Mein Werder (152): Andreas Joppe

Andreas Joppe feiert am heutigen Sonntag sein 25-jähriges Meisterjubiläum. Herzlichen Glückwunsch!, Foto: wsw

Kurz & Knackig

Name: Andreas Joppe
Alter: 47
Wohnort: Im schönen Ortsteil Glindow
Haben Sie Kinder? Ich habe zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine tolle Stadt, die eine hohe Lebensqualität bietet. Ob für Wassersportfreunde oder Naturliebhaber – jedem wird hier etwas geboten.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Viel organisieren. In unserer Fleischerei ist immer etwas los und da wird jede Hand gebraucht. Mein Tag beginnt um 3 Uhr früh mit mehreren Tassen Kaffee und danach geht es in der Produktion los, die Ware für den Tag fertigzustellen. Um 7 Uhr sitzen wir alle gemeinsam beim Frühstück und dann verläuft der Tag meistens anders als geplant, weil irgendetwas dazwischen kommt 🙂

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Am liebsten bin ich in Werder auf der Insel und esse einen Becher Erdbeereis im Dolci e Gelati.

Rummel oder Muckerhaften? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ganz klar in den Gärten der Obstmucker! Und eine schöne Spazierrunde über den Panoramaweg ist ein absolutes Muss.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Am liebsten trinke ich Erdbeerwein, den kenne ich noch aus meiner Jugend. Unter den Kumpels hieß der immer nur „Werderaner Bretterknaller“.

Sie – ganz speziell

Am heutigen Sonntag feiern Sie Ihr 25-jähriges Fleischermeisterjubiläum. Herzlichen Glückwunsch! Hat sich in der langen Zeit viel an Ihrem Beruf verändert?
Es macht mir nach wie vor sehr viel Spaß. Obwohl ich nie Fleischer werden wollte, bin ich in den Familienbetrieb eingestiegen und habe es bis heute nicht bereut. Schon als kleiner Junge habe ich im elterlichen Betrieb mitgeholfen. Natürlich hat sich seitdem eine Menge, insbesondere in der Produktion, geändert. Doch Messer sind Messer geblieben und auch die alten Rezepturen haben wir beibehalten. Aber die Maschinen, mit denen wir heute arbeiten, sind natürlich viel komplexer und computergesteuert. Wir sind heute ein moderner Handwerksbetrieb, der trotz Computer nicht auf Mitarbeiter in der Produktion verzichten kann und das auch nicht möchte.

Hinter dem Familienbetrieb stehen heute auch Ihre Kinder.
Meine Tochter Stephanie und mein Sohn Felix sind heute voll in den Betrieb integriert. Das macht mich natürlich sehr stolz, denn die Tradition, die einst mein Opa begonnen hat, wird fortgeführt. Beide sind heute in der Verwaltung tätig und haben unterschiedliche Bereiche, um die sie sich kümmern. Dass keiner der beiden die klassische Fleischerlehre gemacht hat, finde ich überhaupt nicht schlimm. Auch in einem Handwerksunternehmen gibt es heute so viele Aufgaben neben dem eigentlichen Handwerk, ohne die es einfach nicht funktionieren würde. Natürlich ist auch meine Frau immer da und stärkt mir den Rücken, wofür ich sehr dankbar bin.

Essen die Leute heute andere Fleischereiprodukte als damals?
Nein 🙂 Die Klassiker wie Teewurst, Bierschinken und Leberwurst sind heute noch genau so beliebt wie früher.

Bilden Sie in Ihrem Betrieb auch aus?
Natürlich sind wir auch ein Ausbildungsbetrieb. Allerdings wurde es mit den Jahren immer schwieriger, Lehrlinge zu finden, die das Fleischerhandwerk von der Pike erlernen wollen.
Ich fände es sehr schön, wenn wir unser Können auch an die nächste Generation weiter geben könnten. Bewerbungen für die Lehre sind herzlich willkommen.

Wenn Sie in die Zukunft schauen, was wünschen Sie sich für den Betrieb?
Ich wünsche mir, dass das Handwerk weiterhin Bestand haben wird und die Kunden eine traditionelle leckere Wurst vom Fleischer ihres Vertrauens zu schätzen wissen.

Was wir sonst noch wissen wollen…

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ich bin nicht der große Leser. Tagsüber habe ich dafür keine Zeit und abends bin ich einfach zu müde. 

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Mama, weil sie immer ein offenes Ohr für andere Menschen hatte, und sie sich viel gekümmert hat. Sie hatte ein ganz großes Herz und eigentlich immer gute Laune.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Mein Lieblingsfilm ist „Der Patriot“ mit Mel Gibson.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich kann richtig gut backen.. nein Scherz 🙂

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Hund

Familienbetrieb mit Tradition, v.r.: Geschäftsführer Andreas Joppe, Tochter Stephanie, Sohn Felix und Senior-Chef Horst Joppe
Am 01. Februar 1952 gründete Johannes Joppe die Fleischerei und legte den Grundstein für eine Familienerfolgsgeschicht