Krätzemilbenbefall in Werderaner Kinderbetreuungseinrichtung

Den ersten Einzelfall hatte es im Oktober in der Einrichtung gegeben. Zwei weitere Fälle sind am 26. November bekannt geworden. Die Inkubationszeit beträgt drei bis sechs Wochen.

Die Übertragung von Krätze erfolgt direkt von Mensch zu Mensch durch engen Hautkontakt, seltener über Gegenstände oder Textilien.

Werder (Havel), 28. November 2018 – In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Werder (Havel) und des Gesundheitsamtes des Landkreises Potsdam-Mittelmark heißt es, dass Eltern einer Werderaner Kinderbetreuungseinrichtung am Dienstag über einen Krätzemilbenbefall (Skabies) informiert worden sind. Hintergrund seien drei Krankheitsfälle. Neben einem Informationsblatt (siehe unten), das in der Einrichtung ausgehangen wurde und einen Überblick über Fragen und Antworten rund um den Krätzemilbenbefall liefert, wurde den Eltern zusätzlich eine telefonische Beratung angeboten.

Den ersten Einzelfall hatte es im Oktober in der Einrichtung gegeben. Zwei weitere Fälle sind am Montag, dem 26. November, bekannt geworden. Die Ansteckung erfolgte wahrscheinlich in der Zeit vom 22.10.2018 bis 02.11.2018. Von Ansteckung gefährdet sind ausschließlich enge Kontaktpersonen von Erkrankten, wie vom Gesundheitsamt des Landkreises betont wird: „Die Übertragung erfolgt direkt von Mensch zu Mensch durch engen Hautkontakt, seltener über Gegenstände und Textilien.“ Die Inkubationszeit betrage drei bis sechs Wochen.

Noch am Dienstag war die Gesundheitsaufseherin des Kreises in der betroffenen Einrichtung, gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung wurde über das weitere Vorgehen beraten. Am morgigen Donnerstagnachmittag wird eine Salbe zur präventiven Behandlung in der Einrichtung für Eltern ausgegeben, die das Angebot annehmen möchten. Es handelt sich um ein Standardprodukt für solche Fälle. „Zur Prävention reicht aus, dass Kontaktpersonen, die noch nicht als erkrankt gelten, einmal vom Scheitel bis zur Sohle mit der Salbe behandelt werden“, informiert das Gesundheitsamt.

„Wir haben gemeinsam mit dem Landkreis angemessen auf die Situation reagiert“, teilt Bürgermeisterin Manuela Saß mit. Am heutigen Mittwoch finde ein Treffen mit einer örtlichen Kinderärztin und allen Einrichtungsleitern der Stadt Werder (Havel), Vertretern der Stadtverwaltung und den Hygieneaufsehern des Landkreises zu allgemeinen hygienischen Themen statt. „Das Treffen ist seit langer Zeit geplant und wird genutzt, um die Einrichtungsleiter über den Fall zu informieren.“

Die Stadt werde auch auf ihrer Homepage zu der Hauterkrankung informieren. (wsw, wh)