Mein Werder (162): Monika Knape

Monika Knape ist besser bekannt als "Backmone", Fotos: privat

Kurz und Knackig

Name: Monika Knape oder des öfteren auch „Backmone“
Alter: fast 55
Wohnort: Werder, OT Neu Plötzin
Haben Sie Kinder? Ich habe drei erwachsene tolle Söhne, auf die ich sehr stolz bin.

Über unsere Blütenstadt Werder(Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist einfach schön! Trotz des Wachstums in den letzten Jahren hat Werder für mich immer noch etwas beschauliches, gemütliches. Man kennt sich. Werder ist ein guter Ort zum Ankommen und Bleiben. Wer Grün und Wasser liebt, ist hier genau richtig. Ich bin mit 17 Jahren hier hergekommen durch den Obstbau, habe viele Jahre in Krielow gewohnt und seit 2013 nun in Werder.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bringe den Menschen an sechs Tagen die Woche Freude! Montags ist mein Backtag. Da bin ich in meiner Backstube in Geltow und sorge für Nachschub an Keksen und Cantuccini. Von Dienstag bis Freitag bin ich mit meiner Hausreinigung unterwegs. Das mache ich seit 20 Jahren und die glücklichen Gesichter meiner zufriedenen Kunden sind für mich das größte Lob. Freitagabend wird das Auto beladen für Samstag. Da findet man mich mit einem Stand auf dem Markt am Nauener Tor in Potsdam.

Was würden Sie lieber machen?
Es passt alles, so wie es ist. Allerdings würde ich mit meinem Mann gern öfter verreisen. 

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – Verraten Sie uns wo?
Bei uns zu Hause in Neu Plötzin … Hier haben wir einen fast unverbauten Blick in die Natur und Ruhe.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der Insel! Dort gibt es im Sommer das beste Eis und Sommer wie Winter den allerbesten Kuchen im „Hagemeister“. Und oben auf der Bismarckhöhe des wunderschönen Ausblickes wegen und des schönen Saals.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ganz klar der Muckergarten! Unter blühenden Bäumen sitzen und einfach nur sein.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Darf ich hier sagen, dass ich keinen Obstwein trinke? 😊

Sie ganz speziell

Backen ist Ihre große Leidenschaft. Wie kam es dazu?
Ich habe Kekse schon immer geliebt! Zu Weihnachten wurden bei uns früher Plätzchen gebacken und Honigkuchen. Meine Oma Charlotte brachte an Heiligabend auch noch Mürbeplätzchen mit. Ganz schlichte, mit ein wenig improvisierter Kakaoglasur oder einer Mandel drauf. Dann hatte ich selbst eine große Familie, die ich bebacken habe. Zu Weihnachten befand ich mich regelmäßig im Keks-Back-Rausch. Dann kamen die Cantuccini. Irgendwann schmeckten mir die herkömmlichen nicht mehr so richtig und ich probierte es selbst mit dem Backen. Die schlugen richtig ein, Freunde und Familie waren begeistert von den selbst gebackenen Cantuccini. Meine Idee, mir mit den Keksen ein zweites berufliches Standbein zu schaffen, nahm langsam Gestalt an. 2017 im Sommer meldete ich ein zweites Gewerbe an, fand ein geeignetes Objekt, machte ein kleines Praktikum bei einem Potsdamer Bäcker und erbrachte einen Sachkundenachweis mit mündlicher und schriftlicher Prüfung. Ich bin ja Quereinsteiger. Am 11.11.2017 habe ich die Backstube eröffnet und es noch keinen Tag bereut.

Wo können Keksliebhaber Ihre Kekse kaufen?
Montags bei mir in der Backstube in der Caputher Chaussee 3 in Geltow. Ab 13 ist geöffnet und man kann probieren und kaufen. Des weiteren bin ich jeden Samstag auf dem Markt am Nauener Tor gleich neben dem Kaffeestand. Und übers Jahr verteilt auf verschiedenen Veranstaltungen. Den Veranstaltungsplan findet man auf meiner Homepage und bei Facebook.

Immer samstags findet man die Backmone auf dem Markt am Nauener Tor in Potsdam.

Liebe Frau Knape, haben Sie ein Lieblingsrezept?
Ja, „Schokohasel“. Das ist ein Butter-Mürbe-Keks, mit ganz dunkler Schokolade, Haselnüssen und etwas Meersalz.

Wir haben gelesen, dass man in Ihrer Backstube Cantuccinis und auch Kaffee genießen kann. Erzählen Sie uns ein wenig mehr davon!
Ich nenne die Backstube gern das „verlängerte Wohnzimmer“. Der Verkaufsbereich ist sehr gemütlich eingerichtet. Ein Redakteur der PNN sagte beim Reinkommen ganz begeistert: „Das ist ja wirklich eine Stube!“. In zwei Vitrinenschränken tummeln sich Sammeltassen und anderes altes Geschirr. An einem langen Tisch kann man ganz entspannt sitzen und die Kekse sowie Cantuccinis probieren. Über dem Tisch hängt ein alter, wunderschöner Leuchter. Das Geschenk einer begeisterten Kundin. Auf Wunsch gibt es eine Tasse Kaffee dazu. Ein Cafe ist es allerdings nicht.

Welches Rezept von Ihrer Oma Charlotte backen Sie besonders gern?
„Oma Charlottes Weihnachtskeks“. Das ist Kindheit pur.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Frieden unter den Menschen, Gesundheit, mehr Besinnung auf die wirklich wesentlichen Dinge im Leben

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Ich treffe mich lieber mit Menschen, die mir nahe stehen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Generation Kriegskinder“ von Sabine Bode. Und seit ca 15 Jahren immer: „Die Mücke im Bernstein“ von E.G.Stahl. Dieses Buch lese ich jedes Jahr einmal und immer wieder mit Begeisterung.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein Vater. Trotz Kindheit im Krieg und anderer schwieriger Lebenssituationen hat er sich immer durchgebissen. Das habe ich von ihm übernommen: „Nicht quatschen, machen!“

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Fernsehen habe ich vor Jahren abgewählt. Mein Lieblingsfilm ist herrlich kitschig: „Email für Dich“ mit Meg Ryan und Tom Hanks.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Naja, ich reime gern aus dem stegreif …

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja! Wir haben vier Katzen. Wobei wir uns manchmal nicht ganz sicher sind, wer wen hat. Und ob sie in unserem Haus leben oder wir in ihrem. Jede für sich ist eine Persönlichkeit.