Mein Werder (17): Christian Kärger

Name: Christian Kärger


Alter: 60

Wohnort/Ortsteil: Werder Havel

Seit wann sind Sie in Werder zuhause? – Ich bin in Werder geboren.

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben? – Ich habe zwei erwachsene Töchter.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?

Wenn ich nicht arbeiten gehe, bin ich am liebsten in meinem Garten oder spiele mit meinem Enkelkind.

Was würden Sie lieber machen?

Ich bin mit dem was ich tue zufrieden.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?

Einer der schönsten Orte in Brandenburg, mit viel Wasser und Natur.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und Warum?

Am liebsten bin ich in meinem Garten und kümmere mich um meine Hühner.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?

Natürlich in den alten Muckergärten, da ich ja selbst Wein mache. Hier kann man auf gemütliche Art die Baumblüte genießen.

Was ist das Besondere an Ihrem Ortsteil?

In meinem Wohngebiet sind die Nähe zum Plessower See und die Ruhe das Schönste.

Welche ist Ihre Lieblings- Jahreszeit und warum?

Der Frühling ist die schönste Jahreszeit in Werder, die Bäume werden wieder grün und die Blumen fangen an zu blühen. Werder ist halt die Blütenstadt.

Wo muss ein Besucher unserer Stadt unbedingt gewesen sein?

Auf unserer schönen Insel natürlich und auch auf der Bismarckhöhe, denn von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die ganze Stadt.

Werderaner oder Werderscher?

Meine Familie ist schon seit mehr als hundert Jahren in Werder zu Hause. Mein Urgroßvater hat damals schon den Obst- und Gartenbauverein mitbegründet. Die Obstbauern haben sich damals zusammengeschlossen und haben gemeinsam das Obst über die Havel zum Werderschen Markt nach Berlin gebracht. Die Gaststätte am Bahnhof gehörte meinem Urgroßvater. Er betrieb an dieser Stelle nicht nur ein Restaurant sondern auch ein Hotel, eine Pferdeausspannung und ein Laden für Kolonialwaren. Für Werder und seine ankommenden Gäste war es zu dieser Zeit ein wichtiger Anlaufpunkt.

Was macht den typisch „Werderschen“ für Sie aus?

Der Werdersche hat eine ganz eigene Sprache, oft wird diese auch im Volksmund „Erdbeerdeutsch“ genannt, selbst Fontane war verwundert über den ganz eigenen Dialekt der Werderschen und nannte sie eine „kauderwelsche Sprache“. Der Werdersche kennt seine Geschichte und ist stolz, ein Werderscher zu sein.

Selbst Werderaner? – Werderscher.

Marmelade oder Wein?

Beides … ich esse sehr gerne selbstgemachte Marmelade und liebe natürlich auch den Obstwein aus meiner eigenen Herstellung.

Obstbau ist in Werder Tradition. Haben Sie einen Garten? Mit Obstbäumen?

In meinem Garten gibt es sehr viel Obstbäume und auch andere Obstarten wie z.B. Erdbeeren, Johannisbeeren und auch Brombeeren und Himbeeren. Von allem findet man reichlich in meinem Garten. Auch Gemüse kommt natürlich nicht zu kurz. Jedes Jahr freue ich mich besonders auf die Tomatenernte.

Und was machen Sie aus den Früchten, die Sie ernten?

Viele verschiedene Dinge. Ein Teil wird selbst gegessen. Der andere Teil wird zu Marmelade verarbeitet oder eingeweckt. Der größte Teil wird zu Wein, den jeder zur Baumblüte kosten darf.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?

Wenn man so will, habe ich sehr viele Tiere zu Hause, da ich seit 45 Jahren Rassehühner züchte. Ich bin seit knapp zehn Jahren Vereinsvorsitzender der Rassegeflügelzuchtvereins Hoffnung 1948 Werder Havel e.V.
Ich selber habe seit meiner Kindheit Zwerg-Orpington gezüchtet. Diese Rasse hat selbst Queen Mum in England gezüchtet. Jedes Jahr zur Baumblüte veranstaltet der Verein Im Hohen Weg 55 am 1. Mai ein Hähnewettkrähen. Hier bringen verschiedene Züchter ihre Hähne zu einem Krähwettstreit zusammen. Innerhalb einer Stunde wird dann gezählt, wie oft die einzelnen Hähne krähen, der Hahn der am häufigsten gekräht hat, wird zum Sieger erklärt. Die Siegerehrung wird von der Baumblütenkönigin und der Bürgermeisterin übernommen.

Für viele Werderaner und Gäste gehört diese Veranstaltung schon fest zum Baumblütenprogramm. Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf 41 Hähne, die um die Wette krähen werden. Jeder ist herzlich eingeladen, sich das am 1. Mai ab 10 Uhr anzuschauen.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?

Andreas Kieling, den Tierfilmer und Abenteurer.

Welche Fragen würden Sie ihr stellen?

Welche brenzligen Situationen er schon erlebt hat und was er noch alles gerne in seinem Leben machen möchte.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

Ein Buch von Andreas Kieling.