Mein Werder (175): Paul-Edwin Wodak

Kurz & Knackig

Name: Paul-Edwin Wodak
Alter: 31
Wohnort: Geltow
Haben Sie Kinder? Nein

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist einer dieser Heimatorte, an den man immer wieder zurückkehren würde, auch bei sehnlichstem Fernweh.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich genieße derzeit ein Vollzeitstudium an der HTW Berlin und befinde mich im 6. Semester zum Restaurator für technisches Kulturgut. Desweiteren habe ich mit einem weiteren Gesellschafter eine Transportfirma für Baustoffe Namens FIWO.
Neben dem Studium und der Firma habe ich ein Grundstück bei Brandenburg, auf dem Haus und Nebengelasse auf Sanierung warten und meine Geschicke als Handwerker und Restaurator abverlangt werden.
In Potsdam wartet mein Schiff mit dem Baujahr 1924 darauf, noch in diesem Jahr einen Werftbesuch zu bekommen, um den Klassenerhalt zu bewahren. Derzeit geht aber viel Zeit in die Planung und Durchführung für WERDERclassics in das Land. Hierbei dürfen die Vereinsaktivitäten aber nicht in den Hintergrund rücken. Ich bin 1. Vorsitzender des MC Blütenstadt Werder/Havel e.V. ; 2. Vorsitzender einer Steggemeinschaft in Geltow und Vereinsmitglied der Seglervereinigung Einheit Werder 1952 e.V. seit nun 25 Jahren.

Was würden Sie lieber machen?
Bis jetzt habe ich immer genau das gemacht, was ich am liebsten machen würde, und wenn es sich ändern sollte, werde ich auch den Kurs korrigieren.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Einer der schönsten Orte ist für mich die Bismarckhöhe mit dem weiten Ausblick über Land und Fluss.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
In den Gassen rund um den Mühlenberg und in der Fischerstraße bei Dämmerung, wenn die Laternen das Licht mit dem hohen Rotanteil von sich geben.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Zum Tage sind es die Gärten im Hohen Weg, um mit Freunden ins Gespräch zu kommen, und der Abend darf auf dem Marktplatz Inselstadt gefeiert werden.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Da in unserer Familie selber Obstwein gemacht und vertrieben wird, bevorzuge ich natürlich die Obstweine von Hirschi. Sehr gerne habe ich dabei die dunklen Sorten wie Kirsche und schwarze Johannesbeere.

Sie – ganz speziell

Sie sind der Vorsitzende vom Verein MC Blütenstadt, wie lange gibt es den Verein schon und warum?
Den MC Blütenstadt gibt es nun schon seit 1987. Es haben sich Sportfreunde gefunden, die allesamt das Interesse hatten, historische Fahrzeuge zu erhalten und mit diesen auch Ausfahrten zu tätigen. Bald war klar, dass es ein Potenzial gab, diese Fahrzeuge in einem Museum auszustellen. Dies geschah zunächst auf einer kleinen Fläche in Glindow, bis es seinen Höhepunkt in den Havelauen mit dem Zweirad- und Technikmuseum unter der Führung von Udo Müller und Rosemarie Jordan erfuhr. Nun ist das Museum zwar seit 2012 geschlossen, aber das Verlangen, Werder erneut so etwas in der Art zu bieten, ist nie erloschen. Leider sind die Möglichkeiten bei dem aktuellen Mangel an Wohn- und Gewerberäumen sehr beschränkt.

Bei welchen Veranstaltungen ist der Verein MC Blütenstadt dabei?
Der MC ist jährlich aus langer Tradition beim Festumzug der Baumblüte vertreten und präsentiert sich dort auch sehr gerne. Einen Tag später geht es für den Verein dann ebenso traditionell zum Motorenanstellen. Hier wird zum ersten Mal im Jahr gemeinschaftlich das Motorrad durch die schönen Straßen des Fläming geführt und der träge Winter verabschiedet. Die meisten von uns haben im Winter ihre Oldtimer in den Garagen gepflegt, instand gesetzt oder gar neue Projekte begonnen, um ein neues treues Gefährt zu restaurieren.
Neben weiteren gemeinsamen Ausfahrten gibt es den monatlichen Stammtisch, bei dem wir Termine vereinbaren, Vorbereitungen für bevorstehende Veranstaltungen besprechen und bei dem natürlich auch vereinsinterne Sachen geklärt werden.
Zur 700-Jahrfeier konnte der MC Blütenstadt auch einen großen Beitrag leisten, um den Wandel der Mobilität im Laufe der Zeit zu präsentieren.
Zum Mühlenfest sind wir auch wieder mit dabei und man kann mit uns vor Ort ins Gespräch kommen.

An diesem Wochenende findet WERDERclassics auf der Insel statt. Worauf können sich die Besucher freuen?
Die Besucher der WERDERclassics können sich auch dieses Jahr auf tolle Fahrzeuge der vergangenen Zeit freuen und Erinnerungen oder Träume wieder aufleben zu lassen. Es werden auch kulinarische Spezialitäten angeboten und für Spaß für den Nachwuchs ist auch gesorgt.

Wir haben gehört, Sie segeln auch. Erzählen Sie uns davon?
Segeln war mein erstes Hobby und hat meinen Sinn für den Wassersport stark geprägt. Auch heute nehme ich gerne noch an einer Regatta teil, jedoch kann ich den Sport aus beruflichen Gründen nicht mehr so häufig ausüben wie noch vor 15 Jahren. Damals verging kaum ein Wochenende in den Sommermonaten, an dem ich nicht an einer Wettfahrt teilnahm. Meinen Urlaub verbringe ich hingegen immer noch gerne auf den Wasserstraßen und Seen Brandenburgs und Mecklenburg Vorpommerns.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Der Tag sollte 30 Stunden haben
Ein Magirus Deutz Jupiter Kranwagen 6×6 als Original LKW Oldtimer
Ein Wassergrundstück in Werder

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Ich würde gerne einmal mit Michael Manousakis einen Trip durch die USA machen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Dietmar Wischmeyer “Das Paradies der Bekloppten und Bescheuerten”

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ich habe keine direkten Vorbilder, aber ich lerne gerne von den guten Dingen, die Mitmenschen tun.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Die Werner-Filme von Brösel

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Mit jeder Herausforderung finde ich neue Talente in mir, um Fragestellungen, Probleme oder Situationen zu lösen.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Tiere sind einfach eine tolle Ablenkung, um zu erkennen was es heißt, sich auf das wesentliche zu beschränken. Ich habe einen norwegischen Waldkater, der sich sehr gut mit der deutschen Dogge auf dem Hof der Familie versteht.