Mein Werder (212): Ilonka Lenz

Kurz & Knackig

Name: Ilonka Lenz
Alter: 33
Wohnort: Groß Kreutz
Wie lange arbeiten Sie schon in Werder? Ich arbeite seit Januar 2020 in Werder.
Haben Sie Kinder? Ja, zwei Mädchen.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Eine schönes Fleckchen Erde, mit der perfekten Kombination aus Stadt und Land. Mit vielen Rad- und Wasserwegen und einer schönen Altstadt auf der Insel. Besonders freut sich meine Familie, wenn wir beim Werderaner Baumblütenfest mit dem Riesenrad einen wunderschönen Blick über Werder und die Havel haben können.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Podologin. Ich arbeite an gesunden und kranken Füßen und helfe mit meiner Arbeit, Fußbeschwerden zu lindern.

Was würden Sie lieber machen?
Eine schwierige Frage. Klar, manchmal hätte man gerne mehr Zeit für die Familie, oder wäre gerade lieber im Urlaub, aber eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dem, was ich habe, und dem, was ich bin.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Die Insel, am Wasser sitzend, mit einem Eis in der Hand, das ist perfekt.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Nicht ganz Werder, aber wunderschön ist der Sandberg in Phöben, bei klarem Wetter hat man eine tolle Sicht, wie auf der Bismarkhöhe, aber umgeben von dem Wald ist der Sandberg noch schöner.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Ich finde beides gehört irgendwie dazu, mit den Kindern hat man Spaß auf dem Rummel und mit Erwachsen ist es im Obstgarten schöner. 

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarzer Johannisbeerwein

Sie – ganz speziell

Podologie – Erklären Sie uns doch, was genau das bedeutet!
Podologen sind speziell ausgebildete medizinische Fußpfleger. Um diesen Titel zu bekommen, müssen eine zwei- bis dreijährige Ausbildung durchlaufen und eine Prüfung vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales abgelegt werden. Wir arbeiten auf ärztliche Anweisung an krankhaften Füßen.
Wir nutzen spezifische Hilfsmittel, Werkzeuge und Techniken und sind besonders feinmotorisch geschult. So fertigen wir z.B. bei eingewachsenen Nägeln maßangefertigte Nagelspangen an. Wir therapieren vor allem an Patienten mit diabetischem Fußsyndrom, mit Durchblutungsstörungen und Nervenschäden.
Zusätzlich gibt es für Podologen eine separate Hygieneverordnung, welche durch das Gesundheitsamt überwacht wird. Im Prinzip setzt der Podologe da an, wo die Grenze zur konventionellen Fußpflege ist.

Sie haben Ihre Praxis gerade erst eröffnet, wie kam es dazu und wie waren die ersten Tage?
Ich habe seit 2009 im Angestelltenverhältnis als Podologin in Potsdam gearbeitet. Der Schritt in die Selbstständigkeit war für mich ein lang gehegter Wunsch.
Werder lag für mich auf der Hand. Hier gab es bisher noch keinen Podologen, außerdem hatte ich schon einige Werderaner Patienten in Potsdam und mochte diesen entspannten Menschenschlag schon immer sehr. Da mehrere Familienmitglieder in Werder und Umgebung wohnen, ist das auch für mich privat eine gute Entscheidung gewesen.
Als ich die Praxisräume besichtigte, fühlte ich mich auf Anhieb wohl. Das ganze Prozedere mit dem Umbau, Einrichten und der ganzen Bürokratie für die Kassenzulassung hat dann noch knappe zwei Monate gedauert.

Gibt es spezielle Tipps für gesunde Füße? 
Gesunde Füße erhält man sich am besten mit richtig gut sitzenden, fußgerechten Schuhen. Fußgymnastik ist ein großes Thema, um die Beweglichkeit zu erhalten, da diese in den Schuhen nicht optimal gefördert wird.

Haben sie ein besonderes Hobby oder einen Ausgleich zum Arbeitsalltag? 
Mein Hobby ist nähen, um so aufregender das Leben ist, umso mehr nähe ich.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für mich und meine Familie und ein sorgenarmes Leben.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Während der Behandlungen in meiner Praxis entstehen oft viel persönlichere Gespräche, als wenn man zufällig jemanden treffen würde. Man hat viel Zeit, um sich zu unterhalten und ist in einem ruhigen geschlossenen Raum. Deshalb würde ich mir gern diese berühmten Personen auf meinen Behandlungsstuhl wünschen:
Jürgen Klopp – er wirkt immer so lustig und locker
Angela Merkel – ich würde mal gern hinter die Fassade sehen
Christoph Waltz – man kennt ihn ja nur als Schauspieler

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ich lese keine Geschichten, meist lese ich online Zeitungen und Hobbyblogs. Mein letztes Buch war der Ernährungskompass von Bas Kast.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Mutter. Sie ist eine starke Frau und tolle Mutter und Großmutter und hatte es nicht immer leicht in ihrem Leben gehabt. 

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? 
Auch hier sind erfundene Handlungen nicht so meins. Ich seh’ gern Fußball.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich bin gern Hobbyhandwerker, es ist toll, einige Dinge selbst erledigen zu können.
So habe ich in dem Haus von mir und meinem Mann schon selbst gefliest und den Fußboden verlegt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich mag Tiere. Mein Mann hält sich ein paar Schafe, ein Haustier haben wir nicht, aktuell scheue ich die Arbeit, die ein Tier mit sich bringt.