Mein Werder (248): Erandhi Lehmann

Kurz & Knackig

Name: Erandhi Lehmann
Alter: 29
Wohnort: In den Havelauen
Wie lange leben Sie schon in Werder? Seit 5 Jahren
Haben Sie Kinder? Noch habe ich keine Kinder, aber sie sind fest in Planung.


Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eines der schönsten Fleckchen auf Erden. Umbringt von Wasser und viel Natur kann man hier ruhig und gemütlich sein Leben verbringen. Dank des RE1 ist man jedoch nicht allzu weit von der Großstadt, falls einen das Partyleben ruft. Werder ist eine Stadt mit geschichtlichem Hintergrund und hat nicht nur schöne Architetktur zu bieten, sondern auch tollen Obstwein von lokalen Bauern sowie leckeres Obst und Gemüse. Nicht nur die Insel ist wunderschön, sondern auch die Bismarkhöhe, die jeder Werder-Besucher sehen muss.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Fotografin und habe mich auf Babys, Schwangere sowie Familien spezialisiert. An Wochenenden bin ich als Hochzeitsfotografin in Werder und Umgebung unterwegs.

Was würden Sie lieber machen?
Ich lebe meinen Traum, daher würde ich nichts anderes lieber machen. Es gibt nichts schöneres als atemberaubende und emotionale Momente des Lebens in Bildern festzuhalten und damit Erinnerungen für die Ewigkeit zu schaffen und Menschen mit meiner Arbeit glücklich zu machen. Fotos sollen eine Geschichte erzählen und ich bin hierbei die Autorin, die mit der Kamera die Geschichten vieler Paare und Familien schreibt.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Es gibt so viele schöne Orte in Werder, aber ich mag die Aussicht von der Bismarkhöhe am liebsten.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Unbedingt bei uns in den Havelauen! Oft wird nur die wunderschöne Insel angestrebt, jedoch haben wir so viele sehenswerte Orte in Werder. Wir nennen uns ja selber liebevoll die Auenländer, angelehnt an J. R. R. Tolkiens Herr der Ringe. Genau wie im Roman haben wir viele Möglichkeiten, den großen und kleinen Hunger beim Italiener zu bändigen oder einen langen Spaziergang am Wasser bei Segelbooten zu machen. Hin und wieder wird man auch von einem Reiher beobachtet. Nicht zu vergessen die Therme, die jeder Gast gesehen (und bald auch besucht) haben sollte. Wie man sieht, ist Werder mehr als nur die Insel. 🙂

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Wir fangen unseren Baumblütentag gemütlich bei einem leckeren Wein in einem der vielen Muckergärten an. Die Aussicht vom Hohen Weg ist atemberaubend, da trinkt man auch gerne mal das ein oder andere Gläschen mehr. Zum späten Nachmittag laufen wir mit unseren Freunden dann Richtung Rummel, denn der gehört einfach zur Baumblüte dazu. Untwegs wird traditionell ein Blumenhaarband gekauft und am Wasser gesessen. Je später es wird, sind wir auf jeden Fall vor einer der Bühnen zu finden.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Ich probiere mich gerne durch, jedoch mag ich den S6EX-Obstwein von Schultzens am liebsten.

Sie – ganz speziell

Vor acht Jahren haben Sie sich mit Eclore Moments und mit Simply Bloom selbstständig gemacht. Können Sie uns etwas über die Entstehungsgeschichte erzählen?
Als ich Eclore Moments, mein Künstlername für die Hochzeitsfotografie, gegründet habe, war ich noch Studentin. Ich habe mich damals schon gefragt, was ich gerne in meinem Leben machen will, womit ich anderen Menschen eine Freude machen kann. Schon früh erkannte ich, dass kreative Arbeit meine Leidenschaft ist und die Fotografie war der Schlüssel, um beides zu verbinden. 2012 fotografierte ich für Freunde ihre Hochzeiten, danach die Babybäuche und die Babys. So habe ich neben der Uni Eclore Moments aufgebaut. Seit 2019 wollte ich den Weg von meinen Brautpaaren nach der Hochzeit begleiten und gründete Simply Bloom Photography. Mit Simply Bloom begleite ich werdende Eltern, Neugeborene und Familien. Meist sehe ich alle nach einem Jahr zum Familienshooting wieder. So entstehen oft Freundschaften, da man sich in vielen wichtigen Meilensteinen im Leben bereits gesehen hat.

Sie haben sich auf Fotoshootings mit werdenden Eltern, Familien und Babys spezialisiert. Gerade bei Fotoshootings mit Kindern kommt es bestimmt öfter auch zu ungeplanten Szenen, über die man schmunzeln kann. Ist Ihnen ein Shooting besonders im Gedächtnis geblieben?
Oh ja, da kann ich gut aus dem Nähkästchen plaudern. Gerne fotografiere ich Babys auch ohne Windeln, da es einfach sehr natürlich aussieht. Das wissen die Babys glaube ich auch und lassen gerne der Natur freien Lauf. Kaum schaute ich das eine Mal weg, kam mir und der Kamera eine Pipi-Fontäne entgegen 🙂 Die Eltern und ich konnten uns kaum halten vor lachen. So ist aber die Arbeit mit Babys abwechslungsreich und öfter auch feucht fröhlich.

Zusätzlich zählen auch Hochzeitsreportagen zu Ihrem Angebot. Worauf achten Sie als Fotografin besonders, wenn Sie Brautpaare an diesem besonderen Tag begleiten, und wie kann man sich die Begleitung durch Sie vorstellen?
Die Natürlichkeit ist das A und O bei meinen Fotos. Wichtig ist es, dem Brautpaar Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Es ist ihr besonderer Tag und den will ich für die Ewigkeit festhalten. Gestellte Posen und komische Gesichtsausdrücke gibt es bei mir nicht, dafür viel Liebe und Herzlichkeit. Ich bin ein sehr humorvoller Mensch und nehme dem Paar damit die Angst vor dem Brautpaarshooting. Gerne bezeichne ich mich auch als kleines Mäuschen auf der Hochzeit, denn ich fotografiere im Reportage-Stil. Das heißt, dass ich begleitend fotografiere. Die lustigen sowie die emotionalen Augenblicke fange ich ein, ohne dass mich ein Gast bemerkt. Wenn die Mütter ihre Tränen trocknen, die Blumenmädchen fangen spielen, oder die Blicke auf die Hochzeitstorte, wenn sie reingetragen wird … Es sind immer die kleinen Momente, die so schön sind und eine Hochzeit ausmachen. Man mag es kaum glauben, aber auf so einer Hochzeit werden viele Geschichten geschrieben, die ich bildlich einfange. So kann man sich als Paar auch nach 30 Jahren anhand der Fotos an seinen Tag erinnern.

Eine besonders große Leidenschaft von Ihnen sind Tiere. Sie leben selbst mit vielen Tieren zusammen und zeichnen in Ihrer Freizeit unglaublich schöne, realistische Tierportraits. Waren Sie immer schon so kreativ und woher haben Sie Ihr Talent für die Malerei?
Die Kreativität habe ich von meiner Mutter und sie von ihrem Vater geerbt. Ich konnte glaube ich zeichnen, bevor ich reden konnte. Bilder in aller Form begeistern mich. Zu den realistischen Tierportraits hat mich mein eigener Hund gebracht, den ich leider vor einem Jahr gehen lassen musste. Ich wollte ihn für immer auf einem Blatt Papier einfrieren und so fing ich in meiner Freizeit an Tiere zu zeichnen. Meine Katzen haben es bisher noch nicht geschafft gezeichnet zu werden, aber das ändere ich sicher ganz bald.

Ihre Eltern kommen aus Sri Lanka, Sie sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Gibt es Traditionen und Bräuche, die Sie aus Ihrem Elternhaus kennen, die Sie in Ihren privaten Alltag übernommen haben?
Genau, meine Eltern sind vor sehr langer Zeit ausgewandert und haben meinen Bruder und mich in Deutschland aufgezogen. Wir haben zu Hause immer die Landessprache Sri Lankas, Singhalesisch, gesprochen und Kultur und Wissen aus ihrem Land beigebracht bekommen. Was ich definitiv in meinem Haushalt weiterführe ist die traditionelle Küche, denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Meinen Eltern war es wichtig, nicht nur Traditionen, sondern auch Religion an ihre Kinder weiterzugeben. Sowie meine Eltern bin ich Buddhistin und folge den Worten Buddhas. Es ist eine friedliche und hoffnungsvolle Religion und auch Lebenseinstellung, die mein Leben um einiges vereinfacht.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Gesundheit, kein Leid auf Erden und dass unsere Haustiere uns für immer begleiten.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Michelle Obama, tolle Frau!

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Aktuell liegen mein Kindle und ein Buch auf meinem Nachtschränkchen. Auf dem Kindle lese ich „Noah“ von Sebastian Fitzek und wenn es romantisch sein soll mein Buch von Nicolas Sparks „ Das Leuchten der Stille“.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Mein Ehemann ist mein größtes Vorbild. Er ist in jeglicher Form mein Fels in der Brandung. Egal, ob es um mein Unternehmen geht, oder das Leben, er weiß wie ich erfolgreich alles meistern kann. Seine Willenstärke, Ausdauer und Kampfgeist motivieren mich tagtäglich.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
Ich bin ein riesen Film und Serienfan. Vor Corona war ich zwei Mal die Woche mindestens im Kino. Ich bin ein riesen Marvel Fan, genau wie Jurrasic Park. Wenn es um Serien geht, sind meine Nummer eins Sailor Moon und Supernatural. Nach einem der Hauptdarsteller habe ich sogar meinen Kater benannt, Dean Winchester.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Das darf ich doch nicht verraten. 😉

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Sehr schwere Frage, ich liebe sie beide, auch wenn der Hund mein Seelentier ist.