Mein Werder (202): Marco Winzer

Kurz & Knackig

Name: Marco Winzer
Alter: 38
Wohnort: Töplitz
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2012
Haben Sie Kinder? Ja, eine 10-jährige Tochter
Beruf: Trainer und systematischer Berater an der Hochschule der Polizei Brandenburg (derzeit zur Betreuung meiner Tochter beurlaubt)

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist für mich eine lebendige und facettenreiche Stadt. Ein Ort, in dem man gut spazieren gehen und entspannen kann. Besonders die schmucke Altstadt (Insel) kann ich jedem Besucher nur ans Herz legen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
6 Uhr Aufwachen, aufstehen und dankbar sein, für alles, was ich in meinem Leben habe.
Es folgen ein Workout und eine kalte Dusche😊 sowie eine kurze Meditation. Danach visualisiere ich mir meine Tagesziele.
Nachdem ich meinen morgendlichen Spaziergang mit meiner Hündin erledigt habe, mache ich mich an die anfallenden administrativen Aufgaben, die im Rahmen meines Unternehmensaufbaus anfallen. Hier liegt der Schwerpunkt auf Speaking, Training und Coaching. Da ich zu verschieden Themengebieten Coachings, Seminare und Workshops anbiete, sind diese täglich vorzubereiten, was mir persönlich großen Spaß macht.
Zum Nachmittag beginnt meine wichtigste Tätigkeit, die eines Vaters. Meine Tochter ist der Mittelpunkt meines Lebens und ich genieße jede Minute mit ihr!

Was würden Sie lieber machen?
Oje, gute Frage. Ich führe derzeit das Leben, was ich leben möchte!

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Janny’s Eis 😊

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf jeden Fall in der Altstadt auf der Insel, rund um den Marktplatz und der schicken Mühle. Sofern es das Wetter zulässt, empfehle ich jedem Besucher ein Bootstour um die Insel.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Nach einem kurzen Abstecher in den Trubel auf der Insel geht’s meist mit Freunden auf die Bismarckhöhe, um den Tag ausklingen zu lassen.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Wenn ich Obstwein trinke, was sehr selten vorkommt, dann Schwarze Johannisbeere.

Sie – ganz speziell

Sie waren Polizeibeamter in einer Spezialeinheit und sind jetzt als erfolgreicher Speaker aktiv. Können Sie uns den Weg vom Beamten zum Unternehmer beschreiben?
Während meiner fast 20-jährigen Tätigkeit bei der Polizei u.a. als Trainer und systemischer Berater, habe ich viele Trainings und Coachings durchgeführt. Hier habe ich gemerkt, dass ich über die Gabe verfüge, mich schnell in andere Menschen hineinzuversetzen und diese auf ihrem Weg zu begleiten, sich weiter zu entwickeln und ihre Ziele zu erreichen. Parallel habe ich nebenberuflich begonnen, eigene Trainings und Coaching in der Privatwirtschaft anzubieten und erfolgreich durchzuführen. Die Resonanz der Teilnehmer war atemberaubend.
Um meine eigenen Horizonte zu erweitern, habe ich viel Zeit und natürlich Geld investiert, um an europaweiten Seminaren und Workshops zu verschiedenen Themen der Persönlichkeitsentwicklung teilzunehmen. Während dieser intensiven Zeit, außerhalb der eigenen Komfortzone, habe ich das Speaking für mich entdeckt. Die Bühne gibt mir die Möglichkeit, Menschen emotional zu berühren, zu inspirieren und zu motivieren.

Gab es einen besonderen Moment, an dem Sie wussten: „Ich gehöre auf die Bühne. Die Menschen müssen hören, was ich zu sagen habe!“?
Schon im Kindergarten habe ich gern auf der Bühne gestanden und anderen (Kindern) Geschichten erzählt. Ja, diesen einen, für mich, fast magischen Moment gab es tatsächlich. Ich wurde spontan und völlig unvorbereitet mit weiteren Topspeakern im Rahmen des 1. internationalen Silent Speakerbattle in Stuttgart auf die Bühne gestellt und sollte vor 200 Fachexperten meine Geschichte erzählen. Innerhalb einer Minute galt es, die Experten zu fesseln, was mir mehr als gelungen ist. Ich gewann den Wettbewerb. Der Peoplegrower war geboren!

Beim internationalen Speakerslam in Mastershausen im Hunsrück haben Sie für Ihren Vortrag zu dem Thema „Entscheidungen. Verantwortung. Resultate.“ den Platinum Award gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Können Sie uns den Wettkampf kurz erklären und worum ging es in Ihrem Vortrag?
Dankeschön. In dem Speakerslam galt es, das Publikum zu begeistern und die hochkarätige Jury von Vertretern aus TV, Radio, Presse etc. von der eigenen Redekunst, in einem 4-minütigen Pitch, zu überzeugen. In meiner Rede ging es um die Kunst, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen und warum wir uns oft mit beidem sehr schwer damit tun.

Sie sagen, dass jeder einzelne von uns jeden Tag bis zu 100.000 Entscheidungen trifft. Puh, das sind ja eine ganze Menge! Warum fällt es uns trotzdem manchmal so schwer, bestimmte Entscheidungen zu treffen, wir müssten doch eigentlich ganz gut in der Übung sein.
Ja, das sind wir auch. Den größten Teil dieser Entscheidungen, die wir am Tag treffen ist uns gar nicht so sehr bewusst. Das sind eher alltägliche Dinge wie, „Soll ich nochmal die Snooze drücken?“, „Was esse ich heute zum Frühstück?“, „Welche Socken ziehe ich heute an?“. Es sind eben diese „bestimmten“ Entscheidungen, die uns schwerfallen. Ein Faktor, warum wir nicht entscheiden ist u.a. die Angst, die falsche Entscheidung zu treffen, die Angst vor möglichen negativen Konsequenzen, die Angst vor sozialer Ausgrenzung oder auch die Angst vor finanzieller „Not“.

Hand aufs Herz, gibt es bestimmte Entscheidungen, bei denen auch Sie zweimal überlegen müssen?
Oder drei- oder viermal! Ja, diese Entscheidungen gibt es auch bei mir. Es gibt sogar eine Entscheidung, die ich jetzt sage und schreibe schon sechs Jahre vor mir hergeschoben und immer wieder vertagt habe. Berufliche Umorientierung, ja oder nein? Ich habe mich dafür entschieden! Ansonsten bin ich fest davon überzeugt, dass wir „schwierige“ Entscheidungen oft schon mittels Bauch und Herz getroffen haben, unser Kopf aber versucht, diese rational zu erklären und wir aus o.g. Gründen dann hadern.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
– eine Zeitreise ins Mittelalter 😊
– Gesundheit für mich und meine Familie
– Dass jeder Mensch die Möglichkeit bekommt, sein wahres Potenzial zu entdecken und sein Leben zu leben

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Dalai Lama
Joanne K. Rowling
Angela Merkel

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Es sind ehrlich gesagt gerade drei Bücher:
„Focus“ und „Der Weg zum Topspeaker“ von Hermann Scherer
„Das Cafe am Rande der Welt“ von John Strelecky
„Vergiss das verkaufen“ von Robert Jansen und Martin Sage

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Helmut Schmidt – Für mich war er ein großer Vordenker und eine Art Visionär, ein Menschenfreund.
Mein Mentor Dylan Watts (pg-academa.de) – Dylan ist für mich ein echter „Peoplegrower“, der es wie kein anderer versteht, Menschen in ihre wahre Kraft zu bringen, um ihr volles Potenzial zu entdecken. Für mich steht er für wahres Wachstum und persönliche Freiheit, alles im Leben erreichen zu können.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Harry Potter

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Dann wäre es ja nicht verborgen 😊
Aber ich kann ganz gut Stricken.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Wenn dann sind es eher Hunde. Ich habe selbst eine Bolonka Zwetna Hündin.