Mein Werder (245): Bettina Schmitz

Diese Steine hat Bettina Schmitz in der Corona-Zeit bemalt und hinterher ausgelegt.

Kurz & Knackig

Name: Bettina Schmitz
Alter: 55
Wohnort: Werder (Havel)
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 2003
Haben Sie Kinder? Ja, drei wundervolle Kinder. Zwei Söhne und eine Enkeltochter.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder (Havel) ist eine malerische Insel mit einer historischen Altstadt, verwinkelten Gassen, hohen Kirchtürmen und einer Mühle. Die Obstplantagen und der Wachtelberg, überall gibt es interessante Ausflugsmöglichkeiten.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Seit 30 Jahren arbeite ich im öffentlichen Dienst für das Land Berlin.

Was würden Sie lieber machen?
Mich um Senioren, Kinder, Tiere kümmern und mich künstlerisch weiterentwickeln.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Ja, mein Lieblingsort ist der „Kirschgarten Werder“ und die „Kulturgarage“, jedoch auch die Insel.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf der Insel und auf den Anhöhen von Werder (Havel), also auf der Bismarckhöhe, der Friedrichshöhe sowie dem Wachtelberg.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Im Muckergarten, Hoher Weg, mit Blick auf die Havel.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Eher die süße Sorte, den Erdbeerwein.

Sie – ganz speziell

Sie haben im Oktober 2019 die Gruppe „Werder (Havel) Steine“ gegründet. Welche Intention hatten Sie bei der Gründung?
Meine Intention war, den Menschen beim Finden eines Steines, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Außerdem fand ich es interessant, wohin die Steine wandern. Meinen ersten Stein habe ich auf Mallorca „ausgewildert“, dieser wurde dort gefunden und im Tierpark in Berlin wieder ausgelegt. Durch Ute Donath, die in Zossen lebt und bei unserer Gruppe mit Administratorin ist, bin ich dazu gekommen, Steine in die Seniorenheime zu bringen. Hierbei helfen mir die anderen Mitglieder aus unserer Gruppe, sie schicken ihre wunderschönen Steine zu mir nach Hause. Die Steine kommen aus Österreich, aus dem Sauerland sowie aus Zossen und natürlich aus Werder (Havel).

Besonders in der Corona-Zeit konnte man auch hier in Werder viele bunt bemalte Steine am Straßenrand entdecken. Warum bereiten gerade solche kleinen Gesten so große Freude?
Persönlich habe ich nicht in der Corona-Zeit Steine ausgelegt, jedoch weiß ich, dass die Kitas das getan haben. Die Kinder hatten viel Spaß daran, oder es wurden in anderen Gruppen Steinschlangen gebildet. Das war ein Zeichen, dass man auch in „schweren Zeiten“ zusammen hält und Freude haben kann.

Gibt es einen „Lieblingsstein“, den Sie nicht „auswildern“ möchten?
Ja, ich habe einige Lieblingssteine, jedoch ist mein momentaner Lieblingsstein ein Stein, den ich persönlich geschenkt bekommen habe und für immer behalten darf. (Danke dafür an Ramona Jenisch!).

Wo kann man die bunten Steine finden und wie kann man bei dieser schönen Aktion mitmachen?
Bei Facebook gibt es unsere Gruppe „Werder (Havel) Steine“. Dort darf jeder beitreten.
Auch bei Instagram haben wir eine Gruppe, wo es schon Fans gibt. Wenn ich persönlich Steine auslege, dann poste ich auf der Facebook-Seite, wo ich die Steine ausgelegt habe.
Wenn man diese Sozialen Netzwerke nicht nutzt, dann heißt es einfach „Augen auf“. Irgendwann liegt bestimmt mal ein Stein am Wegesrand, sie werden auch „Glückssteine“ genannt. Man darf die Steine behalten, man kann sie auch wieder woanders ablegen.

Eine große Leidenschaft von Ihnen ist die Malerei. Wie sind Sie dazu gekommen und wie würden Sie Ihren eigenen Malstil beschreiben?
Als Kind habe ich schon gerne gemalt, damit habe ich auch schon Preise gewonnen. Durch meine jetzige Kollegin bin ich wieder zur Malerei gekommen. Sie ist eine Künstlerin und hat mich zum Malen gebracht (Danke an Sabine Brauer)! Mir hat mal jemand gesagt, ich male wie ein Kind. Das wird mein Malstil sein. Abstrakt male ich sehr gerne, am liebsten jedoch male ich mit Acryl. Einige Bilder existieren nicht mehr in meinem Besitz.

Welche Hobbys abseits der Malerei haben Sie noch?
Eins meiner leidenschaftlichen Hobbys ist das Singen. Seit 2008, mit Unterbrechung, singe ich beim „Gemischten Chor von Glindow e.V.“. Durch Corona war das Singen bis vor kurzem im Chor nicht möglich, jedenfalls nicht in einem so großen Chor. Und ich fahre gerne mit meinem Vespa Roller durch die Gegend. Außerdem bin ich ehrenamtlich tätig beim „Netzwerk Gesunde Kinder“. Dort bin ich Familienpatin und begleite Familien mit Kindern von 0–3 Jahren.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit für meine gesamte Familie.
Das persönliche Miteinander, ohne die sozialen Netzwerke.
Sich wieder frei bewegen zu können, ohne Corona, ohne Maske und ohne Angst, die die meisten haben.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Den Schauspieler Francis Fullton-Smith. Ein genialer Schauspieler und auch Maler.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky. Eine Erzählung über den Sinn des Lebens.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein Vater war mein Vorbild, er war Autodidakt.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
„Jenseits der Stille“ ist mein Lieblingsfilm, Filmdrama von 1996.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Mein Vater war Spanier und dort stecken auch meine Talente, ob sie verborgen sind oder nicht, bleibt dahingestellt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich würde am liebsten einen ganzen Bauernhof oder Zoo um mich herum haben. Ein Babykater gehört zu uns.