Mein Werder (139): Mario Rux

Mario Rux ist sein zehn Jahren Chef des Werderaner Tischtennis-Vereins. Foto: privat

Kurz & knackig

Name: Mario Rux
Alter: 57 Jahre
Wohnort: Werder (Havel)
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? Seit meinem ersten Lebenstag.
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben? Ja, einen Sohn

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Ich würde es so beschreiben nach einem bekannten Fernsehunterhalter (Horst Lichter): „Es ist ein Träumchen“. Ob Kultur, Sport oder Tourismus, in Werder ist immer was los.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Seit 28 Jahren arbeite ich bei „Hermes“.

Was würden Sie lieber machen?
Die letzten Jahre würde ich gern etwas ruhiger treten, einen nicht ganz so schweren Job. 28 Jahre „Hermes“, das ging schon an die Gesundheit.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Natürlich die Muckergärten. Schön unter den Blütenbäumen sitzen und Wein genießen. Dort kann man wunderbar abschalten vom Alltag.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich stehe mehr auf die hellen Sorten, z.B. Quitte.

Mario Rux lebt seit seinem ersten Lebensweg in der Blütenstadt. Foto: privat

Sie – ganz speziell

Sie sind Chef des Tischtennis-Vereins in Werder. Seit wann gibt es denn den Verein und wie viele Mitglieder hat er aktuell?
Den  Verein gibt es seit 2001. Zur Zeit sind wir 85 Mitglieder. 2006 wechselte ich wieder nach Werder zurück und übernahm 2008 den Verein als „Chef“.

Wie sind Sie eigentlich zum Tischtennis gekommen und spielen sie noch?
Es war im Februar 1976. Einige Freunde und ich spielten auf dem Plessower See Eishockey, bis zwei auf einmal sagen, sie müssen los zum Training. Ich frage, was für Training, … na zum Tischtennis. „Kann ich mitkommen?“ fragte ich und sie sagten, „ja, na klar.“

Und das war’s, seit dem  1. Juni 1976 bin ich Mitglied beim Tischtennis, damals unter der BSG Einheit Werder. Gespielt wurde damals in der „Maxim-Gorki-Halle“, später dann im „Lindenpalast“, in dem wir bis 1990 unser Domizil hatten.
Aus gesundheitlichen Gründen schwinge ich nur noch wenig den Schläger. Seit Beginn meiner Tischtenniskarriere führe ich Statistik und kann mit Stolz sagen, bisher bestritt ich insgesamt 775 Spiele.

Was ist das Schöne am Tischtennis?
Man kann Tischtennis immer und überall und in allen Altersklassen spielen. Es ist eine schöne Hallensportart, also wetterunabhängig.

Von Schülern über Damen bis Mannschaften und Senioren – Ihre Vereinsmitglieder sind erfolgreich in den Ligen – brauchen Sie noch Nachwuchs oder ist die Halle beim Training schon voll?
In der nun kommenden Saison 2018/2019 meldet der TTV Werder insgesamt 13 Mannschaften für den Spielbetrieb in Potsdam-Mittelmark. Acht Herren-, drei Nachwuchs- und eine Damen-Mannschaft sowie eine Senioren-Mannschaft kämpfen in den unterschiedlichsten Klassen.
Die Havelauenhalle – unser Trainings- und Wettkampfdomizil – ist an beiden Trainingstagen schon sehr voll. Nachwuchs braucht man immer. Da die Kinder bereits ab 16.30 Uhr in die Halle kommen, geht es vom Platz her schon. Ab 19 Uhr, dem Beginn der Zeit der Erwachsenen, kann es schon mal sehr eng werden. Aber wir sind in der glücklichen Lage, zum Training bis zu 16 Tische stellen zu können, da klappt es ganz gut.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Interesse und Lust am Spielen mit dem kleinen Zelluloidball. Ob man Talent hat, das sehen die Trainer nach 3wöchigem Probetraining.

Sie organisieren jährlich auch mehrere Turniere?
Das stimmt. Traditionell beginnen wir im Januar mit unserem Neujahrsturnier, einem Turnier, an dem nur Vereinsmitglieder teilnehmen. Im Mai bzw. Juni findet dann unser Baumblütenturnier statt, welches wir inzwischen aufgrund der hohen Teilnehmerzahl, an zwei Tagen durchführen. In Richtung Jahresende richten wir dann die Stadtmeisterschaft aus, an der die Bürger der Stadt Werder – inklusive Ortsteilen – teilnehmen können.
So kommen wir bis heute auf insgesamt 40 Turniere mit insgesamt 1.700 Teilnehmern.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Der allergrößte Wunsch wäre, noch einen Trainingstag zusätzlich für die „Havelauenhalle“ zu bekommen. Es ist aber schwierig, bei so vielen Vereinen in Werder.
Die anderen Wünsche ergeben sich von selbst, an Nummer eins steht Gesundheit.

Als Chef eines Sportvereines in Werder (Havel) trifft man natürlich auch immer die Baumblütenkönigin - hier beim 132. Baumblütenfest Victoria Tremel, heute Victoria Freitag. Foto: privat

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Jan-Ove Waldner – einen Tischtennis-Spieler par excellence.

Welche Fragen würden Sie dieser Person stellen?
Es wären Fragen zu seiner Karriere, seinen Erfolgen, was er heute macht.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ich bin einer, der nicht so gern liest, ich mag sehr gern Reiseführer und Bildbände. Da träum ich von meinen Reisen quer durch Deutschland.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Vorbilder weniger, aber ich verehre sehr meine Schwiegereltern, deren Lebensweisheiten und  Erfahrungen.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Verrückt nach Meer, diese tollen Reisen,  einfach schön.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Kein verborgenes, ich organisiere sehr gern TT-Veranstaltungen und liebe Statistiken.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich mag Hunde und Katzen sehr, aber ich habe kein Haustier, da ich viel zu viel unterwegs bin.

Mario Rux mit der Baumblütenkönigin Karola Schulz - das war 2012. Karola Schulz selbst ist im Volleyballverein. Foto: privat