Mein Werder (26): Inge und Stefan Iwanowitsch

Name: Wir sind Inge und Stefan Iwanowitsch
Alter: Beide Anfang 50
Wohnort / Ortsteil: Wir wohnen in der Nähe vom Bahnhof.
Seit wann sind Sie in Werder zuhause? – Wir sind vor etwas über drei Jahren aus Berlin-Wilmersdorf nach Werder gezogen.
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben? – Wir haben drei Kinder und auch schon drei Enkelkinder.


Was arbeiten /machen Sie so den lieben langen Tag? Was würden Sie lieber machen?
Stefan ist selbständig in der Softwareentwicklung und muss mehr Zeit vor dem Rechner verbringen als ihm lieb ist. Inge unterrichtet T’ai Chi, macht Feng-Shui-Beratungen und ist die gute Seele unseres Kirschgartens.

Der Kirschgarten ist unser großes Abenteuer hier in Werder. Eigentlich auf der Suche nach einem Garten sind wir an eine wunderschöne alte Plantage geraten und haben uns in sie verliebt. Der Kirschgarten ist irgendetwas zwischen Plantage, Garten und Park. Seit drei Jahren öffnen wir zu Baumblüte und Kirschernte und freuen uns über die vielen, netten Besucher. Und dieses Jahr konnten wir erstmals auch selbst gemachten Wein anbieten, der sehr gut ankam. Wir würden beide gerne unserem Garten mehr Zeit widmen.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist ein liebenswerter Ort mit vielen schönen Ecken, die man manchmal erst finden muss. Die Insel ist einfach idyllisch am Wasser gelegen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und Warum?
Einen? Wir gehen gern auf die Insel, auf ein Fischbrötchen im Arielle. Leider hat ja das Café an der Föhse zugemacht – dort haben wir gern Torte gegessen. Schön ist auch der Blick von Friedrichs- oder Bismarckhöhe. Außerdem gehen wir gern am Plessower See spazieren. Ach ja, wir mögen die Weintine sehr, obwohl wir zu selten hinkommen. Außerdem fahren wir gern auf dem Panoramaweg die alten Obstplantagen entlang.
 Und abends gehen wir immer öfter in’s Scala – wir finden es toll, dass sich da jemand gefunden hat, der diesen Ort belebt. Die Konzerte sind toll, es macht Spaß bei Open Stage mitzumachen und man kann die EM auf einer großen Leinwand sehen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Na logisch der Muckergarten. Wir finden es toll, die verschiedenen Weine zu probieren und die Natur zu genießen. Wir nehmen uns an der Baumblüte immer einen Tag frei, um die anderen Gärten zu besuchen.

Was ist das Besondere an Ihrem Ortsteil?
Die Lage am Wasser, die gute Verkehrsanbindung und die netten Nachbarn.

Welche ist Ihre Lieblings-Jahreszeit und warum?
Der Frühling. Es ist toll zu erleben, wie die Natur wieder lebendig wird. Das empfinden wir umso mehr, als wir im Winter viel Zeit mit dem Schnitt der kahlen Bäume verbringen.

Wo muss ein Besucher unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Na bei uns im Kirschgarten!

Werderaner oder Werderscher?

Was macht den typisch „Werderschen“ für Sie aus?
Erst etwas zurückhaltend, aber nach dem ersten Kennenlernen super nett und hilfsbereit.

Selber Werderaner?
Ja, wir sind vor drei Jahren aus Berlin nach Werder gezogen. Wir stammen aber (wenn man ganz weit zurückgeht) aus Hessen und Rheinland-Pfalz.

Wie sind Sie nach Werder gekommen?
Über die Suche nach einer Schule für unsere Tochter sind wir auf Werder gekommen und fanden Stadt und Gegend sehr schön.

Marmelade oder Wein?
Hauptsache kein Bier… (nur beim Grillen). Nein, wir sind beide Weintrinker – Stefan stammt auch aus einer Weinbaugegend – und trinken gerne eher trocken bis halbtrocken. Dabei ist Inge für den Rotwein und Stefan für den Weißwein zuständig. 
Bei Obstwein darf’s ruhig auch mal etwas süßer sein, muss aber nicht und man muss die Frucht noch erkennen können.

Obstbau ist in Werder Tradition. Haben Sie einen Garten? Mit Obstbäumen?
Ja, wir haben im Plessower Feld eine alte Plantage mit 200 Süßkirschen übernommen. Wir wollen die Bäume erhalten, zumal rundum soviel gerodet wurde. Der Garten bereitet uns viel Freude und Arbeit, aber die Freude überwiegt bei weitem.
Bei uns kann man jetzt in der Kirschsaison am Wochenende selber pflücken und einen schönen Mittag verbringen. Sonntags um 10.30 bietet Inge T’ai Chi in einer offenen Gruppe an. 
Außerdem gibt es bei uns immer wieder Veranstaltungen. Nächstes Wochenende (am 10.7.) wird Marmelade gekocht und zwei Märchenerzählerinnen sind da. Am 3.9. machen wir ein Bluesfest, es soll den ganzen Tag Musik in wechselnden Besetzungen geben, dazu Grillen etc.

Und was machen Sie aus den Früchten, die Sie ernten?
Die Kirschen essen wir am liebsten frisch. Dieses Jahr wird Stefan einen guten Teil zu Kirschwein verarbeiten. Außerdem wird Marmelade (Tipp: ein Fünftel Sauerkirschen dazu) gekocht und wir wollen probieren, Amarenakirschen zu machen.

Was wir sonst noch wissen sollten . . .

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Wir haben zwei Katzen und seit letztem Jahr einen Hund, der uns viel Freude macht.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Johann Sebastian Bach.

Welche Fragen würden Sie ihr stellen?
Ich würde mich gern mit ihm über seine Musik unterhalten und darüber, wie er die heutige Musik findet.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?

Ein Science Fiction Roman von Neal Stephenson.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Oha, das ist schwer… Vielleicht Richard von Weizsäcker, der mich Zeit seines Lebens mit seinen klugen und toleranten Ansichten beeindruckt hat.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? Warum?
Die ‚Herr der Ringe‘-Trilogie. Ich war als Jugendlicher von dern Büchern begeistert und finde die Umsetzung einfach toll.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ganz verborgen nicht: Stefan spielt gern und viel Gitarre (Blues & Rock) und war mit seiner Band schon im Scala. Er spielt regelmäßig im Berliner Pierogarnia (sehr nettes polnisches Restaurant mit Bluessession am Donnerstag abend).
Inge, als alte Bäckersenkelin, hat ihre Leidenschaft für’s Kuchanbacken entdeckt.

Was dürfen wir noch von Ihnen wissen
Musik, Kochen, lecker Essen, Segeln, Geselligkeit mit guten Freunden. Urlaub in England (mal sehen wie das mit dem Brexit wird). Permakultur.