Margaretenstraße: Ausbau beginnt in der zweiten Jahreshälfte

Werder (Havel), 16. Februar 2018 – Für die weiteren Baumfällarbeiten in der Straße Am Plessower See in Werder (Havel) zur Vorbereitung des Ausbaus der Margaretenstraße ist für Montag, den 19. und Dienstag, 20. Februar, eine Sperrung notwendig. In der Zeit von jeweils 8.30 Uhr bis 15 Uhr wird wird die Straße Am Plessower See ab Strandbad bis zum Abzweig Margaretenstraße gesperrt. Das heißt, das Abbiegen von der Straße am Plessower See zum Strandbad und weiter zur B1 ist nicht möglich.


Seit Anfang der Woche wurde im Bereich von der Kreuzung Straße Am Plessower See / Margaretenstraße in Richtung Kemnitzer Straße damit begonnen, den Stadtwald an dieser Stelle auszulichten und Bäume zu fällen. Damit wird, wie der erste Beigeordnete der Stadt Werder (Havel), Christian Große, gegenüber wirsindwerder.de bestätigte, Baufreiheit für den Straßenausbau geschaffen.

Ursprünglichen Planungen zufolge sollte der grundhafte Ausbau der Margaretenstraße bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen werden. Die Vorplanung verzögerte sich jedoch. Der Straßenausbau soll nun, wie Christian Große sagte, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte beginnen und im Jahr 2019 abgeschlossen sein. Die Ausbaustrecke beginnt in Höhe des Strandbades Am Plessower See und verläuft in östliche Richtung bis zur Kemnitzer Chaussee. Wann genau die Straße 2019 zur Nutzung übergeben wird, ist noch offen. Im Bereich des Stadtwaldes müssen zur Befestigung der steil abfallenden Böschung Spundwände gebaut werden. 750 Meter beträgt die gesamte Länge der Ausbaustrecke. Im Entwurf des Doppelhaushalts 2018/2019 sind 1,11 Millionen Euro für den Ausbau eingestellt worden.

“Das Projekt geht unter anderem auf Wünsche von Anwohnern zurück. Die Schulwegsicherung ist in diesem Bereich ein großes Thema. Der vorhandene Straßenzustand entspricht nicht dem Ausbaustandard einer solchen Strecke“, begründet Große den Ausbau. “Sicherheitsdefizite und bauliche Mängel sollen beseitigt und damit die Verkehrsabläufe auf der Straße für alle Verkehrsteilnehmer und vor allem für Schüler verbessert werden.“

Gab es im Vorfeld einige Unruhe unter den Anwohnern, die befürchten, dass sich die Straße zu einer „abkürzenden Rennstrecke“ bei Stau in der Rush Hour in der Innenstadt entwickeln wird, wurden die Bürger Große zufolge bei der Vorbereitung umfassend beteiligt. “Unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben sind einige Vorschläge der Anwohner in die Planung eingeflossen“, so Große.
Da die Margaretenstraße teilweise dicht an den Grundstücken verläuft, wurden für 60 Quadratmeter Bauerlaubnisverträge benötigt. Bauerlaubnisverträge sind ein Instrument des Interessenausgleichs für alle Beteiligten, in denen auch entsprechende Entschädigungen vereinbart werden können. Daraus ergibt sich, dass vorhandene Zäune müssen entsprechend versetzt und die Zufahrten sowie die Hausanschlussleitungen angepasst werden müssen.

Da es sich um eine Haupterschließungsstraße handelt, werden die Anwohner zu 50 Prozent an den Kosten für die Fahrbahn und die Beleuchtung und zu 60 Prozent an den Kosten für den Gehweg beteiligt. Christian Große: „Weitere Einzelheiten regelt die Straßenausbaubeitragssatzung”.

Wie schon in anderen Bereichen der Straße Am Plessower See ab Strandbad in Richtung Bundesstraße wird es auch bei der Margaretenstraße eine Kombination unterschiedlicher Fahrbahnbreiten geben:

  • Am Plessower See Strandbad bis Ende Stadtwald ca. Höhe Haus-Nr. 31 A: Fahrbahnbreite  6 Meter
  • Höhe Hausnummer 31 A bis Höhe Hausnummer 40: Fahrbahnbreite 5 Meter
  • Hausnummer 40 bis Bauende Einmündung Kemnitzer Chaussee: Fahrbahnbreite 6 Meter

Veränderungen der Geschwindigkeitsbegrenzung sind laut Große nicht geplant. Es bleibt also dabei, dass hier nicht mehr als 30 Kilometer pro Stunde erlaubt sind. Aufgrund der engen Grundstücksituation ist der Bau von Parkbuchten allerdings nicht möglich. “Das Parken auf der Fahrbahn wird erlaubt bleiben. Im Zuge der Baumaßnahme werden auch Grundstückszufahrten gebaut“, so Große.

Ein Radweg ist nicht geplant: „Die Radfahrer sollen auf der breiter befestigten Straße aber deutlich sicherer unterwegs sein. Außerdem sind wir in einem Tempo 30-Bereich auf einer künftig gut ausgebauten Straße. Auf solchen Strecken sind gemeinhin keine Radwege notwendig“. Freuen dürften sich Anwohner und Passanten darüber, dass ein 1,20 Meter breite und gepflasterte Gehweg entstehen wird.

“Die Anwohner werden rechtzeitig vor dem Start der Bauarbeiten schriftlich zu einer Informationsveranstaltung zu allen Einzelheiten des Projekts eingeladen“, kündigt Christian Große an. (wsw)