spot_img
spot_img

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr

Werder (Havel) – Nach einer Corona-bedingten Unterbrechung hat die Freiwillige Feuerwehr Werder (Havel) am 1. September wieder zu einer Jahreshauptversammlung eingeladen. Bürgermeisterin Manuela Saß bedankte sich dafür, wie Werders Feuerwehren auch in Zeiten der Pandemie und bei einem erheblichen Einsatzgeschehen die Einsatzbereitschaft durch eine Reihe von Hygienemaßnahmen aufrecht erhalten haben.

Bei der Versammlung im Schützenhaus wurde dann auf einen längeren Zeitraum zurückgeschaut. Stadtwehrführer Sebastian Schenk ließ unter anderem das Ausbildungsgeschehen in 2020 und 2021 Revue passieren: Trotz der Pandemie-bedingten 

Einschränkungen hatten zahlreiche Feuerwehrleute in den vergangenen Jahren an Ausbildungen teilgenommen, unter anderem zum Atemschutzgeräteträger, zum Motorkettensägenführer, für Boots- oder Lkw-Führerscheine oder zur Stärkung der Einsatzbereitschaft. 

Gefahrenabwehrbedarfsplan muss fortgeschrieben werden

Der Stadtwehrführer zählte einige der jüngsten Anschaffungen für Einsatztechnik der Stadt auf: ein neues Tanklöschfahrzeug für Glindow, eine Drehleiter für Werder, ein Mannschaftstransportwagen und ein Löschfahrzeug für Plessow. Das neue Waldbrandlöschfahrzeug für Töplitz, das noch 2021 bestellt wurde, habe gleich nach der Inbetriebnahme bereits in Beelitz seine Bewährungsprobe bestanden. Laut Sebastian Schenk hat die Feuerwehr aktuell 180 Einsatzkräfte, davon 50 in Werder und 30 in Glindow. Die anderen Einsatzkräfte verteilen sich auf die Ortswehren Derwitz, Plessow, Töplitz, Phöben und Plötzin. Er sprach von der Notwendigkeit, den Gefahrenabwehrbedarfsplan fortzuschreiben, in dem sich die Stadtverordneten zu weiteren Investitionen in den Brandschutz verpflichten. Das steht für die Jahre 2022/2023 auch auf der Agenda der Stadt als Träger der Freiwilligen Feuerwehr. In den kommenden Jahren sollen jährlich 350.000 Euro allein in die Modernisierung der Fahrzeugtechnik investiert werden. Der 1. Beigeordnete Christian Große warnte aber vor allzu großen Erwartungen angesichts der Herausforderungen, die auch der Stadt Werder (Havel) mit der Energiekrise bevorstünden.

Unfall mit zwei toten Bundeswehrsoldaten ist in Erinnerung geblieben

Der Stellvertretenden Stadtwehrführer Stephan Kranig schaute zurück auf die Einsatzstatistik der beiden vergangenen Jahre: 291 Einsätze waren es im Jahr 2020, 338 im Jahr 2021. Er ließ einige der Einsätze Revue passieren, wobei ihn einer ganz besonders bewegt habe: der schreckliche Unfall im April 2021 auf der A2, bei dem zwei junge Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen waren. Ein Lastwagen war unerwartet in eine Bundeswehrkolonnenfahrt eingeschwenkt und stieß den Unimog, in dem die beiden Soldaten gesessen hatten, von der Fahrbahn. Die Bundesautobahnen bilden mit 66 Einsätzen in den beiden Jahren einen Einsatzschwerpunkt von Werders Feuerwehren, aber auch Großbrände und Unwetter sind zunehmend ein Thema.

Der neue Jugendwart Sven Pabst berichtete von den Schwierigkeiten, den Feuerwehrnachwuchs in Zeiten der Pandemie zu erreichen. Dies gelang mit den verschiedenen Aktivitäten und Angeboten offenbar recht gut, denn die Zahl der Jugendfeuerwehrleute ist in dieser Zeit um 13 Prozent auf 121 gestiegen. Seit diesem Frühjahr finden in allen Ortsteilen Jugendfeuerwehr-Ausbildungsdienste statt. (wh)

Mehr News

ANZEIGE

X
X