Mein Werder (208): Tim Walter

Tim Walter: "Das Leben ist wie eine Ketchupflasche - erst kommt nichts - dann alles."

Kurz & Knackig

Name: Tim Walter
Alter: 40
Wohnort: Bliesendorf
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 20 Jahren
Haben Sie Kinder? Zwei Mädchen im Alter von drei und 12 Jahren.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Idyllische Kleinstadt, umgeben von einer herrlichen Wasser- und Naturlandschaft im Speckgürtel von Berlin.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Geschäftsführer bei der Werder Feinkost GmbH. Alles begann vor 20 Jahren mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Werder Feinkost GmbH.

Was würden Sie lieber machen?
Ehrlich – nichts. Ich bin zufrieden, so wie es ist.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Mein Lieblingsort sind die Glindower Alpen, da ich dort einen Großteil meiner Kindheit verbracht habe.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der Insel von Werder sowie an der Hafenpromenade in den Havelauen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Beides. Mit den Kids Karussell fahren, aber auch mit dem Fahrrad durch die Gärten.

Sie – ganz speziell

Der Werder Ketchup gehört zur Blütenstadt wie Mühle und Kirche, viele verbinden die fruchtigen Saucen mit einem Gefühl von Heimat. Können Sie kurz die Erfolgsgeschichte des Unternehmens „Werder Feinkost“ beleuchten?
Unsere, nach ständig verbesserten, traditionellen Rezepturen gefertigten Produkte, haben einfach immer eine besonders fruchtige und frische Geschmacksnote. Das ist unser USP. Aus gutem Grund ist Werder Feinkost heute in Ostdeutschland absoluter Marktführer und zählt in Deutschland zu den Top 3 der Marken-Ketchuphersteller. In zunehmendem Maße etablieren sich unsere Produkte auch im Westen der Bundesrepublik. Geschmack und Qualität sind eben Eigenschaften, die jeden überzeugen.
Die Basis unseres Unternehmens ist unser Team aus 70 erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern. Mit sicherem Gefühl für marktfähige, innovative Geschmackskreationen und mit hohem Qualitätsbewusstsein leisten sie tagtäglich einen großen Beitrag zur positiven Entwicklung des Unternehmens. Bei der Qualifikation der Mitarbeiter wird die Messlatte hoch angelegt. Wir bilden jedes Jahr junge Frauen und Männer im kaufmännischen Bereich sowie in der Lebensmitteltechnik aus. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter regelmäßig geschult und weitergebildet. Nicht zuletzt ist dies auch der Schlüssel für unseren Erfolg.
Im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns steht nicht die schnelle Gewinnmaximierung. Vielmehr geht es uns in erster Linie um eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Gerade im Bereich der Lebensmittelindustrie sind Vertrauen und Zuverlässigkeit entscheidende Argumente. Unsere maßgebenden Parameter sind Qualität, Zuverlässigkeit, eine langjährige Zusammenarbeit sowie eine vertrauensvolle und solide Geschäftsbeziehung mit unseren Geschäftspartnern. Unter dem Begriff Qualität verstehen wir die Gesamtheit unserer betrieblichen Leistungen und nicht „nur“ die Herstellung eines Produktes.
Seit 1958 sind wir auf die Herstellung von Tomatenketchup sowie auf die Verarbeitung von Obst und Gemüse spezialisiert. Nach der Wende im Jahr 1990, investiert die jetzige Eigentümerfamilie jährlich in modernste Produktions- und EDV-Anlagen. Unser Produktportfolio haben wir in den vergangenen Jahren permanent erweitert, denn unsere erfahrenen Mitarbeiter haben aktuelle Markt- und Branchentrends immer im Blick. Auf dieser Grundlage werden aktuelle Rezepte ständig verfeinert und neue Geschmackskreationen entwickelt. Das Leitmotiv: „wer aufhört besser zu sein, hört auf gut zu sein“ wird in unserem Unternehmen gelebt und durch die permanenten Investitionen in die Erweiterung und Modernisierung unserer Produktionstechnologien bleiben wir immer auf dem neuesten Stand und können so besonders schonend, effizient, produktiv und qualitativ hochwertig produzieren. Unsere Kernkompetenz liegt bei der Herstellung von Tomatenketchup und Tomatenerzeugnissen. Eigenschaften wie fruchtig, würzig, nicht so essiglastig im Geschmack würde unser Produktportfolio klar definieren.

Das Sortiment wird ständig erweitert. Wie kann man sich eine neue Produkteinführung vorstellen?
Von der Ideenfindung über Produktentwicklung bis hin zur Listung bei deutschen LEH vergehen teilweise bis zu zwei Jahre. Unser Sortiment zeigt, dass wir kein Hersteller von sogenannten „Me too“-Produkten sind. Wir sind immer auf der Suche nach innovativen Produkten, die es auf dem deutschen Markt noch nicht gibt. Beispiele dafür sind unser Tomatenketchup „Ohne Zuckerzusatz“, Produkteinführung war bereits im Jahr 2006, Bierketchup, Curry-Orange-Sauce, Nudelketchup, Veggie Bolognese, Asia Thai und Mediterrano Sensation. Die Ideen werden intern gesammelt und bewertet.
Sind Ideen dabei, die Potenzial haben, geht es in die Produktentwicklung. Unser Produktentwicklungsteam besteht aus fünf Mitarbeitern. Zur Produktentwicklung gehören neben dem Mischen von einzeln Zutaten, Langzeit MHD Tests, die technologische und sensorische Überprüfung sowie die Deklaration der Nährwerte und Zutatenliste. Dann erfolgt das Layout der Etiketten, wobei alle Mitarbeiter mit einbezogen werden bzw. mit abstimmen können. Danach erfolgt die Vorstellung beim Handel. Ist ein neues Produkt im Handel erfolgreich gelistet, begleiten wir die Produkteinführung mit entsprechenden Marketing-Kampagnen.

Im kommenden Jahr möchte die Werder Feinkost GmbH einen neuen zusätzlichen Logistik- und Produktionsstandort erschließen. Wie viele Mitarbeiter hat Werder Feinkost zur Zeit und warum ist die Erweiterung notwendig?
Derzeit besteht unser Team aus 70 Mitarbeitern. Wir sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und ich gehe von aus, dass es auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Unser Betriebsgelände ist kapazitätsmäßig komplett ausgereizt. Wir produzieren mittlerweile im 2-Schichtbetrieb, teilweise auch am Wochenende. Unser Output beträgt derzeit 140.000 Flaschen pro Tag. Wir sprechen in den letzten Jahren immer wieder von einer Produktion auf einem „Bierdeckel“, aufgrund unseres begrenzten Geländes. Daher haben wir für dieses Jahr bereits ein zusätzliches Gelände von ca. 6.000 qm als Lagerfläche dazu gewinnen können. Da wir langfristig denken und handeln, sind wir weiterhin auf der Suche nach zusätzlichen Flächen.

Hand aufs Herz: Was landet bei Ihnen zu Hause auf der Bratwurst?
Auf der Bratwurst landet bei mir Senf. Zu allem anderen selbstverständlich Ketchup.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit und mehr Zeit für meine Familie.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Keine

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ein Notizbuch und „Die Abenteuer von Moppel und Mücke“

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Eltern und Großeltern! Sie haben mich durch ihr Handeln und Denken geprägt und mich immer positiv beeinflusst.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Der Klassiker „Tatort“

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Meine Frau und Kinder meinen, dass ich ganz gut kochen kann.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Wenn dann, der Hund.