„Lümmeltüte“ in Jeans-Box

Potsdam, 27. November 2018 – Die „Lümmeltüte“ hat ein neues Gewand: die bekannte Präventions-Aktion der „Initiative Brandenburg – Gemeinsam gegen Aids“ trägt in diesem Schuljahr Jeans-Optik. Die „Lümmeltüte“ wird – in neu gestalteter Jeans-Box – von den Gesundheitsämtern in diesem Schuljahr an landesweit 15.000 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 im Rahmen der Schulabgangsuntersuchungen verteilt. Das Gesundheitsministerium fördert die Initiative, wie mitgeteilt wurde.

Vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wurde die neue Jeans-Box gestern vom Gesundheitsamt in Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) vorgestellt. Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij hob hervor: „Mit der Lümmeltüte werden junge Menschen auf witzige Art für ein wichtiges Thema sensibilisiert. Jugendliche wollen Spaß haben und machen sich über mögliche Risiken weniger Gedanken. Aber über HIV und Aids sollten alle Bescheid wissen. Die Lümmeltüte klärt ohne erhobenen Zeigefinger auf. Ich bin überzeugt davon, dass das gut ankommt und erst recht im neuen Jeans-Look.“ (masgf/wsw)


Die „Lümmeltüte“ enthält ein Kondom, eine Karte mit allen landkreisspezifischen Beratungsangeboten zu HIV/Aids, sexuell übertragbaren Krankheiten und Schwangerschaft sowie zwei Broschüren zu diesen Themen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Alle 18 Gesundheitsämter im Land Brandenburg beteiligen sich an der Verteilung. Die Aktion ist im zehnten Jahr: die ersten „Lümmeltüten“ wurden mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 verteilt.

Für das landesweite Projekt wurde in Zusammenarbeit mit einem Studenten der Fachhochschule Potsdam ein frisches, ansprechendes und jugendgerechtes Layout entwickelt. Das neue Format ist im vergangenen Frühjahr in ausgewählten Schulen bei Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 getestet worden. Die jungen Menschen gaben positive Rückmeldungen zur Neugestaltung und Praktikabilität. Die mit der Box vermittelten Informationen zu den regionalen Beratungs- und Hilfeangeboten sowie wichtigen Präventionsbotschaften sollen von den Jugendlichen im Bedarfs- oder Notfall möglichst nachhaltig genutzt werden.