Mein Werder (246): Dr. Christian Mai

Kurz & Knackig

Name: Dr. Christian Mai
Alter: 33 Jahre
Wohnort: Ich wohne in Berlin Schöneberg, ich bin aber im Werderaner Ortsteil Plessow aufgewachsen.
Haben Sie Kinder? nein


Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist einfach fantastisch: Die blühenden Obstbäume, die Natur und das viele Wasser um uns herum vermitteln das Gefühl von Urlaub! Werder ist für mich ein Ruhepol im Vergleich zur Großstadthektik.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich manage den Werderaner Tannenhof mit allem, was dazu gehört. Ich arbeite mich langsam in die Themen Produktion und Pflanzenzenschutz sowie generell in die Landwirtschaft ein.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts. Ich bin genau hier, wo ich bin, richtig.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Seit kurzem ist es die Bismarckhöhe. Ich war dort zu einer Veranstaltung und um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, dass es dort so toll ist! Der Wirt aus der Gastronomie war unglaublich freundlich und der Blick von der Bismarckhöhe über die Stadt ist einfach klasse!

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Bei uns auf dem Tannenhof, in den Kirschen, auf der Insel und natürlich auf der Havel.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
In den Kirschplantagen

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarze Johannisbeere

Sie – ganz speziell

Im Oktober planen Sie erstmals einen Wiesn-Markt auf dem Betriebsgelände in Plessow. Worauf dürfen sich die Besucher bei dieser brandenburgischen Gaudi freuen?
Los geht es am 3. Oktober. An jedem Wochenende im Oktober veranstalten wir einen Wiesn-Markt mit einem tollen Programm. Es gibt leckeres Essen, original Münchner Spaten Bier und tolle Musik von einer Brandenburger Band. Wir strecken unser Oktoberfest über vier Wochen, sodass jeder auf Abstand seine brandenburgische Wiesn-Gaudi genießen kann. Wir achten natürlich auf Sicherheit und die geltenden Hygienemaßnahmen. Wir orientieren uns an den Oktoberfest-Traditionen aus dem Süden, verpassen ihnen aber unseren lokalen Touch.

Die Hauptsaison für den Werderaner Tannenhof steht in den Startlöchern: Bald können die Christbäume wieder selbst geschlagen werden. Wann geht es los und welches Rahmenprogramm bieten Sie den Besuchern?
Offiziell startet die Christbaumsaison am 6. November, aber schon im Oktober kann man sich an den Wochenenden seinen Wunschtannenbaum aussuchen und reservieren. In diesem Jahr übernehmen wir selbst die Gastronomie vor Ort, sodass sich die Besucher beim Christbaumschlagen über eine leckere Bratwurst und Glühwein freuen können. Ganz neu auf unserem Tannenhof wird ein kleiner Weihnachtsmarkt stattfinden und für die Kinder haben wir endlich auch ein starkes Programm. Kommt einfach vorbei und erlebt es selbst! 🙂

Sie arbeiten eng mit Ihrem Vater Gerald Mai zusammen. Birgt diese Nähe auch manchmal Konfliktpotenzial?
Wir lernen beide voneinander. Mein Vater traut sich nicht mehr so viel zu, obwohl er dazu natürlich noch in der Lage ist. Es ist immer toll zu sehen, was ich noch alles aus ihm rauskitzeln kann. Er nimmt viel von mir an und ebenso lerne ich eine Menge Wissenswertes von ihm. Als ich mit dem BWL-Studium anfing, belächelte mein Vater dies zunächst, doch er hat schnell erkannt, dass meine Erfahrungen aus dem Studium auch für unseren Familienbetrieb hilfreich sind. Im Laufe der Jahre ist eine super Freundschaft zwischen uns entstanden und wir führen eine respektvolle und vertrauensvolle Geschäftsbeziehung. Und was ich an meinem Vater ganz besonders schätze, ist der Mut, auch neue Ideen anzunehmen und umzusetzen.

Sie haben lange in Amerika gelebt. Erinnern Sie sich gerne an diese Zeit zurück?
Insgesamt habe ich drei Jahre in Nordamerika verbracht, ein Jahr habe ich in Kanada gelebt und zwei Jahre in New York. Alle Erfahrungen, die ich dort sammeln durfte, werden heute täglich gebraucht, um hier auf dem Tannenhof die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Welchen Ausgleich zum stressigen Alltag haben Sie?
Ich bin meist ab 7 Uhr früh auf dem Hof und dann nimmt der Tag seinen Lauf. Gefühlt ist jetzt schon Hochsaison auf unserem Tannenhof. Ich nehme mir aber trotzdem auch immer Zeit für meine Freunde und Familie. Meinen Ausgleich finde ich im Reisen, Joggen und Fallschirmspringen.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Ich wünsche mir Weltfrieden, dass wir und auch alle anderen Unternehmer eine erfolgreiche Herbst- und Wintersaison haben und dass wir alle wieder mehr zu unseren Grundwerten zurückfinden.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Bruce Springsteen

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
“Das Hindernis ist der Weg” von Ryan Holiday

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Vorbilder finden sich in meiner Familie: Mein Vater beeindruckt mich seit je her durch sein Unternehmertum, meine Mutter durch ihre Leichtigkeit und meine Schwester durch ihren großen Familiensinn.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
How I Met Your Mother

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich koche ganz gerne und gut. Mir gelingen besonders Eier Benedict in allen Variationen immer ziemlich gut sowie ein leckeres BBQ.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Hund