Mein Werder (179): Claudia Altendorf

2013 war Claudia Altendorf Baumblütenkönigin und denkt immer noch gerne an diese schöne Zeit zurück., Fotos: Privat

Kurz & Knackig

Name: Claudia Altendorf
Alter: 32
Wohnort: Groß Kreutz
Haben Sie Kinder? Eine Tochter (5 Wochen alt)

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Als grünen Arm Berlins 😊 Werder bietet Idylle, Ruhe und Entspannung in einzigartiger Wasserlage, ist aber gleichzeitig auch super an Berlin und Potsdam angebunden. Man hat in Werder also beides aus beiden Welten, Großstadtnähe und Grün in einer Stadt, einfach einzigartig. Glaubt man nicht? Dann einfach in Werder in ein Boot steigen und schauen, wie schnell man am Wannsee ist. 

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Lehrerin am Oberstufenzentrum Werder und darf tagtäglich den wohl schönsten Aussichtspunkt über Werder aus meinem Büro auf der Bismarkhöhe genießen. Hier fungiere ich als Vorbild, Motivator und Lernbegleiter und versuche, den Schulalltag mit kleinen und großen Erfolgserlebnissen zu füllen.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts, es ist mein Traumberuf! Ich erfreue mich daran, junge Menschen auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft ein Stück begleiten zu dürfen und bei kleinen Stolpersteinen auf ihrem individuellen Weg etwas Neues, Großes daraus zu bauen. Zudem habe ich einfach tolle Kollegen und Chefs 😉. Rundherum, ich gehe einfach gerne zur Arbeit.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ja, im Ortsteil Phöben. Ich bin in diesem süßen, verschlafenen Dörfchen aufgewachsen und liebe den Sandberg, insbesondere den tollen Ausblick über Werder und Umgebung. Dieser lud als Kind zum Entdecken der Natur ein, als Jugendlicher zum Nachdenken und Treffpunkt mit Freunden. Heute als Erwachsener finde ich dort einen idealen Platz zum Krafttanken und einen Ausgangspunkt für ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der schönen Werder Insel, um sich nach einem Spaziergang durch die malerischen Gassen mit einem fangfrischen Fischbrötchen im Arielle zu belohnen und dabei vom Steg aus dem bunten Treiben auf dem Wasser zuzuschauen. Abgerundet wird ein perfekter Werderttag bei einem leckeren Eis bei Janny`s unter den Linden, wo sich Einheimische und Touristen treffen und tolle Gespräche entstehen. Urlaubsfeeling pur!

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ganz klar der Muckergarten. Ich liebe es, den Panaromaweg mit dem Rad entlang zu fahren und an den unterschiedlichen Obstgärten Halt zu machen. Dann heißt es picknicken, auf einem Heuballen sitzen oder einen schattigen Platz zwischen den Obstbäumen ergattern, Löwenzahnkränze flechten und die Seele baumeln lassen, Dazu ein Becher Obstwein und tolle Menschen um einen herum, perfekter Tag!

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich habe viele probiert, bin aber immer wieder auf die Schwarze Johanna zurückgekommen.

Sie – ganz speziell 

2013 waren Sie Baumblütenkönigin. Wie war dieses Jahr für Sie und was sind Ihre schönsten Erinnerungen an diese Zeit? 
Das Jahr war extrem schnelllebig, da man zahlreiche Termine wahrgenommen hat. So richtig bewusst wird man sich der Bedeutung des Amtes erst in der Retroperspektive. Ich würde alles wieder genauso machen und empfehle jeder Werderanerin, sich für das aufregende und dankbare Amt zu bewerben. Erinnerungen habe ich viele und dank meiner Mutter wurden diese auch in einem Buch festgehalten. Besonders hervorheben möchte ich die Erfahrung, meine Heimatstadt vertreten zu dürfen und dadurch viel intensiver kennenzulernen. Bereichernd waren insbesondere die Begegnungen mit den verschiedensten Personen, Ämtern und Vereinen dieser Stadt, die soviel Zeit und Engagement aufbringen, um unsere bunte Blütenstadt immer noch ein Stückchen lebenswerter zu machen. 

Ihre Eltern haben die Eisdiele Jannys Eis. Wie sehr fühlen Sie sich damit verbunden und was ist jetzt zu dieser traumhaften Jahreszeit Ihr Lieblingseis?
Eis liegt bei uns in den Familiengenen. Da ich hier mein erstes Taschengeld verdient habe, viele Leckereien probieren durfte und immer über den neuesten Klatsch und Tratsch in Werder Bescheid wusste, ist es heute noch toll, gerade bei dem herrlichen Wetter, viel Zeit in der Eisdiele zu verbringen und selbstverständlich meine Eltern tatkräftig zu unterstützen. 
Lieblingseis? Da bin ich nicht festgefahren, gibt es doch jedes Jahr zahlreiche neue Sorten, sodass es kulinarisch nie langweilig wird.

Sie sind gerade Mama einer kleinen Tochter geworden. Herzlichen Glückwunsch nochmal von uns! Wie sehr hat sich Ihr Leben seitdem verändert?
Vielen Dank zunächst 😊. Von einem Tag auf den anderen verändern sich die Prioritäten schlagartig, aber es ist einfach das erhabenste Gefühl, Verantwortung für so einen kleinen Wurm zu haben und tagtäglich bei der Entwicklung zuschauen zu dürfen. Die Nächte sind ganz klar kürzer geworden, die Augenringe tiefer und die Kleidung ist voll mit Sabberflecken, aber das alles ist schnell vergessen, wenn man in das süße Gesicht dieses kleinen, zarten Wesens schaut und ein Lächeln erhaschen darf.

Was machen Sie sonst noch gerne in Ihrer Freizeit?
Wir reisen sehr viel, erkunden neue Länder und lassen uns von den Sitten der unterschiedlichen Menschen inspirieren. Ansonsten gehe ich gerne joggen, um den Kopf frei zu bekommen und hoffe, dass es irgendwann einmal einen Blütenmarathon gibt 😉. 
Eine weitere große Leidenschaft von mir ist die Mode. Ich finde es unheimlich spannend, sich immer neu zu entdecken und seine Persönlichkeit auf ganz unterschiedlichen Wegen ausdrücken zu können. Aus diesem Grund ist Mode für mich ein Ausdruck von Freiheit und Selbstbestimmung. 

Wir haben gehört, Sie sind eine Leseratte, was lesen Sie gerne? 
Neben meiner aktuellen Lektüre rund um das Thema Baby, meinst du? Gerade liegt auf meinem Nachttisch das Buch „Oje, ich wachse!“ von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij.
Ansonsten lese ich unheimlich gern Psychothriller von Sebastian Fitzek.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Wünsche relativieren sich, wenn man Mutter geworden ist. Das wohl höchste Gut, welches ich jedem Menschen wünsche, ist die Gesundheit.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Vera Birkenbihl, eine tolle Querdenkerin, die leider nicht mehr unter uns weilt. Das „gehirn-gerechte“ Lernen war ihr Markenzeichen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Oje, ich wachse!“ von Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Eltern und mein Ehemann. Meinen Vater für seinen Ehrgeiz, Ziele zu verfolgen und nicht aufzugeben, meine Mutter als „gute Fee“ der Familie, die immer ein offenes Ohr für uns hat und gerne auch mal als Tiersitter einspringt, und mein Mann für seine Geduld, wenn die Frau mal wieder alles auf einmal und jetzt sofort will 😊.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Club der toten Dichter.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Trotz grausamer Stimme mein Kind mit Liedern ruhig zu stimmen 😉.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund? 
Ja ich liebe Tiere und da wir sowohl einen Hund, als auch eine Katze haben, bin ich Fan von beidem.