Kita-Testpflicht kommt zum 7. Februar

Dezentrale Beschaffung – Durchführung Zuhause - Eltern erhalten Test kostenfrei

Land Brandenburg, 17. Januar 2021 – Bisher waren die Tests für Kita- und Krippenkinder freiwillig, doch dies ändert sich zum 7. Februar, wie das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg in einer Pressemitteilung mitteilte. Ab dem 7. Februar 2022 wird eine Testpflicht für Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung in Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen eingeführt. Dann gilt: In Krippen, Kindergärten und Kindertagespflegestellen müssen die Eltern und Sorgeberechtigten für Kinder im Alter ab einem Jahr bis zur Einschulung an mindestens zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche einen negativen Testnachweis vorlegen. Die Tests werden den Eltern zur Verfügung gestellt. Diese Art der häuslichen Testung kann unter bestimmten Voraussetzungen durch eine PCR-Lolli-Pooltestung ersetzt werden.

Die Selbsttests erhalten die Eltern über die jeweiligen Betreuungseinrichtungen kostenfrei. Das Land fördert die Bereitstellung der Tests pauschal mit 3,50 Euro pro Test. Die hierzu abgestimmte Förderrichtlinie gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2022, so dass auch die bisherigen freiwilligen Testungen gefördert werden. Die Förderung wird über die Landkreise und kreisfreien Städte abgewickelt, das heißt die Träger erhalten von ihnen die Landesmittel. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport wird die Träger, die Kindertagespflegestellen und die Elternvertretungen sehr zeitnah informieren.

Wie bei Schülern reicht für die Testpflicht ein zu Hause (ohne fachliche Aufsicht) durchgeführter Antigen-Test zur Eigenanwendung aus, dessen negatives Ergebnis von einer oder einem Sorgeberechtigten bescheinigt wird. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sowie für vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder sind in allen anderen Lebensbereichen auch nach dem 6. Februar von einer Testpflicht grundsätzlich befreit. Für den Hort gibt es bereits eine Testpflicht, die auch künftig über die Schulen abgedeckt wird.

Weitere Informationen zur Art der Testung

Die Träger der Kindertagesstätten und die Kindertagespflegestellen können im Einvernehmen mit dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch festlegen, dass der Testnachweis durch in der Kindertagesstätte einmal pro Woche durchzuführende PCR-Lolli-Pooltestung erbracht werden kann, wenn laut Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts (https://www.rki.de/inzidenzen) in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz für drei Tage ununterbrochen den Schwellenwert von 250 nicht überschreitet. Diese einmal durchgeführte Pooltestung ersetzt die Testnachweise mit Antigen-Schnelltests in der Testwoche. (wsw, MBJS)