Hoher Besuch beim 1. politischen Aschermittwoch der SPD

Royaler Besuch beim 1. politischen Aschermittwoch im Gemeindezentrum Kemnitz., Fotos: Dr. Ralf Köhler

Werder (Havel), 7. März 2019 – Gestern fand in Kemnitz der erste politische Aschermittwoch der Werderaner SPD-Fraktion statt. Mehr als 30 Besucher fanden den Weg in das Gemeindezentrum, das sich mit bunt geschmückten Tischen festlich präsentierte. Der Vorsitzende des SPD-Ortsverbands Steven Bahl begrüßte die anwesenden Gäste herzlich und wies mit feierlicher Stimme darauf hin, dass an diesem Abend noch hoher Besuch erwartet wird! 

Zuvor übergab er das Wort an den Kemnitzer Ortsvorsteher Joachim Thiele. In seiner kurzen Ansprache überbrachte dieser die traurige Nachricht, dass die geplante 53-köpfige Blaskapelle leider kurzfristig ihren Besuch an diesem Abend absagen musste. Doch was wäre eine närrische Veranstaltung ohne einen angemessenen Tusch, der zum Lachen und Klatschen einlädt? Kurzerhand übernahmen Schilder mit Aufschriften wie “Tosender Beifall” diese verantwortungsvolle Rolle.  Und dann kündigte Joachim Thiele den Stargast des Abends an: “Es ist nicht Gerhard Schröder und auch nicht Sarah Wagenknecht. Die Queen höchstpersönlich ist heute Abend zu Gast!” Unter angemessenen Standing Ovations bertrat der royale Ehrengast den Raum, der verblüffende Ähnlichkeit mit Robert Dambon hatte. In ihrer kurzweiligen Rede zog Elisabeth II. nicht nur Parallelen zwischen England und Werder, sondern nahm auch den einen oder anderen CDU’ler humorvoll auf die Schippe. Abschließend sinnierte sie darüber, warum sich in der heutigen Zeit so wenig Menschen für Politik begeistern. Liegt es an dem mangelnden Wissen über Politik? Oder an dem mangelnden Interesse an Politik? “Keine Ahnung, mir auch egal”, war das majästetische Fazit. 

Nach dem Auftritt von Robert Dambon betrat Anja Spiegel als Rotkäppchen den Raum. Es sei auf dem Weg zu ihrer Großmutter, da leider kein Kita-Platz in der Stadt zur Verfügung steht, verriet Rotkäppchen. Die Großmutter wohne jedoch in Bliesendorf und es wisse nicht, wie es da am besten hinkomme. Steven Bahl konnte das Rotkäppchen jedoch versichern, dass es in Werder zumindest keine Angst vor dem Wolf haben müsse, schließlich befinde es sich in einer wolfsfreien Zone. Doch auch alle anderen Überlegungen, die Strecke mit dem Bus (zu lange Fahrtzeit), Fahrrad (keine geeigneten Radwege) oder Auto (Dieselverbot) zurückzulegen, liefen ins Leere. Als Rotkäppchen hat man es nicht einfach! 

Nach den unterhaltsamen Auftritten, die Dank der vorbereiten Schilder mit tosendem Beifall und johlender Begeisterung gewürdigt wurden, wurden die Spitzenkandidaten Anja Spiegel, Nadine Lilienthal, Robert Dambon und Achim Lindicke vorgestellt. Bei einem gemütlichen Get Together und einem kühlen Bier fand der erste politische Aschermittwoch seinen gelungenen Abschluss. (wsw)