Heute wieder ins Lendelhaus

Irina Fedorova vor dem Bild von Slava Nikolaev. Foto: wsw

Werder (Havel), 8. Dezember 2018 – Viele Werderaner und Gäste der Stadt nutzten schon das vergangene 1. Adventswochenende für einem Bummel über den Weihnachtsmarkt auf der Insel und für einen Besuch im Gewölbe des Lendelhauses. Dort findet auch noch heute und morgen der weihnachtliche „Werdersche Kunstmarkt“ statt. Geöffnet ist von 14 bis 19 Uhr. Mit dem Eintritt von zwei Euro nimmt man an der Tombola teil und erhält einen Glühwein – oder einen Kinderpunsch.

Künstler aus Werder oder der Region zeigen textile Kunstwerke, Keramik und Drucke. Holzskulpturen sind an den Ständen zu finden, ebenso wie Malerei, Bilder voller Energie, Glaskunst, Töpferei oder einzigartiges Schmuckdesign.

Mit dabei ist auch Ingeborg Lauwaßer. Sie bringt heute und morgen ihr druckfrisches neues Buch mit. Es heißt „Beschwipstes Gänschen“ und ist Zeugnis einer ihrer Leidenschaften: Kochen. In dem Büchlein, wieder von Lauwaßers Mann Karsten Brätz und dem Werderaner Grafiker Tino Würfel hübsch illustriert, gibt es Rezepte, die nur in dieser unserer Region ihre Entstehung feiern konnten. Oft aus Gründen der Arbeits- und Lebenssituation der Menschen, aus dem, was sie regional angebaut, geerntet und vermarktet haben.

Bemerkenswerte Kunst begrüßt die Besucher des ehemaligen Weinkellers gleich im Eingangsbereich. Das Bild des Künstlers Slava Nikolaev zieht die Blicke magisch an – denn es offenbart beim Anschauen immer mehr Details. Der Maler und Grafiker Slava Nikolaev zählt zu den gegenwärtig talentiertesten Künstlern in Deutschland. „Surrealistische Bildräume, in denen Figuren und Florales, Organisches und Amorphes, Reales und Fantasiewelten verschmelzen, sind das Markenzeichen des Künstlers. Einzigartig ist auch seine aufwendige Maltechnik bestehend aus mehreren Schichten von Acryl, Tinte und eigens von Nikolaev entwickelten Lacken. Diese Technik verleiht seinen Bildern eine einmalige Oberflächenbeschaffenheit, die an Ölgemälde erinnert und ein intensives Farbenspiel produziert“, heißt es auf der Internetseite des Art-Centers Berlin. Die Werderaner Malerin Irina Fedorova ist sehr stolz, dieses Bild und den Maler präsentieren zu können.
Und nicht zuletzt kommt man beim Rundgang und beim Stöbern und Kaufen durch die vielen Angebote durch die bemerkenswerten Gewölberäume unweigerlich beim Triptychon von Wilfried Mix an. Der Werderaner Künstler zeigt sein großformatiges Bild, bevor es wieder in seiner Inselgalerie auf die Eröffnung des Lindowschen Hauses am Plantagenplatz wartet. Dort soll es im künftigen Besucherzentrum der Stadt Werder (Havel) seinen endgültigen Platz finden. (wsw)