Information über den Ersatzneubau des Trinkwasserhochbehälters in Werder (Havel) auf der Friedrichshöhe

Werder (Havel), 22. August 2019 – Seit 106 Jahren steht der Hochbehälter auf der Friedrichshöhe und sorgt für eine stabile Trinkwasserbereitstellung für die Bürger. Doch der Zahn der Zeit nagt auch an diesem imposanten Bauwerk. Die im Laufe der Jahre entstandenen Setzungsrisse können nicht mehr saniert werden. Darüber hinaus reicht die Kapazität von 3.000 m3 nicht mehr aus, um den wachsenden Bedarf zu decken.

Am 30. August 2019 sollen deshalb die Bauarbeiten für einen neuen Hochbehälter beginnen. Er wird einen Nutzinhalt von rund 5.000 m3 haben.
Am Bauvorhaben sind vier Unternehmen beteiligt, die im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens ermittelt und beauftragt wurden. Mit dem Abriss der alten Behälter und den weiteren bauvorbereitenden Arbeiten wird im August dieses Jahres begonnen. Im Anschluss daran wird der neue Behälter, der aus Fertigteilen besteht, im Rohbau hergestellt. In einem dritten Abschnitt werden die Wassertechnik sowie die Elektro- und Steuerungsanlage installiert. Den Abschluss bilden die Gestaltung der Außenfassade und Nebenanlagen. Das Bauvorhaben soll Ende 2021 abgeschlossen sein.

Schon der Bau an sich ist eine große Herausforderung und anspruchsvolle Aufgabe. Doch auch die Trinkwasserversorgung ist trotz vorrübergehend fehlender Kapazität des Hochbehälters weiterhin zu sichern. In Vorbereitung auf die Außerbetriebnahme der alten Behälter hat der WAZV Interimslösungen geschaffen, die die Versorgung während der Bauphase sichern sollen. So kauft der WAZV Wasser von den Stadtwerken Potsdam, hat zwei zusätzliche Brunnen aktiviert, eine Aufbereitungsanlage errichtet und nutzt weitere Kapazitäten außerhalb von Werder aus Anlagen des Verbandsgebietes. Trotz all dieser Maßnahmen sind die Mengen begrenzt und können nur den Bedarf für den menschlichen Gebrauch decken. Der WAZV appelliert an alle Bürger, stets und insbesondere während der Bauzeit von August 2019 bis Dezember 2021 sparsam mit dem TRINKwasser umzugehen.

Nach derzeitiger Kostenrechnung sind für alle mit dem Vorhaben verbundenen Maßnahmen, einschließlich der bereits erneuerten Transport-, Füll- und Entnahmeleitung 6,1 Mio. € aufzuwenden. Das Land Brandenburg fördert den Bau des Hochbehälters mit 1,3 Mio. €.

Der Ersatzneubau sichert nachhaltig die Trinkwasserversorgung für 32.000 Einwohner in Werder mit seinen Ortsteilen. “Wir bitten alle Bürger um Verständnis für die während der Baudurchführung auftretenden Störungen und Belastungen”, so WAZV-Geschäftsführerin Bärbel Gärtner. (wazv)