn man ihn nicht trägt.

Gefragt waren die Kenntnisse der Schüler ebenso beim Verkehrszeichenpuzzle und  Verkehrszeichen-Angeln.   

Näher gebracht wurde den Grundschülern auch das Problem der Gefahren durch Ablenkung im Straßenverkehr. Genutzt wurde an dieser Stelle Teile der vom Netzwerk Verkehrssicherheit erarbeiteten Ausstellung, die bis zum 3. September im Wartebereich der Zulassungs- und Führerscheinbehörde in Werder (Havel) zu sehen war.
Mittels eines Tabletts wurde den Schülern verdeutlicht, wie schwierig es ist, sich auf den Verkehr zu konzentrieren und gleichzeitig ein Handy zu bedienen oder welche Auswirkungen das Hören von lauter Musik  auf die Wahrnehmung von anderen Verkehrsteilnehmern hat.

Insgesamt kam die Veranstaltung in der Grundschule gut an. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark bedankt sich bei allen Unterstützern und plant für das Jahr 2019 ein weiteres Format. (pm/wsw)