Mein Werder (239): Andrea Korb

Kurz & Knackig

Name: Andrea Korb
Alter: 50
Wohnort: Groß Kreutz – Ortsteil Krielow
Wie lange leben Sie schon in Groß Kreutz? seit 1998
Haben Sie Kinder? Ja, zwei erwachsene Söhne


Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist nicht nur als “die Stadt Werder” zu beschreiben. Werder muss man als Ganzes – Umland, Menschen, die vielen Seen und die Havel, die Plantagen – wahrnehmen und kennenlernen. Ich bezeichne unseren Lebensort als “Klein Italien” – denn da, wo wir wohnen, machen andere Urlaub.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Durch meine Hundepension gibt es immer etwas zu tun. Außerdem haben wir noch eine nette Landwirtschaft und eigene Hunde. Die Tage werden nie langweilig.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts – ich tue immer genau das, wozu ich Lust habe und was ich gerne tue.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Einen bestimmten Ort kann ich nicht benennen, ich liebe die Landschaft und die ruhigen Gegenden um Werder.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Ein Inselrundgang ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Natürlich der Garten!

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Diese Frage kann ich gar nicht beantworten, denn ich trinke keinen Wein. Aber die Farben sehen alle appetitlich aus 🙂

Sie – ganz speziell

Sie betreiben eine Hundepension in Groß Kreutz OT Krielow. Können Sie uns etwas darüber erzählen?
Hier könnte ich ganze Romane schreiben. Jeder Gast ist für sich liebenswert, spannend und ein Abenteuer für mich. Die Hunde werden aus den verschiedensten Gründen zu mir gebracht, meistens weil die Besitzer in den Urlaub fahren, aber auch wegen Krankheit, Kur etc. In dieser Zeit versorge ich die Tiere und kümmere mich um ausreichend Auslauf und die sozialen Kontakte. Manch ein Hund muss auch mit Medikamenten versorgt werden. Die Hygiene und Sauberkeit werden bei mir großgeschrieben. Es gibt weder Rasse- noch Altersbeschränkungen, vom Welpe bis zum Senior/Seniorin sind alle willkommen. Diesen Beruf muss man lieben, denn hier gibt es weder Wochenenden noch Feiertage – und das an 365 Tagen im Jahr, bei jedem Wetter, ohne Pardon.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass Sie die vierbeinigen Gefährten in Ihrer Pension aufnehmen?
Standart sind natürlich die Impfungen und eine Hundehalterhaftpflicht. Außerdem ist es immer vom Vorteil, ehrlich zu mir zu sein – das heißt, noch so jede kleinste Eigenart oder Krankheit des Hundes sollte vom Besitzer erwähnt werden und niemand muss Angst haben, dass ich einen Hund ablehne. Letzendlich entscheidet der Besitzer, ob er den Hund zu mir bringen möchte, denn ich gebe jedem ausreichend Zeit und Möglichkeiten, mich und die Pension gründlich kennen zu lernen.

Neben Ihrer Hundepension sind Sie auch als Züchterin aktiv. Worauf muss man bei der Hundezucht ganz besonders achten?
Nein, mein Mann ist der Züchter und Experte darin, aber ich helfe gerne, besonders wenn die Welpen da sind. Er züchtet die Jagdhundrasse Deutsch Drahthaar. Solch ein Hund muss viele Prüfungen ablegen und spezielle Gesundheitsnachweise erbringen, bevor mit ihm gezüchtet werden darf.

In Ihrer Hundeschule, die Sie zusätzlich noch betreiben, bilden Sie Hunde zu Jagdhunden aus. Wie sieht so eine Jagdhundausbildung aus?
Diese Ausbildung ist sehr intensiv. Wir setzen hier bevorzugt auf Teamarbeit, das heißt, der Besitzer und der Hund werden von uns gemeinsam ausgebildet, das lässt sie zusammen wachsen. Das ist wichtig, denn der Hundeführer und Hund müssen später zusammen arbeiten und sich blind vertrauen können. Solch eine Ausbildung dauert ein bis zwei Jahre.

Sie sind auch Buchautorin. Können Sie uns kurz erzählen, worum es in Ihrem Buch „Kuckuckskinder“ geht?
Buchautorin ist übertrieben. Nein, das bin ich nicht. In dem Buch geht es um erlebte Geschichten, wobei ich hier den Fokus weniger auf die Hunde lege. Denn hinter dem Hund stehen immer Menschen und ich zeige auf, dass es in meiner Arbeit längst nicht nur um Hunde geht. In dieser Zeit – das ist der “Rote Faden” in meinem Buch, zeigte mir meine Schäferhündin Cora auf eine überraschend ehrliche und einfühlsame Art, wie man die Kontrolle über ein Lebewesen abgibt und zur aufrechten Wertschätzung und Achtung gelangt. Cora ließ mich in unserer schnellen Welt endlich anhalten – sie lebt übrigens immer noch und ist stolze 15 Jahre jung.

Ihr Leben dreht sich hauptsächlich um Hunde. Haben Sie auch „hundefreie“ Hobbies? 🙂
Oh ja, die Fotografie ist eine große Leidenschaft von mir

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Wünsche liegen in der Zukunft, wenn ich mich damit beschäftigen müsste, könnte ich nicht erkennen, was ist.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Berühmt ist relativ, für mich sind keine Personen mehr berühmt, als die, die mir auf meinem Weg begegnen und von denen ich lernen kann – und da sind mir schon einige wunderbare Menschen begegnet.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Charlotte Link

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Nein, ich genüge mir selbst 🙂

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Nicht direkt. Aber ich mag deutsche Krimis und Inspector Barnaby – dort sind die Charaktere so herrlich schrullig

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Wenn ich das wüsste, wäre es ja nicht mehr verborgen 🙂

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Na klar liebe ich Tiere, Hunde. Kätzchen mag ich auch, sind aber leider mit meinem alltäglichem Umgang nicht kompatibel