Broschüre: „Ich kann nicht mehr“

Cover Broschüre „Konflikte und Gewalt in der Pflege älterer Menschen“. Quelle: MASFG

Potsdam, 10. Juli 2018 – „Wir alle sind Menschen, niemand ist perfekt, und es gibt bei uns allen auch schlechte Tage, an denen wir überfordert sind, uns ungerecht behandelt fühlen, reizbar sind. Und wenn dann die pflegebedürftige Mutter morgens beim Anziehen nicht wie gewohnt mitmacht, obwohl man eigentlich schon längst auf dem Weg zur Arbeit sein müsste, dann kann die Kraft schlichtweg fehlen, um sich zusammenzureißen. Dann ist der Funke da, der zur Explosion führt. Gewalt in der Pflege ist aber keine Einbahnstraße. Sie kann ebenso von den Pflegebedürftigen selbst ausgehen. Nicht nur bei der Pflege zu Hause, sondern auch in stationären Einrichtungen sind hier alle gefordert, in solchen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Bei aller Professionalität gibt es auch hier Situationen, in denen Pflegekräfte an ihre seelischen und körperlichen Grenzen gelangen und Unterstützung benötigen. Um Gewalt in der Pflege vorbeugen zu können, ist es wichtig, Überlastungen frühzeitig zu erkennen.“ – Diana Golze, brandenburgische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, bringt es in ihren einleitenden Worte zu der Broschüre „’Ich kann nicht mehr‘ – Konflikte und Gewalt in der Pflege älterer Menschen“ bereits auf den Punkt.

Die Broschüre erklärt auf 52 Seiten Formen der Gewalt und wie Gewalt entsteht, thematisiert Konflikte und Belastungen in der professionellen Pflege und zeigt auf, wie man Überlastungen frühzeitig erkennen und so Gewalt vorbeugen kann. Außerdem werden rechtliche Aspekte sowie Adressen mit Hilfsangeboten angeboten. Die Broschüre enthält auch ein Interview mit den hauptamtlichen Beraterinnen Claudia Gratz und Helga Zeike von der Beratungsstelle „Pflege in Not Brandenburg“. (wsw)


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kostenloser Download hier: „Ich kann nicht mehr“ – Konflikte und Gewalt in der Pflege älterer Menschen