Mein Werder (134): Melanie Mach

Die Kirschkönigin 2018/19 heißt Melanie Mach. Die symphatische Glindowerin hat unseren Sonntagsfragebogen ausgefüllt. Alle Fotos: privat

Kurz & knackig

Name: Melanie Mach
Alter: 22
Wohnort: Glindow 

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?
Mein ganzes Leben, bis auf eine kurze Auszeit durch die Bundeswehr. Jedoch zog es mich jedes Wochenende zurück in die Heimat. Da kamen schnell 1000 Kilometer an einem Wochenende zusammen. 

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Ich wünsche mir Kinder. Wie viele es werden, wird die Zukunft zeigen. Erstmal den Richtigen finden. 

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Ein Ort, an dem man sich nur wohlfühlen kann. Der Charme dieser Kleinstadt fasziniert Jung und Alt. Dank der zahlreichen Freizeitangebote wird es hier nie langweilig. Das Wasser ist immer in der Nähe, die Glindower Alpen garantieren einen einzigartigen Ausblick und man kommt bequem mit dem Fahrrad überall hin.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin noch in der Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten und arbeite in Potsdam in der Tagesklinik am Holländischen Viertel.

Was würden Sie lieber machen?
Manchmal würde ich gerne früher Feierabend machen, um einfach die Zeit am oder auf dem Wasser zu verbringen. Allerdings liebe ich meinen Beruf, die Menschen sind dankbar, wenn man sich um sie kümmert und auf sie eingeht.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Mein Lieblingsort befindet sich auf dem Festland, links vor der Inselbrücke. Die Bootsvermietung Krüger und Till ist seit sieben Jahren von Mai bis Oktober fester Bestandteil meines Lebens. Ich fühle mich dort sooo wohl und mit meinen Kollegen ist jeder Arbeitstag alles andere als langweilig. Am Wasser ist es herrlich angenehm und bei Sonnenschein macht die Arbeit besonders viel Spaß! Außerdem kann ich dort den vielen Touristen die Schönheit unserer Landschaft näherbringen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Mit meinen Freunden verbringe ich gerne Zeit auf dem Rummel und ich bin ein kleiner Adrenalin-Junkie. Egal ob Soundmachine, Achterbahn oder Bungee-Jumping. Hauptsache es kribbelt im Bauch. Natürlich geh ich auch mit der Familie und Sportfreunden in die Obstgärten meines Vertrauens. Gerade meine Kameraden vertrauen auf mein Urteil und wurden noch nie enttäuscht und mit dem Fahrrad kommt man bequem von Muckergarten zu Muckergarten.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Dieses Jahr hatte es mir die “rote Lola” von Schultzens Siedlerhof besonders angetan. Aber natürlich habe ich meine Lieblinge: von Lehnst die Himbeere, von Toni die Quitte, von Wels die Pflaume und von Lorenz die Wildrose.

Sie – ganz speziell

Kirschkönigin – ein schöner Titel! Wie gefällt Ihnen bisher Ihr Amt?
Ich bin überwältigt und kann es immer noch nicht ganz fassen. Ich habe so lange darauf gewartet und nun steck‘ ich mitten drin.

Hat sich Ihr Leben, haben Sie selbst sich dadurch verändert?
Meine Wochenenden sind dadurch immer gut durchstrukturiert. Früh aufstehen, Friseur, Make-Up, ins Kleid schlüpfen und dann geht’s los zu den Terminen. Man darf dabei nicht vergessen zu essen und zu trinken. Ansonsten bleibt alles beim Alten: von Montag bis Freitag steht natürlich meine Arbeit an erster Stelle und die Freizeit, die mir noch bleibt, nutze ich bei der Frauensportgruppe Glindow e.V. Abteilung Volleyball.

Wie viele Termine haben Sie schon absolviert – und welche waren die schönsten?
Das Kirsch- und Ziegelfest war natürlich ein festlicher Auftakt und wird schwer zu toppen sein. Alle Gäste haben mit mir gemeinsam gefeiert und die Stimmung beim Kirschtanz war super. Der Sonntag war gespickt mit Highlights: Frühschoppen mit dem Ketziner Blasorchester, ein Besuch im Ziegeleimuseum mit Lorenbahnfahrt und der Abschluss durch den gemischten Chor von Glindow. Dennoch werde ich jeden zukünftigen Termin genießen. In den wenigen Wochen waren es bereits 7 Termine.

Wie haben Ihre Verwandten und Freude darauf reagiert, dass Sie Kirschkönigin wurden?
Die Freude bei meiner Familie war groß und ich bin sicher, meine Mutter ist stolzer denn je. Nach einem schweren Schicksalsschlag im September 2017 schöpfen wir nun gemeinsam Kraft aus diesem besonderen Amt. Sie sieht mich, wie ich mich in etwas völlig Neues stürze und unterstützt mich mit allen Mitteln. Ohne meine Mutter geht nichts. Als mir bei Kirschtanz leider mein Reifrock in Mitleidenschaft gezogen wurde, war meine Mutter mit ihrer Nähmaschine sofort zur Stelle und reparierte ihn, damit er Sonntag wieder benutzt werden konnte. Sie hat mir auch meinen Glücksbringer geklöppelt. Meine Freunde waren natürlich alle sehr überrascht (weil es ja geheim blieb bis zum Pressetermin), aber finden es natürlich super eine “Königin” zu kennen.

Werden Sie jetzt mit „Hoheit“ angesprochen?
„Ach die Frau Kirschkönigin […]“ kam neulich ein Freund auf mich zu, als ich gerade mein Auto geputzt habe. Ich gehöre zu den Menschen, die sich selbst nicht allzu ernst nehmen und deshalb gehört ein wenig Spaß dazu. Zu den Klassikern gehört: eure Kirschigkeit, euer Durchlaucht und Cherryqueen.

Bekommen Sie Fan-Post?
Nicht direkt … viele schreiben mich auf Facebook an oder kontaktieren mich über die Seite der Kirschkönigin. Meist wünschen Sie mir Glück und Spaß für das kommende Jahr.

Das Kleid hat wie schon traditionell Manu Giese genäht – durften Sie mitbestimmen, wie es aussieht?
Vom ersten Moment an. Wir setzten uns zusammen, machten einen Plan und im Endeffekt wusste sie besser, was zu mir passt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die letzten Wochen trafen wir uns fast täglich und jedes Mal kam eine neue Idee dazu, die das Kleid noch wandlungsfähiger machte. Ich bin so glücklich und fühle mich sichtlich wohl. Wie Manuela immer sagte: „Du strahlst, wie eine Braut in ihrem Hochzeitskleid”.

Als Kirschkönigin unterstützen Sie auch ein besonderes Projekt. Welches ist das und warum ist Ihnen das wichtig?
Ich arbeite mit dem Treffpunkt Werder zusammen und die Ehrenamtlichen dort haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu betreuen und sie in dem beschwerlichen Alltag zu unterstützen. Wichtig für mich ist es, noch ein paar helfende Hände für dieses Projekt zu finden, damit es noch mehr Menschen erreicht und diese sich auch trauen, die Hilfe anzunehmen. Ich finde es schade, wenn man kranke Menschen aus dem sozialen Leben ausschließt. Die Treffpunkt-Leiterin Sigrid Hilburg hat schon ein großes Angebot geschaffen, was gut von den Bürgern aus Werder angenommen wird. Ihr und auch mein Wunsch ist es, die Menschen aus den Ortsteilen von Werder in den Treffpunkt zu holen um noch mehr Austausch zu haben.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Ich wünsche mir viele schöne und unvergesslichen Momente mit meiner Familie. Das bisschen Zeit, was wir auf Erden haben, reicht oft nicht aus und man verschwendet zu viel Zeit vorm Fernseher und am Handy.

Außerdem wünsche ich mir einen guten Abschluss und einen heimatnahen Dienstposten bei der Bundeswehr.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Promis sind nicht meine Welt. Ich wüsste niemanden.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
“Wave and Smile” eine Graphic Novel über die ISAF-Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan. Es beschreibt ganz gut die Zustände für deutsche Soldaten in diesem fremden Land, wo Terror und Gewalt den Alltag beherrscht. Ich kenne solche Geschichten aus erster Hand von anderen Soldaten und bin jedes Mal tief berührt worden.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein Vater ist mein Vorbild und wird es auch immer bleiben. Er hat mich zu einer selbstständigen Frau erzogen, die mit anpackt, statt sich um ihre Fingernägel zu sorgen. Er hat mir beigebracht mit Werkzeug umzugehen, es erstmal alleine zu versuchen und falls etwas doch zu schwer war, stand er immer hinter mir, um mir unter die Arme zu greifen. Er hat immer alles selbst gemacht und dafür bewundere ich ihn. Mein Vater ist auch der Grund, warum ich bei der Bundeswehr gearbeitet habe. Er war damals in der NVA an der Grenze eingesetzt und hat mir immer wieder die gleichen Geschichten erzählt und ich habe jedes Mal gespannt zugehört. Ich habe sie geliebt und werde sie eines Tages meinen Kindern erzählen. Er wird immer in meinem Herzen weiterleben, sowie die Erinnerungen an ihn.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Grey’s Anatomy, Dr. House, Navy CIS, Lucifer und noch soooo viele mehr.
Was Filme angeht: Action, Comedy und Fantasy.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Nur Offensichtliche: Wenn ich Musik höre, muss ich tanzen. Durch die sechs Jahre beim Karnevalsverein in Glindow und nach acht Jahre orientalischer Tanzkunst mit den Grundlagen im Ballett kann ich heute kaum meine Füße stillhalten. Ich spiele für mich selbst auf der Gitarre, wofür ich sogar drei Jahre Unterricht genommen habe. Für Sport habe ich auch ein Talent entwickelt, alles was man auf dem Land und Wasser machen kann.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Seit vielen Jahren haben wir Zwergkaninchen. Momentan sind es sechs Puschelnasen, die den Rasen kurzhalten und regelmäßig den Garten umwühlen. Die kleinen Langohren sind sehr kuschelbedürftig und grade Langhaarzwerge müssen intensiv gebürstet werden. Sie sind unser ganzer Stolz.