Jahreshauptversammlung der Feuerwehren in Werder (Havel)

Sebastian Schenk, Heinz Rudolph und Stephan Kranig, Fotos: Klix

Werder (Havel), 5. Februar 2019 – Das vergangene Jahr wird den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Werder (Havel) bestimmt im Gedächtnis bleiben. Insgesamt sind Werders Freiwillige Feuerwehren 2018 zu 386 Einsätzen ausgerückt. Das berichtete Werders stellvertretender Stadtwehrführer Stephan Kranig bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Werder (Havel) am Freitagabend im Schützenhaus. 170-mal seien die Kameraden zu Bränden ausgerückt, 216-mal zu technischen Hilfeleistungen. Das Jahr sei für die Feuerwehrleute von den Großbränden in Fichtenwalde und Treuenbrietzen im Sommer geprägt gewesen, bei beiden waren Kräfte aus Werder eingebunden.

Stephan Kranig erinnerte aber auch an andere große Einsätze, die häufig ebenfalls im Sommer lagen: So musste im Juni nach einem Blitzeinschlag der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Töplitz gelöscht werden. Im selben Monat musste ein komplett brennender Bagger in der Glindower Chausseestraße gelöscht werden. Im Juli wurde die Feuerwehr zur A10 gerufen, als zwischen den Dreiecken Werder und Glindow ein mit einem Traktor beladener Anhänger brannte.

Stephan Kranig bei der Darstellung des Einsatzgeschehens

Im selben Autobahnabschnitt war im Juni ein Kleintransporter auf einen Gefahrguttransporter aufgefahren. Im Juli kam die Feuerwehr zum Einsatz, als ein altes Fass mit Holzschutzmitteln im Uferschlamm durch einen Bootsmotor aufgeworfen wurde. Die giftige Flüssigkeit lief in der Havel aus. Im Dezember mussten die Kameraden  ausrücken, als sich ein Fahrzeug in Petzow überschlagen hatte und auf einem Flüssiggastank am Straßenrand landete.

Autobahn, Bundesstraße, Wald und Wasser – die Kameraden müssen auf eine ganze Bandbreite von Einsatzbereichen und deren Gefahren vorbereitet sein. Werders 1. Beigeordneter Christian Große dankte den Feuerwehrleuten für die vielen ehrenamtlichen Einsatzstunden und den Familien für das Verständnis. Für das Jahr 2019 kündigte er u.a. die Renovierung des Feuerwehrhauses in Plötzin, den Bau eines Bootshauses für das Mehrzweckboot in Werder und den Planungsstart für die Ertüchtigung des Feuerwehrhauses Derwitz an.

Jahreshauptversammlung FFW1
Jahreshauptversammlung FFW2

Zudem stehe der Baustart des neuen Feuerwehrhauses in Plessow an. Ein mittleres Löschfahrzeug für Plessow, ein Einsatzleitwagen und ein Dienstfahrzeug für den Stadtgerätewart sollen angeschafft werden, so Christian Große weiter. Außerdem ist die Erstellung eines Löschwasserkonzeptes, die Instandsetzung von Löschwasserbrunnen und die Installation von zwei neuen Löschwasserbrunnen geplant.

Stadtjugendwartin Jane Lubinas sprach über die Erfolge der Jugendarbeit der Feuerwehren, in der 104 Kinder und Jugendliche aktiv sind. Jugendwarte und ihre Stellvertreter und Betreuer würden versuchen, diese gute Zahl weiter zu erhöhen. Schließlich stammten mehr als 50 Prozent der heutigen Einsatzkräfte aus den Jugendfeuerwehren der Stadt, so Jane Lubinas. Deren gute Arbeit wurde im Gefahrenabwehrbedarfsplan der Stadt ausdrücklich hervorgehoben.

Die Veranstaltung wurde auch zur Beförderung und Ehrung verdienter Feuerwehrleute genutzt. Unter den rund 180 Gästen waren u.a. der Landesbranddirektor Heinz Rudolph und die Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig. Mehrere Werderaner Stadtverordnete richteten sich mit Grußworten an die Freiwilligen Feuerwehrleute. Der Stellvertretende Stadtwehrführer Sebastian Schenk berichtete, dass die Zahl der aktiven Kameraden zwischen 2017 und 2018 von 144 auf 168 gestiegen ist. (hk, wsw)

Ehrung verdienter Feuerwehrkameraden