Hat Werder ein Müllproblem?

Werder (Havel), 4. Mai 2021 – Vermehrt sieht man in den sozialen Netzwerken Fotos von illegalen Mülldeponien, von überquellenden Papierkörben oder von Unrat, der achtlos in die Natur geworfen wurde. „Seit Herbst 2020 haben illegale Ablagerungen nach unserer Wahrnehmung stark zugenommen“, so Stadtsprecher Henry Klix. Ein Teil dieses Mülls wird durch den Bauhof der Stadtverwaltung eingesammelt. Wöchentlich sind dies seit vergangenem Herbst etwa 10 Kubikmeter. Überwiegend handelt es sich hierbei um Hausmüll, es gibt aber auch eine erhebliche Anzahl von Bauschuttablagerungen. Größere Ablagerungen werden der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde des Landkreises gemeldet. 

Das Müllproblem haben alle Stadtbereiche und Ortsteile gleichermaßen. Häufig sind auch die gleichen Stellen betroffen, wie beispielsweise die Strecke Werder / Kemnitz, der Töplitzer Ortseingang oder der Parkplatz Grelle im Ortsteil Petzow. Um dem Müllproblem Herr zu werden, werden die Papierkörbe an den Straßen und Wegen dreimal die Woche geleert. Im Zuge dessen werden auch die Quartiere und Außenbereiche abgefahren und illegaler Müll eingesammelt. „Leider werden teilweise auch Papierkörbe der Stadt zur Hausmüllentsorgung genutzt. Sie sind dann kurz nach der Entleerung wieder voll“, so Stadtsprecher Klix. 

Die Entsorgung von illegalem Müll ist Aufgabe der Unteren Abfallwirtschaftsbehörde. Doch angesichts der Mengen an Müll wäre dies für den Landkreis kaum leistbar. Die Stadt Werder (Havel) unterstützt den Landkreis hier, indem sie z.B. nur größere Ablagerungen meldet. Im Gegenzug stellt das Landratsamt einen Container zur Verfügung. Übrigens: Der Wertstoffhof in Werder nimmt viele Abfallarten gebührenfrei entgegen und holt Sperrmüll und Elektroschrott sogar gebührenfrei von der Haustür ab. Vieles von dem, was in der Landschaft liegt, könnte also ganz einfach auf legalem Weg entsorgt werden.

Viele Werderaner*innen werden auch selbst tätig und sammeln den Müll ein, den sie am Straßenrand, auf Wiesen oder im Wald finden. (wsw)