„Kaiserdämmerung“ im Neuen Palais

Potsdam, 21. Juni 2018 – Vor 100 Jahren, im November 1918, endete mit der Abdankung Wilhelms II. die preußische Monarchie. Das Ende des Kaiserreichs hatte weitreichende Folgen für Politik, Gesellschaft und die königlichen Schlösser und Gärten. Dem Neuen Palais kam dabei eine besondere Rolle zu: Bereits seit 1889 war das friderizianische Gästeschloss die bevorzugte Residenz der kaiserlichen Familien. In den Tagen der Novemberrevolution 1918 wurde das Schloss zu einem Hauptschauplatz des Übergangs von der Monarchie zur Republik.

Die Ausstellung „Kaiserdämmerung“ umfasst 15 Stationen, die in den Besucherrundgang integriert sind. Eine Station erläutert die Bedeutung des Privatgartens des Kaiserpaares und ist in der Nähe des Antikentempels platziert. Briefauszüge, Listen der Einrichtungsgegenstände, die ins holländische Exil transportiert wurden, und Fotografien sowie bedeutende Leihgaben aus dem niederländischen Exilort Huis Doorn vermitteln am authentischen Ort die historischen Ereignisse.

Die neue Ausstellung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ist bis zum 12. November 2018 zu sehen.

Kulturministerin Martina Münch hat die  Ausstellung „Kaiserdämmerung“ im Neuen Palais kürzlich eröffnet. Ministerin Münch sagte: “Die Ausstellung beleuchtet an einem authentischen Ort bislang wenig bekannte Begebenheiten in einer der größten Umbruchphasen der deutschen Geschichte. Anhand der Exponate sind die historischen Ereignisse nachzuvollziehen, und es entsteht ein Stimmungsbild der Entwicklungen vor hundert Jahren. Die Ausrufung der Republik legte zugleich den Grundstein dafür, dass Schlösser wie das Neue Palais heute in staatlichem Besitz und damit öffentlich zugänglich sind.“

Weiter erklärte die Ministerin: „Mit ihren dauerhaften Ausstellungen, aber auch mit Sonderausstellungen wie dieser, zeigt die Stiftung Preußische Schlösser und Garten Berlin- Brandenburg historische, kulturelle, politische und gesellschaftliche Entwicklungen auf und ist damit für die Vermittlung der preußischen Geschichte eine der wichtigsten Institutionen in Deutschland. Der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg fördern beständig die Arbeit der Stiftung und ermöglichen erhebliche Investitionen zur Bewahrung dieses bedeutenden kulturellen Erbes. Allein in das Neue Palais wurden in den zurückliegenden zehn Jahren rund 27 Millionen Euro investiert, mit denen etwa die Sanierung des Sockelgeschosses, des Marmorsaals und des Grottensaals finanziert werden konnten.(wsw)


Informationen: spsg.de/kaiserdaemmerung/
Führungen:
24. Juni 2018, 11 Uhr, – mit dem Kurator der Ausstellung Jörg Kirschstein
8., 19. Juli 2018, 12., 29. August 2018 – jeweils 11 Uhr
2. September 2018, 14 Uhr, – mit dem Kurator der Ausstellung Jörg Kirschstein
9. September 2018 – 11 Uhr, 29. September 2018 – 14 Uhr
21. Oktober 2018 – 14 Uhr, – mit dem Kurator der Ausstellung Jörg Kirschstein