Große Impfaktion für Werders Feuerwehrleute

Besserer Schutz vor dem Corona-Virus für Werders Feuerwehrleute

Detlef Gräbnitz war der erste von 74 aktiven Feuerwehrleuten, die gestern gegen das Corona-Virus geimpft wurden., Fotos: hkx

Werder (Havel), 6. Mai 2021 – Die Feuerwehrleute aus Werder können nun etwas beruhigter zu ihren Einsätzen ausrücken: Gestern wurden 74 von ihnen in einer gemeinsam Aktion der Werderaner Hausärzte mit der Stadt Werder (Havel) mit dem Corona-Impfstoff Biontech geimpft. Der Termin für die zweite Impfung steht bereits. Mehrere Werderaner Hausärzte hatten für diese besondere Aktion einen Teil ihres Impfstoffs bereitgestellt.


Für die Impfung fanden sich die aktiven Feuerwehrleute in der Feuerwache Werder ein und auch Bürgermeisterin Manuela Saß schaute vorbei: „Nach der Freigabe des Impfstabes für Feuerwehrleute haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit die erste Impfung für unsere Kameraden in Werder ohne lange Wege und Verzögerungen erfolgen kann. Wir konnten dabei einmal mehr auf die hervorragende und bereits bewährte Zusammenarbeit mit unserer Werderaner Ärzteschaft setzen. Dafür will ich danke sagen.“

Einer der beteiligten Ärzte ist Jan Hammann, Facharzt für Innere Medizin in Werder (Havel). Er hatte außerdem zu den drei Ärzteteams gehört, die die Impfungen vorgenommen haben. „Es ist zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit schon sinnvoll, auch die Freiwilligen Feuerwehrleute zu impfen, die bei den Hilfseinsätzen draußen engen Kontakt zu Hilfesuchenden haben“, so Jan Hammann.


Der erste Feuerwehrmann, der geimpft wurde, war Detlef Gräbnitz von der Freiwilligen Feuerwehr in Phöben. „Für uns Feuerwehrleute ist es vorteilhaft, dass wir uns nach der Freigabe nicht noch um einen Termin kümmern mussten, sondern den von der Stadt bekommen haben. Wir sind doch häufig dicht an anderen Leuten dran, die infiziert sein könnten.“

Stadtwehrführer Sebastian Schenk dankte der Stadt und den Ärzten für die tolle Aktion. „Feuerwehrleute sind in dieser Zeit zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Einsatzgefahren noch einer sehr hohen Infektionsgefahr ausgesetzt.“ Zwar gebe es seit Beginn der Corona-Pandemie strenge Hygienekonzepte für die Einsätze. „Bei der Rettung von Menschenleben und der Sicherung von Material lässt sich der Körperkontakt aber nicht völlig vermeiden.“

Wie der Rettungsdienst, der bundesweit mit höchster Priorität geimpft wurde, hätten auch die Feuerwehrleute häufig Kontakt zu besonders gefährdeten Gruppen, wenn sie beispielsweise bei sogenannten Tragehilfen kranke und verletzte Menschen von der Wohnung zum Rettungswagen transportieren. „Deshalb konnte die Freigabe des Impfstoffes für die Kameraden gar nicht früh genug erfolgen.“

Auf der anderen Seite könne sich die Stadt glücklich schätzen, „dass sich unsere Kameraden in dieser Lage verantwortungsvoll und vorsichtig verhalten haben“, so Sebastian Schenk. So konnten bislang alle drei Werderaner Löschzüge ihre Einsatzbereitschaft trotz Corona aufrecht erhalten. Und Sebastian Schenk weiter: „Wir hoffen, dass es mit den beginnenden Impfungen dabei bleibt. Alle aktiven Feuerwehrleute aus Werder und den Ortsteilen, die nicht schon auf anderem Wege geimpft wurden und die das wollten, haben hier ihre erste Corona-Schutzimpfung bekommen.“ (wsw, wh)

Vorgespräch zwischen Internist Hammann und Feuerwehrmann Gräbnitz