Konzept für den Stadtwald

Vorschlag soll in der Stadtverordnetenversammlung am 13. Dezember 2018 vorgestellt werden / Je nach Ergebnis sei eine Erneuerung des Stadtwalds beginnend im Jahr 2020 denkbar

Werder (Havel), 29. November 2018 – Der Stadtwald in Werder (Havel) soll zu einer Stätte der Begegnung und Bewegung werden. Ein entsprechendes Konzept der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam soll den Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 13. Dezember vorgelegt und danach in den Gremien und der Öffentlichkeit diskutiert werden, wie Stadtsprecher Henry Klix informierte. Dazu soll es auch Gespräche mit Verbänden, Institutionen und Vereine der Stadt geben. Im kommenden Jahr ist ein Bürgerforum geplant, zu dem gerade auch die junge und die ältere Generation eingeladen werden soll.

Am 1. Dezember 2018 wollen wie berichtet auch die „Stadtmitgestalter“ bei einem öffentlichen Spaziergang den Stadtwald erkunden. Wie der neu gegründete Verein mitteilte, sollen dabei Ideen für eine nachhaltige Entwicklung gesammelt werden.

Auch der Bürgermeisterin Manuela Saß ist der Stadtwald wichtig: schon in ihrem Sonntagsfragebogen am 31. Dezember 2017 hatte sie auf die laufenden Planungen für die Gestaltung des Stadtwaldes als attraktiven Anlaufpunkt für Jung und Alt hingewiesen.

Im Bereich des heutigen Parks ist im 19. Jahrhundert Ton abgebaut worden, der Hauptweg zeichnet den Schienenverlauf für die Loren nach. Das bewegte Gelände ist danach mit Bäumen bepflanzt und zu einem Bürgerpark umgewandelt worden. Seit den 1990er-Jahren wurde der Stadtwald landschaftspflegerisch betreut. Die Stadtverordneten haben die Bürgermeisterin beauftragt, bis 2018 ein belastbares Konzept zur Aufwertung des Parks erstellen zu lassen.

Die Fachhochschule für Sport und Management Potsdam hat Ideen für die Durchwegung, Bepflanzung sowie für Aussichts- und Begegnungspunkte, Bewegungsangebote und Ruhezonen entwickelt. Haupt- und Nebenwege in unterschiedlichen Ausbaustufen für Spaziergänger und Sportler solle demnach Verweilpunkte und Aktionsflächen miteinander verbinden. Bestehende Aussichtspunkte sollen freigeschnitten und ergänzt werden.

Im Konzept wird außerdem vorgeschlagen, die Hundewiese zu vergrößern und einzufrieden sowie mit einem Hundeparcours zu ergänzen. Südlich der früheren Deponie mit dem Hundeplatz könnte eine Sportfläche mit Pumptrack und verschiedenen Geräten für Trendsportarten entstehen. Durch den gesamten westlichen Parkbereich wird ein Disc-Golf-Kurs vorgeschlagen.

Das Amphitheater sei ein Alleinstellungsmerkmal des Stadtwaldes, hier könnten gelegentlich wieder Theateraufführungen, Konzerte und Veranstaltungen stattfinden. Der Rodelberg müsste laut Konzept verlegt werden, soll aber auf jeden Fall erhalten bleiben.

„In unserer wachsenden Stadt wächst auch der Bedarf an Räumen für die Begegnung, Erholung, für Sport und Spiel“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. „Das Konzept Fachhochschule für Sport und Management Potsdam bildet eine sehr gute Grundlage, um den Stadtwald entsprechend zu qualifizieren.“ Sie lade jetzt schon die Öffentlichkeit dazu ein, sich an der Diskussion des Konzeptes zu beteiligen. Je nach Ergebnis sei  eine Erneuerung des Stadtwalds beginnend im Jahr 2020 denkbar. (hk/wsw)