Kita Zauberwald in Elisabethhöhe offiziell eröffnet

Werder (Havel) OT Glindow, 8. Januar 2020 – Dass hier Profis am Werk waren, merkt man in den kleinen Details: Die neue Kita in Elisabethhöhe präsentiert sich als gut durchdachtes, großzügig gestaltetes und farbenfrohes Kinderparadies. Bereits zum dritten Mal hat die städtische Haus und Grundstücksgesellschaft Werder mbH ihr Händchen für den Bau einer Kindertagesstätte bewiesen. Nach der Kita Inselnest in Töplitz und den “Havelzwergen” in der Adolf-Damaschke-Straße zeichnete die HGW auch für den neuen Bau in der Poststraße verantwortlich.

Gestern wurde offiziell die Eröffnung gefeiert, bei der neben Vertretern aus der Stadtverwaltung, auch einige Stadtverordnete, Familien und die neuen Kita-Angestellten vor Ort waren. Stargäste waren natürlich die Kinder, die ihr neues Refugium sofort ausgiebig erkundet haben. “Gestern haben wir mit der Eingewöhnung begonnen”, verrät Kitaleiter Jean Waide im Gespräch. “Bisher haben wir pro Gruppe nur zwei Kinder. Die Gesamtkapazität von 100 Kindern wird dann in den kommenden Monaten erreicht.”

Insgesamt kostete der Bau 3,6 Millionen Euro. Hierfür hat die HGW einen Kredit bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg aufgenommen. Auf 1300 Quadratmetern wurden drei Krippen-Gruppenräume sowie drei KiGa-Gruppenräume mit jeweils angegliederten Schlafräumen, ein etwa 45 Quadratmeter großer Bewegungsraum, ein Speiseraum mit Kinderküche, weitläufige Spielflure und Räume für die Mitarbeiter realisiert. Alle Räume haben einen Zugang nach draußen. Der Außenbereich umfasst 1850 Quadratmeter Grünfläche sowie 800 Quadratmeter Spielfläche. Parkplätze und befestigte Wege gibt es natürlich auch. Die Arbeiten im Außenbereich werden zur Zeit noch fertiggestellt, doch man kann schon erahnen, was hier tolles entstehen wird. Rutschen, Schaukeln, Spielparcours, Sitzsteine, Pflanzkästen, Wippe, Matschanlage – all das lässt keine Wünsche offen!

“Es ist Wahnsinn, was alles möglich ist”, staunt Jean Waide über seinen neuen Arbeitsplatz. Und auch im Inneren des neuen Modulbaus ist alles vom Feinsten: In den einzelnen Gruppenräumen wollen zweigeschossige Spielhäuser erobert werden, Kuschelecken laden – wie es der Name schon verrät – zum Kuscheln ein, im Bewegungsraum gibt es eine liebevoll gestaltete Kletterwand und ein ausgeklügeltes Balkensystem an der Decke, um z.B. Schaukeln flexibel aufzuhängen. In den Spielfluren findet man Bällebäder, Spielwände, Lernwände sowie ein Spielhaus mit Rutsche. “Kinder brauchen Bewegung”, so Ulrike Paniccia vom Fachbereich 3. “Das haben wir hier bei dem Bau der neuen Kita natürlich berücksichtigt.” Erfahrungen aus Töplitz und von den Havelzwergen wurden bei der Gestaltung ebenfalls genutzt.

Vom Spatenstich bis zur Fertigstellung der neuen Kita vergingen gerade einmal sieben Monate. “Die neuen Räumlichkeiten lockern den Druck etwas in Bezug auf fehlende Kitaplätze in der Stadt”, so Christian Große bei der Eröffnung. Für einen weiteren Kita-Neubau in der Adolf-Damaschke-Straße mit 200 Plätzen läuft bereits ein Baugenehmigungsverfahren. Die Bauarbeiten sollen in diesem Jahr beginnen.

Nun heißt es, die langen Flure, die gemütlichen Gruppenräume und den schönen Außenbereich mit Leben zu füllen. Wenn man durch diese wirklich entzückende Kita Zauberwald geht, wünscht man sich, glatt nochmal selbst Kind zu sein, und man hofft, dass auch die Kinder, die nicht in neugebauten Kitas untergebracht sind, die gleichen tollen Spiel-, Kuschel- und Eroberungsmöglichkeiten bekommen. “Wir müssen jetzt bei den Bestandskitas nachlegen”, so Bürgermeisterin Manuela Saß bei der gestrigen Eröffnung. (wsw)