Mein Werder (287): Familie Wanderlust

Kurz & Knackig

Name: Leon, Marlon, Sarah und Felix Thonke
Alter: 1, 2, 32 und 31
Wohnort: Wir wohnen auf der schönen Altstadtinsel
Wie lange leben Sie schon in Werder? seit Dezember 2018
Haben Sie Kinder? Ja, zwei.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine verträumte Kleinstadt, in der man alles hat, was man braucht. Vor allem hat Werder einen hohen Erholungswert durch die Nähe zum Wasser.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Sarah: Aktuell bin ich Vollzeit-Mama. Diese Zeit ist so kostbar und das Leben mit Kindern auf der Altstadtinsel ein Träumchen. Wir sind viel draußen, kochen jeden Tag und fahren an den Wochenenden oft mit unserem Camper raus. Ansonsten bin ich Coach für Business und Leben und freie Rednerin. Damit fange ich zurzeit im Hintergrund ganz langsam wieder an. Felix und ich betreiben nebenbei noch einen kleinen Onlineshop. Wir haben einfach zu viel Energie und zu viele Ideen.

Felix: Ich bin Betriebswirt und arbeite im Vertrieb. Von Frankfurt bis Budapest darf ich viel erleben und sehen. Unter der Woche schlüpfe ich in Businesstreter und freue mich am Wochenende auf Barfußzeit und Camperleben mit meiner Familie und Freunden. Aktuell arbeite ich allerdings die meiste Zeit von zu Hause aus, was uns unheimlich viel Nähe und Ruhe gibt. Nebenberuflich gehe ich meiner Kreativität als Fotograf nach.

Was würden Sie lieber machen?
Hmm, wir denken für den Moment sind wir genau da richtig, wo wir jetzt sind. Und was das Leben noch mit uns vor hat, das kommt, wenn es kommt.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns wo?
Die ruhigen Badebuchten des Plessower Sees. Und die Badestelle auf der Insel, wenn noch niemand da ist. Dort blühen die Wiesen im Sommer so schön und die vielen Weiden machen diesen Ort magisch.

Wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Auf dem wunderschönen Wachtelberg mit Halt in der Weintine und mit Blick bei Sonnenuntergang auf die Reben.
Und ganz klar auf der Altstadtinsel, um sich dort an den märchenhaften Häusern und der Natur satt zu sehen und währenddessen Fischbrötchen, Wein und Kuchen zu genießen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Gemütliches Weinfest mit Spaß und Musik – auf jeden Fall!
Rummelfest mit Krawall – nein, danke!

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Johannisbeere natürlich!

Sie – ganz speziell

Auf Ihrer Instagramseite „familie.wanderlust“ lassen Sie Ihre Abonnenten an Ihren zahlreichen Ausflügen teilhaben. Wie ist die Idee zu der Seite entstanden?
Ursprünglich war es mal die Seite von Felix „felix.wanderlust“. Hier wurden zahlreiche Reisefotos geteilt. Wir lieben das Fernreisen neben dem Vanreisen. Heute – auch wegen der Kinder – sind wir mehr mit dem Van in der Region unterwegs. Damit hat sich auch die Idee ergeben, einen gemeinsamen Familienaccount zu führen.

Seit einem Jahr sind Sie hauptsächlich mit Ihrem Van unterwegs. Wir haben gesehen, dass Sie diesen selbst umgebaut haben. Erzählen Sie uns davon? Und wohin ging die erste Fahrt?
Vor etwa sieben Jahren reisten wir ohne Kinder mit einem VW T4. Unsere erste Reise ging nach Kroatien. Mit unserem zweiten Kind war klar, dass wir mehr Platz brauchen und so kam das Glück, dass wir vor einem Jahr gegen einen Mercedes James Cook tauschen konnten. Wir haben ihn nicht komplett selbst ausgebaut, aber viel verändert und aufgewertet. Es macht einfach Spaß, sein Ferienhäuschen auf vier Rädern zu gestalten.

Welche Reiseziele würden Sie Familien mit Kindern empfehlen und worauf sollte man achten, wenn man (weite) Reisen mit Kindern machen möchte?
Wir waren bestimmt schon in mehr als zehn Ländern unterwegs und möchten keines davon missen. Wichtig ist es, dass das Reisen mit Kindern seine Einspielzeit braucht. Jeder muss sich an die neue Umgebung gewöhnen dürfen und man sollte nicht so sehr auf feste Zeiten mit Kindern in der Natur verharren. Weniger ist mehr. Es kommt nicht auf das Ziel an, sondern auf die gemeinsame Zeit, die man hat. So haben wir auch schon spontan entschlossen, vom Ziel abzusehen und kurzerhand irgendwo übernachtet. Der Weg ist das Ziel. Ein weiterer wichtiger Tipp auf engstem Raum: Organisation ist alles! Jedes Ding braucht seinen Platz. Man umgeht unnötigen Stress, wenn die Sachen an festen Plätzen (Plastikdosen, Kisten, Schränke usw.) aufbewahrt werden.

An welche Reise denken Sie besonders gerne zurück und an welche eher ungern?
Die einzig schlechte Erfahrung, die wir beim Reisen gemacht haben, war in Panama, bevor wir mit unserem Sohn Leon da waren. Wir wurden bestohlen und hatten wohl eine Menge zu lernen. Vielleicht haben wir auch deswegen dem Land eine zweite Chance gegeben, um später mit Kind und Freunden noch einmal hin zu reisen. An diese Reise denken wir nun besonders gern zurück. Neben all den vielen schönen Fernreisen, hat uns besonders das Vanreisen nach Schweden mit unseren beiden Söhnen gefallen.

Welche Ziele stehen noch auf Ihrer Wanderlust-Liste?
– Hawaii
– Peru
– Island
– nochmal Namibia
– immer wieder Portugal

Sarah, Sie sind selbstständiger Coach und freie Traurednerin. Worauf achten Sie bei Ihren Reden bzw. beim Coachen besonders?
Als freie Traurednerin ist es mir für den Moment wichtig, dass ich mitfühle. Nur so sprudeln in mir die Worte, die ich für das Paar zu einer Rede manifestiere. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Traupaare offen sind und mit Vertrauen viel erzählen möchten.

Als Coach ist es mir besonders wichtig, dass der Coachee mit mir seinen Raum für alle Gefühle finden darf. Coaching tut nicht immer nur gut. Der Weg zur Heilung oder zum Ziel zeigt sich von allen Seiten. Und was mich betrifft, so glaube ich fest daran, dass jeder Mensch eine ganz eigene innere Weisheit in sich trägt. Ich begleite meine Coachees dabei, diese zu erkennen und ihren Weg zu gehen.

Felix, Sie sind auch als Hochzeit- und Paar-Fotograf tätig. Worin unterscheidet sich Ihre Arbeit im Vergleich zu anderen Fotografen?
Ich verstehe mich vor allem als Reportagefotograf und bediene mich dabei verschiedener Stile. Meine Paare begleite ich mehr als Freund statt als reiner Dienstleister. Unbeobachtet entstehen die authentischsten Fotos – Emotion schlägt Perfektion!

Was wir sonst noch wissen wollen …

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
– eine Weltreise mit dem Van
– ein erfülltes Leben für uns und unsere Kinder
– stets mit dem Herz verbunden, unseren Weg zu gehen

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Sarah: Sanftmut kann die Welt erschüttern von Arun Ghandi
Felix: Eat that frog – 21 Wege, wie Sie in weniger Zeit mehr erreichen von Brian Tracy

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie?
„Das wilde Leben“ eine Biografie über Uschi Obermaier, „Nacos“ eine Biografie über Pablo Escobar, „Game of Thrones“

Für welchen Preis würden Sie Ihren Van tauschen?
Unbezahlbar! Bis dass der Rost uns scheidet!