Mein Werder (140): Stefan Bohnebuck

Kurz & knackig

Name: Stefan Bohnebuck
Alter: 29
Wohnort: Glindow
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? seit 2015
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben? Noch nicht, aber zwei wären schön.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine attraktive Kleinstadt im Herzen Brandenburgs. Sie bietet kulturelle und sportliche Möglichkeiten für jedermann. Die Insel bezeichne ich gern als das Saint-Tropez der Mittelmark. 

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Bauingenieur und leite die Abteilung Asphaltbau der STRABAG am Standort in Neuseddin.
Wir sorgen für die Staus und dafür, dass Sie möglichst schnell wieder frei Fahrt haben.

Was würden Sie lieber machen?
Ich bin ziemlich zufrieden. 😉 

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Glindows Muckergärten, insbesondere den der Familie Wels.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Himbeere und schwarze Johannisbeere.

Sie – ganz speziell

Sie folgen auf Bodo Nickel als neuer Ortswehrführer in Glindow. Warum wurde die Neubesetzung des Postens nötig?
Es gab keine dringende Notwendigkeit, jedoch haben wir gemeinsam beschlossen, dass wir uns zur Bewältigung der kommenden Aufgaben neu aufstellen wollen und müssen. Bodo Nickel hat sich sofort bereiterklärt, als mein Stellvertreter weiterzumachen. Er ist die gute Seele und der Fädenzieher im Hintergrund bei uns.

Welche Aufgaben warten auf Sie als Ortswehrführer?
Als meine vorrangige Aufgabe sehe ich es, die Feuerwehr personell weiter aufzubauen und die Kameradschaft zu stärken.
Weiterhin liegt es mir am Herzen, unseren sehr guten Ausbildungsstand beizubehalten und auszubauen.
Wir wollen die Zusammenarbeit mit den anderen Ortsfeuerwehren weiter verbessern und mehr voneinander lernen.

Ich sehe es als Chance, auch außerhalb unserer Stadt Kontakte zu knüpfen und mit Nachbarfeuerwehren anderer Träger zusammenzuarbeiten.
Im Tagesgeschäft kommen mehr administrative Aufgaben auf mich zu. Bei 120 Einsätzen pro Jahr entsteht hoher Verwaltungsaufwand.

Haben Sie sich eine besondere Aufgabe vorgenommen?
Ich möchte es schaffen, die Feuerwehr personell zu stärken und innerhalb meiner sechsjährigen Amtsperiode die Sollstärke von 45 aktiven Feuerwehrkameraden in Glindow zu erreichen. Auch wenn das sehr ehrgeizig ist, denke ich, dass wir in Glindow das Potenzial haben, eine solche Entwicklung zu gehen.

Als zweite große Aufgabe müssen wir unsere aktiven Kameraden von gesellschaftlichen Aufgaben entlasten und ihnen den Rücken stärken.

Ich freue mich sehr, dass sich in Glindow eine Interessengemeinschaft zur Gründung eines Fördervereins für die Feuerwehr vereint hat. Für den 26. September 2018, 19 Uhr, ist die Gründungsveranstaltung im Gerätehaus Glindow geplant. Interessierte Bürger sind herzlich dazu eingeladen.

Wie lange sind Sie bei der Freiwilligen Feuerwehr und wie kamen Sie dazu?
Ich bin im Alter von 11 Jahren in die Jugendfeuerwehr meines Heimatortes Damsdorf eingetreten und seitdem dabei.

Wieviele Kameraden zählt Ihre Wehr?
Wir sind zurzeit 26 aktive Kameraden, 12 Kameraden in der Jugendfeuerwehr und ca. 15 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung.

Arbeitet die Freiwillige Feuerwehr noch mit den Löschzügen Plessow und Plötzin zusammen? Wie muss man sich diese Zusammenarbeit vorstellen?
Wir bilden zusammen mit den Löschgruppen aus Plessow und Plötzin den 2. Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Werder (Havel). Einmal im Monat üben wir zusammen mit den Plessower Kameraden und einmal pro Quartal führen wir eine größere Einsatzübung im Zugverband durch.

Sind Sie mit der technischen Ausrüstung zufrieden?
Im Verhältnis zu anderen Städten und Gemeinden jammern wir auf hohem Niveau. 😎

Es besteht aber trotzdem Handlungsbedarf, um zum Beispiel den maximalen Schutz der Kameraden und die bestmögliche Hilfe für die Bürger unserer Stadt zu gewährleisten.

Wie steht es um den Nachwuchs bei der Feuerwehr in Glindow?
Ich freue mich, dass wir unter den aktiven Kameraden viele haben, die sich stark für die Jugendfeuerwehr in Glindow engagieren. Besonders hervorheben möchte ich hierbei Kathrin Maiwald, Heiko Fengler und Michael Viebranz.

Nichtsdestotrotz zollen wir auch der demographischen Entwicklung Tribut und können über unsere sehr gute Jugendarbeit gerade so viele Kameraden gewinnen, wie wir aus Altersgründen verlieren.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Eine gesunde, glückliche Familie, Erfolg im Job und 45 Feuerwehrkameraden in Glindow bis 2024.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Thomas Müller.

Welche Fragen würden Sie ihnen stellen?
Wie er es schafft, trotz der öffentlichen Aufmerksamkeit und seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten seine Identität zu wahren und auf dem Boden zu bleiben.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Keins.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Viele Menschen begeistern mich mit Ihrem Handeln und Verhalten. Jeder von ihnen hat Attribute, an denen man sich orientieren sollte.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Ich bin kein Film-Fan und kann überhaupt nicht mitreden.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Wenn ja, habe ich es noch nicht kennengelernt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich finde Hunde cool, wir haben aber keinen.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr in Glindow

Alle Interessierten sind am 22. September zum Tag der offenen Tür in Glindow eingeladen. 
Es gibt wie immer die altbekannte Erb(s)ensuppe, aber dieses Mal stehen die Besuchter im Fokus:
„Feuerwehr zum Anfassen und Mitmachen“ steht auf der Agenda
Alle können mitmachen und dabei auch etwas lernen.

Es gibt einen Fettbrandsimulator und Übungsfeuerlöscher vor Ort, jeder kann selber anpacken.

Aber als absolutes Highlight gibt es die Möglichkeit, selbst ein Auto mit dem hydraulischen Rettungsgerät unter Anweisung und Einhaltung der Vorschriften auseinander zunehmen.

Und für alle, die unterhalten werden wollen, aber noch zu klein sind, ist eine Hüpfburg, Stockbrot, Kinderschminken und ein Kuchenbasar vorbereitet.

Und nicht vergessen: am 26. September treffen sich ab 19 Uhr im Gerätehaus alle, die bei der Gründung des Fördervereins für die Feuerwehr mitmachen wollen.