Kreilinger: “Die Grünen werden ihrem Ruf als Blockadepartei einmal mehr gerecht.”

Pressemitteilung der CDU-Fraktion in der SVV Werder zu "Grüne fordern Diskussion zu L 90-Ausbau"

Werder (Havel), 23. Januar 2019 – Die Landesstraße 90 zwischen Phöben und Werder soll ausgebaut werden. Damit verbunden sind Fällungen von rund 80 alten Alleebäumen. Wir hatten hier über die Baum-Markierungsaktion der Bündnisgrünen berichtet.

Nun meldet sich Peter Kreilinger, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion in der SVV Werder (Havel) zu Wort. In der Pressemitteilung heißt es: “Namens der SVV-Fraktion der CDU Werder (Havel) äußere ich mich zur Forderung der Grünen nach ‘Diskussionen zum Ausbau der L-90’ wie folgt: Die Grünen werden ihrem Ruf als Blockadepartei einmal mehr gerecht. Einerseits rufen sie nach Verkehrskonzepten für eine wachsende Stadt. Andererseits blockieren sie bessere und sicherere Radwege, indem sie bei praktisch jeder Straßenbaumaßnahme Protest von Anliegern organisieren und/oder sich wenigstens verbal an Bäume ketten. Sie kämpfen so für kleinstmögliche Straßenkörper und damit gegen die Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer. Demnächst werden sie wohl auch die Bäume an der B-1 zwischen Geltow und Potsdam gegen die Busspur verteidigen. Mehrkosten für Sondermaßnahmen wegen Bäumen, mit denen man in der Entwicklungshilfe ganze Landschaften mit sauberem Wasser versorgen könnte, gehören ohnehin längst zum grünen Standardforderungsrepertoire. Jeder Maßstab scheint hier längst verloren.

Nur wenn Windräder in den Bliesendorfer Wald gebaut werden sollen, dann kann man munter auch tausende Bäume fällen. Logisch muss eine grüne Ideologie ja nicht sein …

Und damit auf den engen Straßenkörpern keine Gefahren entstehen, kann man ja das Autofahren verbieten oder wenigstens außerorts auch Tempo 50 einführen. Ziel ist offenbar, dass der böse Autofahrer keinesfalls mehr schneller als ein E-Biker unterwegs sein darf. Dass jede Menge Menschen darauf angewiesen sind, in vernünftiger Zeit von Werders Kernstadt in die Ortsteile und in die Nachbarkommunen zu kommen, spielt dabei offenbar keine Rolle.

Dass man mit seinen Diskussionswünschen dann daher kommt, wenn jahrelange Planungen fertig sind und Arbeiten ausgeschrieben wurden, das passt auch ins Bild. Nach dem Motto ‘ändern können wir nichts mehr, aber wir können ja mal so tun als ob’.

Die CDU Werder dankt dem Land für einen vernünftigen Ausbau der L-90 und hofft auf eine zügige Umsetzung ohne baumideologische Diskussionen.” (pk, wsw)