Heute vor 20 Jahren startete die Citybus-Erfolgsgeschichte

v.li.: Werner Große, Thorsten Müller, Jana Busch (Fachdienstleitung Verkehrsmanagement Landkreis Potsdam-MIttelmark) und Manuela Saß, Foto: wsw

Werder (Havel), 27. September 2019 – Heute vor genau 20 Jahren rollten die ersten beiden Citybusse durch Werder (Havel). Für nur eine Mark pro Fahrt – ermäßigt oder als Viererkarte sogar noch günstiger – war dies der Start eines wegweisenden und gern genutzten extra ÖPNV-Angebotes für die Stadt Werder (Havel). Eine Erfolgsgeschichte der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH nahm von da an ihren Lauf.


Wer heute morgen mit dem Bus, dem Auto oder zu Fuß am Bahnhof Werder (Havel) oder an der Post vorbeigekommen ist, dem sind die Paletten voller knackiger Äpfel bestimmt nicht entgangen, die von freundlichen regiobus-Mitarbeitern verteilt wurden. Als Dankeschön für die Treue in den vergangenen Jahren, durften sich zahlreiche Pendler und Passanten über den gesunden Snack freuen. “Zum Glück sind Äpfel wasserfest”, bemerkte Thorsten Müller, Verkehrsleiter bei regiobus, mit einem Blick auf das nasse Septemberwetter. Die Äpfel der Sorte “Shampion” – passend zum Erfolg des Citybusses – stammen von WERDER FRUCHT. “Wir wollten unseren Kunden ganz bewusst ein Produkt aus der Region überreichen. Und was passt zu Werder besser als ein leckerer Apfel”, verrät Anette Lang vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Insgesamt wurden heute 5000 Äpfel verteilt.

Thorsten Müller und Anette Lang verteilten fleißig die Äpfel.

Die Resonanz der Menschen war durchweg positiv, viele freuten sich über den kleinen gesunden Snack. Gerade für Pendler, die bis nach Potsdam, Berlin oder Brandenburg müssen, bieten die Linien der regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH zahlreiche Beförderungsmöglichkeiten. Alle regiobus-Linien mit dem Schwerpunkt Werder (Havel) befördern tagtäglich 10.000 Fahrgäste. Auf der alten Citybuslinie sind es 3000 Fahrgäste am Tag. Altbürgermeister Werner Große erklärt: “Damals erreichten uns viele Beschwerden der Bürger, dass sie nicht besonders gut zum Einkaufen kommen. Busse sind zu der Zeit nicht in die Stadtrandsiedlung und den Wachtelwinkel gefahren. Daraufhin haben wir ein Konzept entwickelt, um die Menschen auf einer Route einmal durch die Stadt und wieder zurück befördern zu können. Der 631er fuhr damals ja auch noch nicht über die Kemnitzer Straße/Kemnitzer Chaussee. Da deckte der Citybus den wachsenden Bedarf ab.” Bereits vier Jahre nach seiner Jungfernfahrt zählte der Citybus schon 750.000 Fahrgäste insgesamt.

Doch irgendwann drängten sich in die kleinen Citybusse einfach zu viele Fahrgäste. Und so mündete das Citybus-Projekt nach kleineren Veränderungen letztlich im Januar 2017 im powerbus-Netz. Mehr Reichweite bei weiterhin extra günstigem Preis für die Werderaner und ihre Gäste lassen auch hier den Zuspruch stetig steigen.

Die breiteren Powerbusse haben es natürlich auf schmalen Straßen und engen Kurven schwerer als ihre kleineren Vorgänger. “Die Citybusse von damals werden heute nicht mehr gebaut und auf dem Markt befindet sich kein vergleichbares schmales Fahrzeug”, erklärt Thorsten Müller. Die Busse, die zum Beispiel für das Befahren der Insel eingesetzt werden, seien zwar kürzer als die Fahrzeuge aus der restlichen Flotte, aber bei der Breite hapert es noch, so der Verkehrsleiter weiter.

Was den Antrieb angeht, setzt regiobus gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel) weiterhin auf innovative Konzepte. Die Citybusse sind 1999 bereits mit dieselelektrischen Antrieben gefahren und heute sind Busse mit der neuen 48-Volt-Hybrid-Technik unterwegs. Wir hatten hier darüber berichtet. “Alle schwatzen, wir haben es vor 20 Jahren schon gemacht”, fasst Werner Große zusammen. “Das Konzept funktioniert nur so gut, weil die Zusammenarbeit mit der Stadt Werder (Havel) und dem Landkreis so super funktioniert”, ergänzt Thorsten Müller. (wsw)